Aggregate wurden noch unter General-Motors-Regie entwickelt

Die zweite Generation des Opel Insignia startete im Februar 2017. Drei Jahre später folgt nun ein Facelift. Neben einer neuen Optik erhält das Mittelklassemodell eine neue Antriebspalette und serienmäßig LED-Licht. Informationen dazu und erste Bilder veröffentlichte Opel bereits Anfang Dezember 2019. Nun folgen Angaben zu den Motoren und zur GSi-Version

Der geliftete Insignia wurde bereits öfter als Erlkönig erwischt, als Limousine wie als Kombi. Anders als die meisten Opel-Modelle basiert der Insignia noch auf einer General-Motors-Basis. Nach wie vor wird er als Limousine (Grand Sport) und Kombi (Sports Tourer) angeboten. Das Facelift soll das Auto nun niedriger, breiter und präziser erscheinen lassen.

Opel Insignia Grand Sport (2020)
Opel Insignia Grand Sport (2020)
Opel Insignia Grand Sport (2017)
Opel Insignia Grand Sport (2017)

Der Grill wurde breiter, außerdem hat er nun einen Chromrand. Das Grillgitter ist nun anders gestaltet und die Querlamelle ist nicht mehr geschwungen, sondern gerade wie beim Corsa. Ihre Linie setzt sich im LED-Tagfahrlicht fort. Außerdem ist der Opel-Blitz nun größer. Auch die Frontschürze wurde neu gestaltet, vor allem wurden ihre "Pfeiler" breiter; sie wirken nun fast wie die Flügel eines Tragflächenboots.

Opel Insignia Grand Sport (2020)
Opel Insignia Grand Sport (2020)
Opel Insignia Grand Sport (2017)

Hinten gibt künftig auch bei der Limousine kantig geformte Auspuffenden statt der ovalen Rohre. Vom neuen Innenraum gibt es bislang keine Bilder. Bisher sah er so aus:

Opel Insignia Grand Sport (2017)

Die Antriebspalette wird mit dem Facelift komplett erneuert. Die neuen Drei- und Vierzylinder gehören zu einer komplett neuen Generation:

Neuer Insignia Drehmoment Getriebe Basispreis
1.4T 145 PS 236 Nm 6-Gang k.A.
2.0T 200 PS 350 Nm 9-Gang-Autom. k.A.
2.0T 230 PS (GSi) 350 Nm 9-Gang-Autom. k.A.
1.5D 122 PS 300 Nm 6-Gang k.A.

Opel-Offizielle hatten uns bei der Fahrveranstaltung zum Astra Facelift erzählt, dass nur Autos auf PSA-Plattform auch PSA-Motoren bekommen. GM-Autos (wie der Astra und der Insignia) sollen weiterhin nur von GM-Aggregaten angetrieben werden. Die nun neu eingeführten Aggregate wurden noch unter der Regie von General Motors entwickelt. 1,4-Liter-Turbo und Diesel sind aus dem gelifteten Astra bekannt, die Zweiliter-Benziner werden dagegen noch nirgends eingesetzt. Sie sind die ersten Opel-Motoren mit Zylinderabschaltung: Die Nockenwellenverstellung legt bei Teillast zwei Töpfe still.

Die Preise wurden noch nicht mitgeteilt. Doch wird dürften sie spätestens im Februar erfahren, denn dann ist der neue Insignia bestellbar. Auch die Ausstattungen ändern sich. Bisher hießen sie Edition, Dynamic, Innovation und Ultimate 120 Jahre, bei der neuen Version heißen sie Elegance, Ultimate und GSi Line.

Bisher kostete die günstigste Insignia-Version 28.955 Euro:

Alter Insignia  Drehmoment Getriebe Basispreis (Limousine)
1.5 DIT 140 PS 250 Nm 6-Gang 28.955 €
1.5 DIT 165 PS 250 Nm 6-Gang/6-Gang-Autom. 31.115 €
1.6 Diesel 110 PS 300 Nm 6-Gang 30.725 €
1.6 Diesel 136 PS 320 Nm 6-Gang/6-Gang-Autom. 31.325 €
2.0 Diesel 170 PS 400 Nm 6-Gang/8-Gang-Autom. 32.415 €
2.0 Diesel 170 PS 4x4 400 Nm 6-Gang 37.635 €
2.0 Biturbodiesel 210 PS 4x4 480 Nm 8-Gang-Autom. 40.910 €

Die Kombipreise waren bisher jeweils 1.000 Euro höher als bei der Limousine.

Neues gibt es auch in Sachen Lichttechnik. Künftig hat der Insignia serienmäßig Voll-LED-Licht. Die Palette reicht dabei von besonders energieeffizienten LED-Scheinwerfern bis hin zum neuen adaptiven "IntelliLux LED Pixel Licht". Bisher wurde im Insignia optional das "IntelliLux LED Matrix Licht" vom österreichischen Zulieferer ZKW angeboten, in dem das Abblendlicht von 10 LEDs dargestellt wurde, weitere 32 LEDs waren für das Fernlicht verantwortlich. In diesem Video wird das System erklärt:

Beim neuen "LED Pixel Licht" sind nicht 32, sondern gleich 84 LEDs pro Scheinwerfer für das Fernlicht zuständig. Dazu kommen noch das Kurven- und Abblendlichtmodul sowie das LED-Tagfahrlicht. Die neuen Scheinwerfer sollen schneller, präziser und feiner auf die jeweilige Verkehrssituation reagieren. Der Lichtkegel wird kontinuierlich angepasst. So können entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge auch noch exakter ausgeblendet werden. Außerdem soll der ausgeleuchtete Bereich größer geworden sein.

Wie schon beim "LED Matrix Licht" werden auch beim neuen "LED Pixel Licht" Leuchtweite und Leuchtrichtung je nach Fahrsituation variiert. Die Funktionen reichen von Kurven- und Schlechtwetterlicht über Stadt-, Landstraßen- und Autobahnlicht bis hin zur besseren Ausleuchtung beim Einparken. Das Autobahnlicht wurde optimiert; es schwenkt in Linkskurven jetzt weiter nach links mit. So sind Schilder am Fahrbahnrand leichter zu erkennen. Bei Rechtskurven richtet sich das Licht stärker nach rechts aus, um Verkehrsteilnehmer aus der entgegenkommenden Richtung nicht zu blenden.

Auch sonst bekommt die neue Insignia-Version mehr moderne Technik. Eine bessere Rückfahrkamera erhöht die Sicherheit. Dem selben Zweck dient ein radarbasierter Querverkehrsassistent fürs Rückwärtsausparken. Er guckt bis zu 20 Meter nach links und rechts und warnt akustisch und optisch.

Bildergalerie: Opel Insignia (2020)