Daimler exportiert seine Autos fast überall hin, aber nicht nach Nordkorea

Im letzten Jahr konnte man den Nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un in einem Rolls-Royce Phantom bewundern. Berichten zufolge ersetzte dieser seinen Mercedes. Allerdings scheint Kims Liebe für deutsche Ingenieurskunst neu entflammt zu sein. Zumindest während seines kürzlichen Aufenthalts in Russland. Wie Sie im Video unter diesem Absatz sehen können, reist Kim in einem (etwas älteren) Mercedes S 600 Pullmann Guard zu den Gesprächen mit Präsident Vladimir Putin.

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Der Mercedes S 600 Guard der Baureihe W221 wurde ab 2008 angeboten. Er ist 6,36 Meter lang, gut 5,3 Tonnen schwer, hat einen 517 PS starken V12 an Bord und kostete neu 920.000 Euro. Das Problem ist nur: Offiziell verkauft Daimler keine Autos nach Nordkorea.

In einem Bericht von Associated Press sagt, Daimler-Sprecherin Silke Mockert, dass das Unternehmen keine Ahnung habe, wie Mercedes-Fahrzeuge nach Nordkorea gelangen. Daimler habe das fundamentale Prinzip, bei der Auslieferung seiner Produkte den Gesetzen zu folgen, fügte sie hinzu. 

Die Vereinten Nationen verbieten den Verkauf von Luxusgütern an Nordkorea. Das beinhaltet auch Limousinen. 

"Unser Unternehmen unterhält seit mehr als 15 Jahren keine Geschäftsbeziehungen zu Nordkorea und hält sich strikt an die von der EU und den USA verhängten Embargos", sagt Mockert in einer schriftlichen Stellungnahme an Associated Press. "Um Lieferungen nach Nordkorea oder an sämtliche seiner weltweiten Botschaften zu verhindern, hat Daimler einen umfassenden Export-Kontrollprozess eingeführt. Verkäufe von Fahrzeugen durch Dritte, insbesondere von gebrauchten Fahrzeugen, liegen außerhalb unserer Kontrolle und Verantwortung."

Es ist nicht das erste Mal, dass es Aufnahmen von Kim Jong-Un in einem Mercedes S 600 Guard gibt. Im Video unten nutzt er die Limousine bei einem Staatsbesuch in Südkorea. Zusätzlich geschützt wird er dabei von seinen berühmten joggenden Bodyguards.

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Quelle: Associated Press | Euronews, Daily Mail via Youtube