Der Sport-Century posiert mit diversen Toyota-Rennwagen und der neuen Supra.

Bedenkt man, wie viel Macht sie haben, würde man eigentlich davon ausgehen, dass die meisten Autobosse super spezielle Fahrzeuge haben. Einfach um zu zeigen, was das eigene Unternehmen so drauf hat. Allerdings scheint Toyota-Chef Akio Toyoda aktuell der einzige Obermotz zu sein, der sein Standing für etwas wirklich Cooles nutzt. Für eine Fahrt zur Rennstrecke mit einer getunten Luxuslimousine zum Beispiel. 

Genau das konnte man kürzlich beobachten, als Toyoda in einem einzigartigen Century GRMN auf dem Track vorfuhr. Ce... was? Nun, der Century ist seit Jahrzehnten das kultige Luxus-Aushängeschild von Toyota. Eine Limousine irgendwo zwischen S-Klasse und 80er-Jahre-Staatskarosse. Hier hat man den guten Century ganz offensichtlich der Toyota-Performance-Abteilung GRMN (Gazoo Racing tuned by Master of Nürburgring) überlassen, die daraus ein Fahrzeug von schwer zu fassender Coolness gemacht hat. Im Video oben sehen Sie, wie CEO Toyoda mit seiner aufgemotzten Edel-Limo ankommt und zu einer Gruppe der Top-Performance-Autos des Herstellers stößt.

Dazu gehören ein Toyota TS050 Langstreckenrenner, ein Prius GT300 aus der japanischen Super GT Serie, ein GT86 Rennauto sowie ein Super Formula Auto mit frei stehenden Rädern. Eine (wie immer) getarnte Variante der neuen Supra darf natürlich auch nicht fehlen. Sie alle stehen Spalier als der Firmenboss erscheint. Der große Auftritt wird stilecht komplettiert durch einen Chauffeur im Rennanzug (samt Chauffeursmütze). 

Toyota positioniert seinen Century als ultimative Luxuslimousine. Die Preise starten bei umgerechnet knapp 155.000 Euro. Nur 50 Exemplare werden im Monat gebaut. Unter der langen Haube befindet sich ein 5,0-Liter-Hybrid mit 376 PS und 510 Nm. Über eine CVT-Automatik geht die Kraft an die Hinterräder. 

Der Umfang der Änderungen an diesem großartigen Century GRMN bleibt vorerst ein Mysterium, einfach weil Toyota bisher nichts dazu gesagt hat. Wir sehen aber einen neuen Mesh-Grill und einen dicken Frontsplitter, von dem aus sich ein roter Streifen bis in die ebenfalls massiveren Seitenschweller zieht. Dazu gibt es am Heck eine subtile Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel. Außerdem fährt dieser Century auf größeren Rädern, hat größere Bremsen und ein bisschen tiefer als das Original sieht er ebenfalls aus. Womöglich hat GRMN also ein wenig an der Fahrwerksabstimmung geschraubt. Die Leistung bleibt laut einem Bericht aus Japan gleich, allerdings soll der GRMN-Century über Allradantrieb verfügen.

Mehr Vorsitzende großer Autohersteller sollten einzigartige (leicht abgefahrene) Fahrzeuge haben. Wir wollen Harald Krüger in einem Rolls-Royce Phantom der M GmbH sehen. Und wenn Audi schon keinen RS 8 baut, dann könnten sie wenigstens ihrem Neu-Chef Bram Schot einen kredenzen.

Quelle: yashichi87able via YouTube