Ford legt kräftig zu, Elektroautos im Plus, aber der CO2-Ausstoß steigt

Das Kraftfahrt-Bundesamt, kurz KBA, hat aktuelle Zahlen zu den Neuzulassungen im Januar 2019 veröffentlicht. Sie zeigen viele interessante Entwicklungen. So ist der Pkw-Markt leicht rückgängig, während Elektroautos zulegen können. Gleichzeitig steigt der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Fahrzeug.

Aber der Reihe nach: Im Januar 2019 wurden 265.702 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen, das waren 1,4 Prozent weniger als im Januar 2018. Gut zwei Drittel (66,8 %/+1,6 %) entfielen auf gewerbliche, ein Drittel (33,1 %/-7,0 %) auf private Zulassungen. Trotz des leichten Rückgangs stellt dieses Volumen das zweitbeste Zulassungsergebnis eines Januars seit 20 Jahren dar.

Bei den deutschen Marken legte Ford mit +14,6 Prozent am stärksten zu, gefolgt von Smart (+7,6 %), Audi (+3,7 %) und Mini (+3,3 %). Porsche erfuhr mit -53,8 Prozent den stärksten Rückgang. Möglicher Grund hierfür könnte der Modellwechsel beim 911 sein. Ein Neuzulassungsrückgang zeigte sich zudem bei BMW (-7,5 %), Opel (-6,6 %), VW (-6,5 %) und Mercedes (-4,3 %). Den größten Marktanteil hält unverändert VW mit 19,1 Prozent.

Bei den Importmarken zeigte sich mit +117,5 Prozent bei Tesla ein dreistelliger Zuwachs. Zuwächse von mehr als 30 Prozent verzeichneten Subaru (+46,5 %) und Volvo (+39,7 %). Rückgänge von mehr als 30 Prozent wiesen dagegen Nissan (-39,9 %), Honda (-34,6 %) und Alfa Romeo (-31,6 %) auf. Skoda war mit einem Neuzulassungsanteil von 5,5 Prozent die stärkste Importmarke.

Etwas überraschend: Das Segment "Oberklasse" legte mit +35,7 Prozent am stärksten zu, allerdings dürften hier auch Lieferengpässe durch die WLTP-Umstellung ausgeglichen worden sein. Zweistellige Zugewinne zeigten sich auch bei den Segmenten Utilities (+31,4 %), SUVs (+16,1 %) und Wohnmobile (+10,1 %). Die Neuzulassung von Sportwagen nahm im Vergleich zum Vorjahresmonat um -26,3 Prozent ab. Mit einem ebenfalls zweistelligen Minus endete der Berichtsmonat bei den Segmenten Mini-Vans (-19,5 %), Mittelklasse (-18,4 %) und Kompaktklasse (-11,1 %). Die Kompaktklasse war trotz des Rückgangs das anteilstärkste Segment (21,2 %), dicht gefolgt von den SUVs (20,4 %).

Der Anteil benzinbetriebener Neuwagen überwog trotz Einbuße mit 57,6 Prozent (-8,1 %). Trotz aller Diskussionen um Fahrverbote stieg der Anteil der Dieselneuzulassungen (34,5 %) leicht um 2,1 Prozent. 4.648 neue Elektrofahrzeuge bewirkten einen Zuwachs von 68,2 Prozent und einen Gesamtanteil von 1,7 Prozent. 15.171 Hybridfahrzeuge hatten im Januar 2019 ein Zulassungsplus von +66,4 Prozent und führten zu einem Anteil von 5,7 Prozent. Weniger erfolgreich lief es für den Plug-in-Hybrid: Auf diese Antriebsart kamen 2.119 Pkw, ein Minus von -26,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Anteil von 0,1 Prozent entfiel auf die Kraftstoff-art Erdgas (245 Pkw/-71,7 %), 0,3 Prozent waren flüssiggasbetrieben (898 Pkw/+123,4 %).

Richtig bemerkenswert ist folgender Fakt: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw lag bei 158,7 g/km. Seit dem 1. Januar 2019 werden in den Veröffentlichungen zu Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen ausschließlich die nach der Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (WLTP) ermittelten CO2-Werte ausgewiesen.