Sie könnte das rein elektrische Äquivalent zum AMG S 63 werden

Mercedes hat die Serienversion seines elektrischen Flaggschiffs noch gar nicht offiziell vorgestellt, dennoch machen bereits Gerüchte die Runde, dass es auch eine scharfe AMG-Variante des EQS geben soll. Einem neuen Bericht von Autocar zufolge ist ein High-Performance-Derivat in der Mache, dass es mit dem kommenden Tesla Model S Plaid aufnehmen soll. 

Helfen könnte dabei ein Setup mit zwei Motoren, das genug elektrischen Punch liefert, um aus dem Auto den E-Counterpart des konventionellen AMG S 63 zu machen. Natürlich würde auch ein in Affalterbach aufgemotzter EQS auf der neu entwickelten EVA-Plattform stehen. In den Ausmaßen dürfte er in etwa dem aktuellen Mercedes CLS entsprechen. 

Während eine normale Variante des EQS um die 470 PS und 760 Nm Drehmoment haben könnte, soll der AMG EQS über mehr als 600 PS und 900 Nm verfügen. All das könnte über ein neues Allradsystem auf die Straße gelangen, das in der Lage ist, die Kraft bedarfsgerecht auf jedes einzelne Rad zu übertragen.

Bildergalerie: Mercedes Vision EQS (2019)

So viel E-Muckis könnten dem AMG EQS zu einer 0-100-km/h-Zeit von unter vier Sekunden und einer elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h verhelfen. Autocar denkt, dass das im Boden befindliche Akkupaket für eine WLTP-Reichweite von etwas über 500 Kilometer gut sein könnte. Die Schnelllade-Fähigkeit (350 kW) soll eine 80-prozentige Aufladung in 20 Minuten ermöglichen.

Es dürfte allerdings noch eine ganze Weile dauern, bis Mercedes einen AMG EQS auf den Markt wirft. Sollte alles halbwegs nach Plan laufen, wird erst die neue Generation der herkömmlichen S-Klasse auf den Markt kommen. Das sollte noch in diesem Jahr der Fall sein. Im Anschluss folgt der EQS und dann irgendwann wohl auch die AMG-Version. Letztere aber wohl nicht vor 2022. 

Der AMG EQS dürfte der Vorreiter für eine ganze Reihe an neuen E-Performance-Maschinen aus Affalterbach sein. Projekt-nahe Quellen sprechen offenbar auch von einem AMG EQE und sogar von einem EQG als schnelle Variante der bereits bestätigten elektrischen G-Klasse.

Der AMG EQS wiederum wird es mit knackiger Konkurrenz zu tun bekommen. Wir sprechen hier nicht nur vom Tesla Model S Plaid, sondern auch vom Porsche Taycan und zwei weiteren Elektro-Limos, die noch dieses Jahr erscheinen - dem Audi E-Tron GT sowie dem Jaguar XJ. Zusätzlich hat BMW kürzlich verkündet, dass die stärkste Version des nächsten 7er rein elektrisch sein wird.

Quelle: Autocar