Gut für die Umwelt? Die Kanone wohl eher nicht

Der Toyota Prius gehört wohl zu den friedfertigsten Autos dieser Welt. Kein Vergleich zu aggressiv gestylten SUVs. Wenn man an Toyota-Fahrzeuge mit Bewaffnung denkt, dann wohl am ehesten an den Hilux, dessen Pick-up-Ladefläche öfter als  Maschinengewehr-Stand zweckentfremdet wird. Doch der US-amerikanische Kaffeehersteller Black Rifle Coffee Company (BRCC) hat sich vom umweltfreundlichen Image des Prius nicht abschrecken lassen und eine Schnellfeuerkanone auf dem Dach installiert.

Das seltsam anmutende Projekt dürfte mit dem Firmennamen (Black Rifle) zusammenhängen, jedenfalls ist die installierte Gatling-Kanone pechschwarz. Es dürfte sich also um eine Werbeaktion handeln, wie sie hierzulande kaum denkbar wäre. Ein Kaffeeröster, der mit einem Militärfahrzeug werben würde, würde wohl in Deutschland mindestens Kopfschütteln ernten, wenn nicht offene Ablehnung.

Die M61 Vulcan ist eine sechsläufige Drehkanone, die pro Minute 6.600 Schuss vom Kaliber 20 Millimeter abgeben kann. Die Machinenkanone wird häufig von Kampfflugzeugen wie F16, F18 oder F22 verwendet. Doch der Betrieb ist nicht billig. Eine Sekunde Dauerfeuer kostet 2.970 US-Dollar, also etwa 180.000 Dollar (160.000 Euro) pro Minute. Autsch!

Die sechs Läufe der M61 Vulcan werden normalerweise durch einen hydraulischen Antrieb in Rotation versetzt. Da der Prius teilweise elektrisch fährt, hat BRCC auch für einen elektrischen Antrieb der Kanone gesorgt. Außerdem verwendet die Kanone elektrische Primer statt einer konventionellen Zündung. Der Umbau des Prius beanspruchte über 160 Mannstunden. Unter anderem musste die Innenraum-Ausstattung komplett entfernt werden, um eine Rahmenkonstruktion "für verschiedene Waffentypen" einbauen zu können. Dieser Prius sollte also auch für andere schwere Artillerie geeignet sein.

Quelle: Black Rifle Coffee Company via The Drive