E-Mobile vom Peugeot iOn bis zum Tesla Model X

Volkswagen will schon bald keine neuen Modelle mit Verbrennungsmotor mehr entwickeln, investiert stattdessen Milliarden in die Elektromobilität. Tesla hat seine Probleme mit der Massenfertigung des Model 3 gelöst. Und die Flotten-Emissionen sollen nach den Plänen der EU bis 2030 auf nur noch 57 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer sinken. Das sind nur drei Nachrichten aus den letzten Wochen. Alles deutet also darauf hin, dass Elektroautos derzeit gewaltig auf dem Vormasch sind. Gleichzeitig kommen immer mehr E-Mobile auf den Markt. So viele, dass man schon mal den Überblick verlieren kann. Wir zeigen die wichtigsten heute verfügbaren und demnächst erscheinenden Modelle, sortiert nach Größe.

Peugeot iOn und Citroen Z-Zero

Peugeot iOn

Ja, das baugleiche Zwillingspärchen Peugeot iOn und Citroen C-Zero gibt es noch (während das Mitsubishi Electric Vehicle alias MiEV eingestellt wurde). Beide kosten exakt gleich viel: 21.800 Euro. Damit ist das 3,74 Meter lange Wägelchen derzeit wohl das günstigste "richtige" Elektroauto. Mit "bis zu 100 Kilometer Reichweite" ist der Wagen allerdings nicht mehr wirklich zeitgemäß. (Stand: 22. März 2019)

Smart Fortwo Elektro

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Der 2,70 Meter lange Smart EQ Fortwo ist wohl das kleinste "richtige" Elektroauto. Die Leistung des E-Motors liegt bei maximal 82 PS, die Dauerleistung beträgt 56 PS. Mit dem knapp 18 kWh großen Akku sollen 145 bis 160 Kilometer nach NEFZ-Norm möglich sein. Obwohl die meisten Fahrer bekanntermaßen nicht mehr als 30 Kilometer täglich zurücklegen, ist das Auto damit wohl nur für wenige attraktiv. Dennoch beginnen die Preise bei recht sportlichen 21.940 Euro. Den viersitzigen EQ Forfour gibt es ab 22.600 Euro. Einen Test lesen Sie hier. (Stand: 22. März 2019)

VW e-Up

VW e-Up

Der 3,60 Meter lange Elektro-Up wurde 2013 eingeführt, er ist also nicht mehr der Jüngste. Es gibt ihn laut Preisliste ab 23.570 Euro, er ist also etwas teurer als der Smart Forfour. Allerdings ist der e-Up derzeit auf der VW-Website nicht konfigurierbar. Der Elektromotor hat 82 PS, die "Praxis-Reichweite" nach WLTP-Norm wird mit 120 bis 160 Kilometer angegeben. (Stand: 22. März 2019).

BMW i3

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Der nur 4,01 Meter lange BMW i3 gehört zu den ersten Elektroautos aus deutscher Produktion. Bei der Markteinführung vor fünf Jahren lag die NEFZ-Reichweite noch bei 190 Kilometer, mit der 2016 eingeführten verbesserten Batterie stieg sie auf 300 Kilometer und seit diesem Herbst ist der i3 bei 359 Kilometer angelangt. Im WLTP-Zyklus schafft das Auto immerhin 310 Kilometer. Die Preise beginnen allerdings erst bei 38.000 Euro. Ein stolzer Preis für einen Kleinwagen, oder? (Stand: 22. März 2019)

Peugeot e-208

Peugeot 208

Die Elektroversion des neuen Peugeot 208 soll im Herbst 2019 starten. Der etwa 4,05 Meter lange Peugeot e-208 hat eine WLTP-Reichweite von 340 Kilometer, also 40 Kilometer mehr als der Konkurrent Renault Zoe. Geladen wird allerdings nicht wie dort mit 22 kW, sondern nur mit 11 kW (was aber deutlich mehr ist als die 7,2 kW der Koreaner). Der Elektromotor entwickelt 136 PS und 260 Newtonmeter. Die Preise sind noch nicht bekannt.

