Zum monumentalen Display gesellen sich ein 7-Zoll-Touchscreen auf dem Lenkrad und ein 8-Zoll-Touchpad zwischen den Vordersitzen.

Das chinesische Startup Byton hat die Autowelt auf der letztjährigen Consumer Electronics Show ganz schön in Aufruhr versetzt. Dort zeigte man die Studie M-Byte, ein elektrisches SUV mit einem absolut monumentalen Screen für das Infotainmentsystem. Nun steht in Las Vegas die CES 2019 an und dieses Mal zeigt uns das Unternehmen um den deutschen Macher Dr. Carsten Breitfeld die Serienversion des M-Byte-Interieurs. An der ungewohnt spektakulären Erscheinung des Cockpits hat sich dabei nichts geändert. Nach wie vor thront ein gigantöses 48-Zoll-Display über dem Armaturenbrett. Oder um es anschaulicher zu machen: Das Teil ist etwas breiter als sieben nebeneinander liegende iPads. Und plötzlich wirkt Teslas 17-Zoll-Bildschirm gar nicht mehr so groß, hm?

Das sogenannte "Shared Experience Display" (SED) ist der mit Abstand größte Bildschirm, den Sie derzeit in einem Auto finden werden. Er erstreckt sich von einer A-Säule bis zur anderen. Das mag auf den ersten Blick ein wenig verwirrend und ablenkend wirken, Byton verspricht allerdings, dass der XXL-Screen die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt. Der Neu-Autobauer betont auch, dass das SED alle Sicherheits- und Crash-Standards der Märkte erfüllt, auf denen der M-Byte verkauft werden soll.

Hier sehen Sie einen Vergleich zwischen der 2018er Studie (links) und der 2019er Serienversion (rechts).

Byton Concept electric crossover
Byton M-Byte production version

Jetzt könnte man meinen, so ein 48-Zoll-Bildschirm würde für den Innenraum eines einzigen Autos völlig ausreichen. Byton sieht das aber völlig anders und gönnt seinem M-Byte-SUV gleich noch einen weiteren Screen im Lenkrad. Ein kleines Stückchen oberhalb des Airbags angeordnet, erlaubt dieser 7-Zöller dem Piloten die Konfiguration des Fahrzeugs sowie das Bedienen der diversen Funktionen des SED. 

Aber Sie ahnen es wohl bereits - da kommt noch mehr. Denn im Vergleich zum letztjährigen Concept Car hat das fertige Produkt noch einen 8-Zoll-Bildschirm zwischen den beiden vorderen Sitzen hinzugewonnen. Mit diesem soll auch der Beifahrer die umfangreichen Features des SED steuern können. Und weil es nichts Schöneres gibt, als ein Auto mit zu vielen Bildschirmen, kriegen auch die Hinterbänkler eigene, mit dem Infotainmentsystem verbundene Displays. 

Abgesehen von sehr viel Bildschirmfläche hat dieses Auto aber auch andere nützliche Dinge zu bieten. Es handelt sich ja noch immer um ein vollelektrisches SUV. Dessen offizielle Vorstellung mit allen wichtigen Fakten und Daten ist für Mitte des Jahres vorgesehen. Ende 2019 startet dann die Massenproduktion im neu aufgesetzten Werk im chinesischen Nanjing. Käufer des M-Byte werden zwischen Modellen mit 71-kWh-Batterie/400 Km Reichweite und Varianten mit 95-kWh-Akku/520 Km Reichweite wählen können. Für das Basismodell ist ein Startpreis von umgerechnet knapp 39.000 Euro vorgesehen.

Der Byton M-Byte wird zuerst in China auf den Markt kommen. Nordamerika und Europa sollen 2020 folgen.

Bildergalerie: Byton M-Byte: Das Elektro-SUV auf der CES 2018 in Las Vegas