Die Auslieferungen sollen Ende 2019 beginnen. Debüt wohl im September

Wenn ein Modell acht Jahre durchhält, hat es für heutige Verhältnisse ein fast schon biblisches Alter erreicht. Der aktuelle BMW 1er ist seit 2011 unter uns, hält sich aber immer noch sehr wacker. Und für viele Fans dürfte der hinterradgetriebene Kompakte wohl ruhig noch ein paar Jahre dranhängen. Warum? Weil der von Grund auf neuentwickelte Nachfolger erstmals auf Frontantrieb umsattelt. Wann er genau kommt, war bisher jedoch noch nicht so ganz klar. Nun, zumindest bis heute, denn soeben hat BMW verkündet, dass das offizielle Debüt des komplett neuen A-Klasse-Gegners im Herbst diesen Jahres über die Bühne gehen wird. Der Marktstart soll ebenfalls noch 2019 erfolgen. 

Obwohl in der offiziellen Pressemitteilung noch kein konkretes Datum genannt wird, munkelt man, dass der neue 1er seine Weltpremiere auf der Frankfurter IAA 2019 im September feiern wird. Wir gehen allerdings davon aus, dass BMW dem Messetrubel bei einem derart wichtigen Auto entgehen möchte und es der Presse bereits ein paar Wochen früher vorstellt. 

Der kommende 1er wird auf einer Evolution der BMW-Group-Fronttriebler Plattform UKL stehen, die nun als FAAR bezeichnet wird. Erlkönigbilder vom Ex- und Interieur haben wir in den letzten Monaten zu Genüge erhalten. Was dort zu sehen ist, unterscheidet sich schon recht deutlich von den beiden Vorgänger-Generationen.

Die größte Veränderung betrifft aber, wie gesagt, den Umschwung von Heck- auf Frontantrieb. Die meisten Puristen und BMW-Enthusiasten werden darüber sicher nicht besonders erfreut sein, allerdings ist auch klar, dass die große Mehrheit der Kundschaft es entweder nicht bemerken oder dem Ganzen eher leidenschaftslos gegenüberstehen wird.

Die Vorteile für den Hersteller liegen unterdessen auf der Hand. Zum einen erlaubt das neue Packaging deutlich bessere Platzverhältnisse im Innenraum, zum anderen wird BMW Berichten zufolge bis zu 650 Euro pro gebautem Auto verglichen mit dem Vorgänger-Modell einsparen.

Sollte Ihnen der neue 1er formal nicht gefallen, hat man in München wohl bald eine etwas ansehnlichere Alternative im Programm. Denn ebenfalls heute kündigte man mit einem ersten Teaserbild die Ankunft des neuen 2er Gran Coupé an. Die offizielle Vorstellung des Mercedes-CLA-Gegners ist für die Los Angeles Auto Show 2019 im November vorgesehen. Der Markstart soll dann Anfang 2020 erfolgen. 

Unterdessen hat sich BMW aufgrund etwas schwächerer Geschäftszahlen und Drohszenarien wie dem Brexit einen eisernen Sparkurs auferlegt. Man werde "die Angebotskomplexität auf allen Ebenen stark reduzieren". Wie uns zu Ohren gekommen ist, ist der 3er GT eines der ersten Opfer. Er wird keinen Nachfolger erhalten.