Renault Zoe

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Mit 4,08 Meter Länge ist der Zoe ein typischer Kleinwagen, der auf dem Renault Clio basiert. Die Antriebsvarianten haben entweder 22 kWh (ab 29.900 Euro) oder 41 kWh (92 PS ab 34.100 Euro, 108 PS ab 35.900 Euro). Die Topversion soll 300 WLTP-Kilometer schaffen, sie ist mit fast 36.000 Euro allerdings auch ziemlich teuer. Billiger kommt man weg, wenn man den Akku nicht kauft, dann muss man aber monatlich Miete zahlen. Ein PLuspunkt des Zoe ist, dass er mit 22 kW geladen werden kann. Einen Test des Zoe finden Sie hier. (Stand: 22. März 2019)

Hyundai Kona Elektro

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Der 4,18 Meter lange Hyundai Kona Elektro tritt wie der Zoe im B-Segment an, ist mit 4,18 Meter aber zehn Zentimeter länger und als SUV auch deutlich höher. Zwei Varianten stehen zur Wahl, eine mit 100 kW und 312 WLTP-Kilometer Reichweite (39 kWh) und eine mit 150 kW (204 PS) und 482 km Reichweite (64 kWh). Auch in unserem Reichweitentest hat der Kona gut abgeschnitten. Die Basisversion gibt es ab 34.600 Euro, die gehobene Variante ab 39.000 Euro. Zum Kona Elektro haben wir sowohl einen allgemeinen Test wie einen Video-Test. (Stand: 22. März 2019)

Kia e-Soul

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Die neue Generation des Soul hat eine deutlich amerikanischere und irgendwie hipstermäßige Optik. In Europa wird das B-Segment-SUV nun ausschließlich als E-Mobil angeboten. Es erhält den starken Elektroantrieb aus dem e-Niro. Das bedeutet: 204 PS und eine satte Reichweite von 450 WLTP-Kilometer. Marktstart war Anfang April 2019, aber die Lieferzeiten liegen bei etwa einem Jahr. Die Preise für die 64-kWh-Version beginnen bei knapp 38.000 Euro. Einen Test lesen Sie hier. (Stand: 10. April 2019)

DS3 Crossback E-Tense

DS 3 Crossback E-Tense

Der DS 3 Crossback ist ein kleines SUV, das es auch als Elektromodell gibt. Die Elektrotechnik ist wohl die gleiche wie im Peugeot e-208 und im geplanten Opel e-Corsa. Die 50-kWh-Batterie soll hier für 300 WLTP-Kilometer reichen, der E-Motor bietet 136 PS. Auf den Markt kommt der DS 3 Crossback E-Tense Ende 2019. Die deutschen Preise stehen noch nicht fest. In Frankreich ist der Wagen in der Ausstattungslinie So Chic für 39.100 Euro erhältlich. (Stand: 22. März 2019)

Kia e-Niro

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Die Elektroversion des Kia Niro (4,35 Meter lang) tritt als C-Segment-SUV an und ist etwa 18 Zentimeter länger als der e-Soul. Die Antriebe sind die gleichen, die Reichweiten praktisch gleich. Auch der e-Niro hatte am 6. April 2019 Marktstart, die Lieferzeiten liegen aber ebenso bei etwa 12 Monaten. Die Version mit der großen Reichweite kostet seit Kurzem 39.090 Euro, und ist damit nun rund 1.200 Euro teurer als der entsprechende e-Soul. Einen Test lesen Sie hier bei uns. (Stand: 10. April 2019)

VW e-Golf

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Der elektrisch angetriebene Golf gehört merkwürdigerweise immer noch zu den beliebtesten Elektroautos auf dem Markt. Dabei liegt die Reichweite gerade mal bei 231 Kilometer (WLTP). Die Preise beginnen bei ziemlich heftigen 35.900 Euro. Wenn Sie unbedingt einen VW wollen, sollten Sie lieber auf den im März 2020 startenden ID.3 (alias Neo) warten. Der soll angeblich 550 Kilometer bieten und nur 30.000 Euro kosten. Das wäre sensationell. Am 8. Mai 2019 wissen wir, ob es stimmt. Dann soll das Auto bestellbar sein. (Stand: 22. März 2019)

Nissan Leaf

Nissan Leaf und +

Der Nissan Leaf gehört mit 4,49 Meter Länge schon fast in die Mittelklasse. Die im Januar 2019 eingeführte, neue Version ist schlappe 5.000 Euro teurer als die alte, sie kostet 36.800 Euro (statt 31.950 Euro). Was der Grund ist, wissen wir nicht -- vielleicht ist eine konzerninterne Quersubventionierung weggefallen? Ein Vorteil für den Kunden gibt es aber auch: Neben der alten 40-kWh-Version (ZE1, 110 kWh/150 PS, 270 km nach WLTP) gibt es nun eine neue 62-kWh-Variante (E+, 160 kW/217 PS, 385 km nach WLTP), die allerdings gleich 44.700 Euro kostet.

