Polo-Derivat soll 2021 nach Europa kommen

Von dem neuen VW-Modell namens Nivus wissen wir seit Dezember 2019, als ein erstes Teaser-Video auftauchte. Es zeigte die Silhouette, aber wirklich zu erkennen war das neue Auto nicht. Nun präsentierte VW-Chef Herbert Diess auf der heutigen Jahrespressekonferenz ein besseres Bild, auf dem die Front und die Dachlinie zu erkennen ist.

Der VW Nivus ist ein Modell für Südamerika, das angeblich 2021 auch nach Europa kommen soll. Er basiert auf dem MQB, wie Diess nun bestätigte. In Südamerika baue man auf neue Modelle auf dieser Plattform, so Diess. Als Beispiele nannte der Konzernchef den VW Polo, "die kompakte Limousine Virtus" und den T-Cross.

Wenn Diess das Auto als Limousine bezeichnet, heißt das nicht, dass er ein Stufenheck besitzt, denn der Konzern bezeichnet auch den Golf als (Schrägheck-)Limousine. Ob das Wörtchen "kompakt" auf die untere Mittelklasse (alias Golf-Klasse alias C-Segment) schließen lässt, darf man ebenfalls bezweifeln. Wir bleiben bei unserer Einstufung als "Crossover auf Basis des Polo", also einem B-Segment-SUV.

Der Grill mit der einzelnen Chromlamelle erinnert an den T-Cross. Doch die Umgebung der Nebelleuchten ist beim T-Cross wesentlich dezenter.

Volkswagen T-Cross 2019

Die nach hinten sanft abfallende Dachlinie passt zu einem Crossover oder einem Coupé-SUV, ähnlich, wie es unser Rendering vorwegnahm.

Ein kürzlich veröffentlichtes VW-Video zeigte, dass es im Cockpit des Nivus ein Instrumentendisplay und einen großen Infotainment-Touchscreen geben, ähnlich wie im T-Cross: 

Volkswagen T-Cross 2019
Cockpit des T-Cross

In Südamerika soll der Wagen einen 114 PS starken 1.0 TSI in Kombination mit Handschaltung oder einen 1.0 TSI mit 126 PS und Automatik bekommen. In Europa dürfte noch der 1.5 TSI mit 150 PS und ein Diesel hinzukommen, ähnlich wie beim T-Cross.

Offiziell enthüllt werden soll der Nivus angeblich im Frühjahr 2020. Man darf annehmen, dass das in Brasilien stattfinden wird, wenn die Corona-Epidemie dem nicht entgegensteht. Gebaut wird das Auto dann ebenfalls zunächst in Brasilien, bevor im Jahr 2021 im spanischen Werk Pamplona auch die Produktion für Europa anläuft. Dort werden auch der Polo und der T-Cross gebaut. Ob der Neuling bei uns ebenfalls Nivus heißt, ist noch nicht bekannt. Besser in die hiesige Modelllandschaft würde ein Name mit "T" am Anfang passen (analog zu T-Cross und T-Roc).