Kommt der mächtige Ami-Pick-up damit auch zu uns?

Keiner ist in den USA beliebter als er: Fast 900.000 Neuzulassungen konnte der Ford F-150 im Jahr 2017 auf sich verbuchen. Und solange die Gallone Sprit teilweise noch billiger ist als eine Gallone Cola, stören sich die Kunden auch nicht an den V6- und V8-Benzinern mit 286 bis 462 PS Leistung. Doch es muss offenbar F-150-Freunde geben, die sich sehnlichst einen Diesel wünschen. Ihr Flehen wurde erhört, auf der Automesse NAIAS in Detroit (15. bis 28. Januar 2018) steht der Ford F-150 mit neuem ,Power Stroke"-V6.

Zug-Maschine
Blicken wir auf die Eckdaten des neuen Selbstzünders: 250 PS und 597 Newtonmeter maximales Drehmoment warten auf ihren Einsatz, serienmäßig ist eine Zehngang-Automatik an Bord. Besonders für Schwerlast-Fans dürfte der Diesel-F-150 die erste Wahl sein. 916 Kilogramm Nutzlast können auf der Pritsche transportiert werden, die Anhängelast beträgt mehr als 5,1 Tonnen. Zum Mitschreiben: Fünf-Komma-Eins!

Spannende technische Details
In den sogenannten Super-Duty-Modellen der Ford F-Serie, die deutlich mehr Nutzfahrzeug sind, gibt es schon seit 2011 einen gigantischen V8-Diesel mit 446 PS und 1.170 Newtonmeter. Dessen Entwicklerteam hat auch den Dreiliter-V6-Diesel entworfen und diverse Lösungen vom dicken Bruder übernommen. Zwei Kraftstofffilter erhöhen die Zuverlässigkeit auch bei schlechterer Spritqualität (die USA sind ein großes Land), hinzu kommt eine zweistufige Ölpumpe. Mit Blick auf extreme thermische Belastungen im Anhängerbetrieb gibt es einen mechanisch vom Motor angetriebenen Lüfter anstelle einer elektrischen Lösung sowie einen zweifach variablen Kühllufteinlass.

Ab Frühjahr 2018 in den USA
Was das bedeutet, zeigten Testfahrten auf einem 21 Kilometer langen Anstieg mit durchschnittlich sechs Prozent Steigung bei 37 Grad Lufttemperatur, die der F-150 Diesel ohne Leistungsverlust bewältigte. Allerdings dürfte dann der Werksverbrauch von unter acht Liter in weite Ferne rücken. Ab dem Frühjahr 2018 werden die ersten F-150 mit Diesel auf dem US-Markt ausgeliefert, zur Wahl stehen verschieden lange Pritschen, Allradantrieb, zwei und vier Türen und Längen zwischen 5,31 und 5,89 Meter. Wäre der F-150 nicht auch für uns etwas, zumal mit Selbstzünder? Nun, Ford hat hierzulande bereits den kleineren Ranger im Programm. Allerdings hätte vor geraumer Zeit auch niemand mit einem offiziellen Import des Mustang gerechnet.

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