Zweite Auflage des kleinen Elektro-Flitzers mit mehr Reichweite und mehr Power

Der im Jahr 2013 gestartete Renault Zoe gehört zu den beliebtesten Elektroautos auf dem Markt.  Ende 2019 kommt die zweite Generation, Bestellstart ist Ende Juli 2019. Wir haben alle Informationen zur Technik und den Preisen.

Die Akkus des neuen Renault Zoe speichern nun 52 kWh (statt 41 kWh oder in der Basisversion 22 kWh). So steigt die Reichweite nach WLTP um auf 390 Kilometer -- bisher waren es nur 300 Kilometer. Damit lässt der Zoe nun das PSA-Pärchen Opel Corsa-e und Peugeot 208 (330 bzw. 340 Kilometer) hinter sich, vom Honda e (etwa 200 Kilometer) gar nicht zu reden. Statt 92 beziehungsweise 108 PS leistet der neue Elektromotor jetzt 135 PS, das Drehmoment beträgt nun 245 Newtonmeter (statt bisher 225 Nm).

Den Spurt von 0 auf 100 km/h absolviert der Zoe in weniger als zehn Sekunden, bisher waren es 11,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit steigt minimal von 135 auf 140 km/h. Neu ist auch der B-Modus. In diesem Fahrmodus kann man das Auto in der Regel nur mit einem Pedal (dem Gaspedal) fahren. Aktiviert wird der B-Modus durch Drücken des Getriebe-Wahlhebels (E-Shifter). Außerdem gibt es künftig eine elektronisch per Taste bediente Feststellbremse.

Außerdem kann man den Zoe künftig mit Gleichstrom bis 50 kW aufladen, bisher gab es nur Wechselsstrom-Laden. An einer 50-kW-Säule kann man dem Auto in 30 Minuten Strom für weitere 150 Kilometer spendieren. Außerdem kann man den Wagen nach wie vor über ein (serienmäßig mitgeliefertes) Typ-2-Ladekabel mit Wechselstrom bis 22 kW aufladen. Der Ladeanschluss nach CCS-Standard enthält zusätzlich zum siebenpoligen Typ-2-Anschluss für Wechselstrom (oben) noch einen zweipoligen Anschluss darunter für Gleichstrom. Der Ladeport ist hinter dem Markenlogo an der Front verborgen:

Renault Zoé 2019

Größe und Form haben sich kaum verändert. Auch die Außenoptik unterscheidet sich nur in Details. So wurde der vordere Stoßfänger modifiziert. Die Fronthaube weist schärfere Kanten auf und die Scheinwerfer (serienmäßig mit LED-Technik) zeigen eine Lichtsignatur in markentypischer C-Form.

Renault Zoe (2019)
Renault Zoe

Auch die Heckleuchten zeigen eine neue Lichtsignatur, die nun aus zwei horizontalen Strichen besteht. Außerdem gibt es hinten "dynamische Blinker", also wohl Wischblinker, wie sie unter anderem von Audi bekannt sind.

Renault Zoe (2019)

Deutlich verändert präsentiert sich der Innenraum. Schon die Basisversion hat nun ein 10 Zoll großes Display statt traditioneller Instrumente. Dazu kommt ein 9,3 Zoll großer Monitor für das Easy-Link-Infotainmentsystem. Außerdem sollen die Materialien verbessert worden sein.

Renault Zoé 2019

Der auslaufende Zoe hatte hinten noch Trommelbremsen, künftig gibt es an allen Rädern Scheibenbremsen. Außerdem spendiert Renault neue Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Abstandstempomat, Totwinkelwarner, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent und Notbremsassistent. Es gibt auch drei neue Farben: Aquamarin-Blau, Quarz-Weiß und Flammen-Rot.

Als neue Einstiegsversion fungiert künftig die alte 41-kWh-Variante (Z.E. 40), die im Programm bleibt. Die Version mit 22 kWh entfällt dagegen. Künftig gibt es drei Ausstattungen: Life, Experience und Intens. Eine Preisliste gibt es noch nicht, auch im Konfigurator von Renault sind die neuen Versionen noch nicht enthalten. Hier sind die Grundpreise:

  WLTP-Reichweite / Leistung Basispreis mit Akku Basispreis ohne Akku
Zoe Life Z.E. 40 316 km / 110 PS 29.990 Euro 21.900 Euro
Zoe Life Z.E. 50 390 km / 110 PS 31.990 Euro 23.900 Euro
Zoe Experience Z.E. 50 390 km / 110 PS 32.990 Euro 24.900 Euro
Zoe Experience Z.E. 50 390 km / 135 PS 33.990 Euro 25.900 Euro
Zoe Intens Z.E. 50 390 km / 135 PS 35.990 Euro 27.900 Euro

Zoe-Kunden können den Akku nach wie vor auch mieten und zahlen dann jeweils 8.090 Euro weniger. Wer die Batterie mitkauft, bekommt eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometer, wobei 66 Prozent der Akkukapazität garantiert werden.

Bildergalerie: Renault Zoe II (2019)