450 Tonnen am Haken? Kein Problem für den Pick-up!

Ford elektrifiziert seinen US-Bestseller, den F-150. Anfang der 2020er-Jahre soll der Strom-Pick-up in Nordamerika auf den Markt kommen. Doch vorher bemüht man sich, Zweifel bei den potenziellen Kunden zu zerstreuen, ob der F-150 auch in seiner Elektro-Variante genauso viel schleppt wie die konventionelle Ausführung. Dazu wurde nun ein eindrucksvoller Versuch vorgenommen.

Linda Zhang, Chef-Ingenieurin des Ford F-150, stellte die enorme Zugkraft des Bestsellers unter Beweis, indem der rein batterie-elektrisch angetriebene F-150 BEV (BEV = Battery Electric Vehicle) aus eigener Kraft zehn doppelstöckige Eisenbahn-Waggons, in denen normalerweise Fahrzeuge transportiert werden, mit einem Gesamtgewicht von mehr als 450 Tonnen* zieht. Und zwar über eine Strecke von 1.000 Fuß, das sind rund 305 Meter. Der Inhalt der Waggons: 42 Exemplare des Ford F-150, Modelljahr 2019. 42 deswegen, weil der F-150 seit mittlerweile 42 Jahren der bestverkaufte Pick-up in den USA ist.

Ford hat zudem bestätigt, dass zusätzlich zum neuen F-150 Hybrid, dessen Verkaufsstart in Nordamerika für 2020 vorgesehen ist, zu einem späteren Zeitpunkt auch eine rein batterie-elektrische Version des erfolgreichen F-150 auf dem Markt kommen soll. Wie viele Elektroautos Ford insgesamt plant, wurde bislang noch nicht exakt bekannt gegeben. Medienberichten zufolge sollen bis 2022 sechs Modelle sein. Dazu gehören auf jeden Fall das offiziell für 2021 avisierte Elektro-SUV mit Mustang-Optik, sowie der für 2021 angekündigte Ford Transit mit Elektroantrieb. Der Elektro-F-150 wäre dann Nummer drei. Man darf gespannt sein, was noch kommt. 

Bildergalerie: Ford F-150 EV Prototyp zieht 10 Waggons