Hyundai Ioniq Elektro

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Den Hyundai Ioniq ist mit 4,47 Meter etwa so groß wie der Nissan Leaf. Es gibt ihn jedoch (wie den Kia Kona) als Hybrid, als Plug-in-Hybrid und als Elektroauto. Die teuerste ist die reine E-Version für 33.300 Euro. Mit seinem 28 kWh-Akku schafft der Ioniq Elektro gerade mal 280 Kilometer nach NEFZ-Norm -- da ist der Kona Elektro doch wohl ein interessanteres Angebot. Einen Test lesen Sie hier. (Stand: 22. März 2019)

Polestar 2

Polestar 2

Der Polestar 2 ist ein Elektroauto mit 408 PS starkem Allradantrieb. Die Maße sind noch nicht bekannt, doch es gibt bereits Angaben zum Antrieb: Die WLTP-Reichweite soll bei beeindruckenden 500 Kilometer liegen, der Basispreis liegt bei erträglichen 39.900 Euro. Antreten soll das Auto gegen das Tesla Model 3. Marktstart ist allerdings erst Anfang 2020. (Stand: 22. März 2019)

Tesla Model 3

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Das Model 3 wird seit Februar 2019 endlich in Deutschland ausgeliefert. Die 4,69 Meter lange Mittelklasselimousine mit Elektroantrieb bietet über 500 Kilometer WLTP-Reichweite und sprintet in der Topversion in 3,7 Sekunden auf 100 km/h. Zum Start gibt es derzeit nur zwei höherpreisige Varianten mit Allradantrieb: Long Range (54.750 Euro, 560 km) und Performance (65.580 Euro, 530 km). Die Basisversion Standard Range (350 EPA-Kilometer, 35.000 Dollar, also etwa 31.000 Euro) gibt es derzeit nur in den USA. (Stand: 9. April 2019) 

Jaguar I-Pace

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Der Jaguar I-Pace ist mit 4,68 Meter etwa so lang wie das Model 3, aber etwa zwölf Zentimeter höher. So ist auch der Kofferraum (656 bis 1.453 Liter) deutlich größer. Die Optik ist die eines Coupé-SUVs. Der 90-Kilowattstunden-Akku ermöglicht eine Reichweite von 470 Kilometer nach WLTP -- nicht schlecht, aber spürbar weniger als beim Model 3 Long Range. Den Tempo-100-Sprint absolviert der 400 PS starke Allradler in 4,8 Sekunden. Das Ganze kostet natürlich auch eine Kleinigkeit: Bei 78.240 Euro geht es los. (Stand: 22. März 2019) 

Audi e-tron

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Das erste Serien-Elektroauto von Audi ist der e-tron. Der Wagen besitzt zwei Elektromotoren, die für einen Allradantrieb sorgen und 360 PS Peakleistung (für 60 Sekunden) liefern. Im WLTP-Zyklus soll der Wagen über 400 Kilometer Reichweite bieten -- also etwas weniger als der I-Pace. Der Grundpreis liegt in ähnlichen Regionen wie beim I-Pace: Bei 79.900 Euro geht es los. (Stand: 22. März 2019) 

Mercedes EQC

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Der Mercedes EQC ist für 2019 und 2020 schon ausverkauft, obwohl der Wagen erst im Sommer auf den Markt kommt und die Mercedes-Website noch nicht mal den Preis verrät. Angeblich sollen es das Elektro-SUV ab rund 70.000 Euro geben. Basis für den 4,76 Meter lange Wagen ist der GLC: Der Radstand ist exakt der gleiche, und der EQC wird auf der gleichen Produktionslinie gebaut. Der EQC hat wie die Konkurrenz von Audi und Jaguar zwei Elektromotoren, einen pro Achse. Zusammen ergeben sich 300 Kilowatt oder etwa 400 PS. Die WLTP-Reichweite soll 400 Kilometer betragen, also wiederum weniger als beim Jaguar. (Stand: 9. April 2019)

Tesla Model S

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Inzwischen schon ein langjähriges Ärgernis für die deutschen Autohersteller ist das Tesla Model S. Denn eine konkurrenzfähige Elektrolimousine (oder überhaupt ein einigermaßen vergleichbares Elektroauto) gibt es von Audi, BMW, Mercedes, Porsche oder VW nicht. Das Model S gibt es derzeit nur noch in zwei Versionen: "Maximale Reichweite" (früher 100D genannt, 632 km nach NEFZ, 88.730 Euro) und "Performance" (alias P100D, 613 km, 96.880 Euro). (Stand: 22. März 2019)

Tesla Model X

Diese Elektroautos gibt es zu kaufen

Tesla stuft das Model X als SUV ein, aber der Wagen hat auch Van-Elemente. Mit 5,04 Meter und einem Grundpreis von 91.980 Euro gehört er wie das Model S in die Oberklasse. Die Antriebe sind die gleichen wie bei der Limousine. Der Hauptvorteil des Model X gegenüber dem Model S ist wohl der größere Innen- und Kofferraum: Bis zu 2.180 Liter Gepäck sollen in das Auto passen. Die Reichweiten sind durch die andere Bauart allerdings um etwa 70 Kilometer geringer als beim Model S. (Stand: 22. März 2019)