Der Sohn von Uwe Gemballa baut einen leichten, vom 959 inspirierten 992

Während jeder den neuen Porsche 911 Turbo S auf dem Genfer Autosalon nächste Woche zu sehen bekommt, werden nur wenige das Privileg haben, diesen maßgeschneiderten 911 zu testen. Denn der 911, den Sie hier sehen, wird hinter verschlossenen Türen sowohl den Early Adopters als auch den potenziellen Kunden während einer privaten Veranstaltung neben dem Genfer Salon gezeigt. Der Rest von uns wird geduldig bis später in diesem Jahr warten müssen, um das Ganze zu sehen.

Aber was genau sehen wir hier? "Custom" ist das Schlüsselwort, denn dieser 992, der hier mit einem Retro-Einschlag angekündigt wird, kommt nicht direkt von Porsche. Stattdessen steht er für die Arbeit einer neuen Firma namens Marc Phillipp Gemballa GmbH.

Wem dieser Name bekannt vorkommt, dann deshalb, weil Marc der Sohn des renommierten Veredlers Uwe Gemballa ist, und da die alte Firma nun einen anderen Eigentümer hat, wird die neue Kreation das Markenzeichen Marc Phillipp Gemballa GmbH tragen, um besser zu reflektieren, woher sie kommt.

Details über den Wagen sind im Moment noch rar, aber wir wissen, dass sein Design den Geist des legendären Porsche 959 heraufbeschwören wird. Das können wir leicht im nebenstehenden Teaserbild erkennen, das den breiten Heckspoiler zeigt, der an den berühmten Supersportwagen der 1980er Jahre erinnert, aber mit einem 992er-Einfluss, der durch das dünne LED-Rücklichtband sichtbar wird. Im Blick hat Gemballa aber offenbar den höhergelegten 959, der 1986 die Rallye Paris-Dakar gewann.

Porsche 959 Paris-Dakar 1986

Verantwortlich für das Styling ist Alan Derosier, Kreativdirektor bei Studiokurbos, wo das Design entwickelt wurde. Sein Lebenslauf umfasst die Arbeit als Exterieur-Designer beim chinesischen Automobilhersteller Chery und als Senior Exterieur-Designer bei Renault, bevor er im vergangenen Jahr für seine aktuelle Arbeit nach Stuttgart wechselte.

Derosier verfügt über Erfahrung in der Entwicklung von Porsche-Renderings, wobei er einschlägige Beispiele wie die modernen Äquivalente der Rennwagen 908/04 und 963C entwickelt hat. Ersteres erregte tatsächlich die Aufmerksamkeit von Porsche, als der Automobilhersteller beschloss, eine kurze Dokumentation eines nach der Darstellung geformten Modells zu drehen.

Der größte Unterschied zwischen der bevorstehenden 992-basierten Sonderanfertigung und den früheren Projekten besteht natürlich darin, dass der Wagen tatsächlich gebaut wird. Die Produktion wird streng auf 40 Exemplare beschränkt sein, wobei alle Autos eine Vollkohlefaser-Karosserie erhalten, um das Gewicht im Vergleich zum Spenderfahrzeug zu reduzieren.

Wir werden diesen speziellen 992 sicherlich im Auge behalten, nicht nur, weil es sich um ein echtes Auto handeln wird, sondern auch, weil wir große Fans der Arbeit des Designers sind.

Quelle: Marc Phillip Gemballa (MPG)