Mit Stoffmütze statt Klappdach in die Zukunft

Wer 3 sagt, muss auch 4 sagen: 2013 gliederte BMW die Coupé- und Cabrioversionen auf 3er-Basis in die 4er-Reihe aus. Kein Wunder also, dass nach dem Start der jüngsten 3er-Generation auch die künftigen 4er-Modelle bereits fleißig als Erlkönige erprobt werden. Jetzt wurde das Cabriolet erwischt.

Eine Überraschung ist die Rückkehr zur Stoffmütze anstelle des aufwendigen und teuren Klappdachs des bisherigen Modells. Zwar steht die Frontscheibe durch diese Änderung auch nicht steiler im Wind als bislang, aber durch den niedrigeren Hintern wirkt der gesamte Fahrzeugkörper gestreckter und eleganter. Ein handfester Vorteil ist eine signifikante Reduzierung des Fahrzeuggewichts. Noch gut getarnt, aber dennoch unverkennbar: Wie schon beim neuen 3er geht die BMW-Niere in die Breite. Bei den Stoßfängern des künftigen 4er-Cabriolets scheinen die Designer auf Parallelen zum Z4 zu setzen.

Der Wechsel zum Stoffdach dürfte noch einen weiteren Grund haben: Dadurch kann das neue BMW 4er Cabriolet zum Erben des offenen 2ers werden, der durch die Umstellung der Kompaktbaureihe auf Frontantrieb gestrichen wird. Schon jetzt trennen beide Cabrio-Baureihen nur gut 20 Zentimeter in der Länge.

Offiziell präsentiert wird das nächste BMW 4er Cabriolet wohl nicht vor 2020, motorenseitig erwarten wir keine Überraschungen. Man bedient sich bei der 3er-Reihe (G20): Vierzylinder-Benziner mit 184 und 258 PS, darüber rangiert der Dreiliter-Sechszylinder aus dem M340i mit 374 PS Leistung. Wer beim Offenfahren lieber einen Diesel bevorzugt hat die Wahl zwischen Aggregaten mit 150, 190 und 265 PS.  

Quelle: Automedia

Bildergalerie: BMW 4er Cabrio (2020) Erlkönig