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Tavares: "Der gesamte Lebensstil der westlichen Gesellschaft muss sich ändern"

PSA-Chef zum Thema Klimawandel durch CO2

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Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

13. Dez. 2018 um 17:02 Uhr

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PSA-Chef Carlos Tavares ist sich sicher: Der westliche Lebensstil muss sich wegen des Kohlendioxid-Problems ändern. In einem Gespräch mit Hervé Le Treut, Klimaforscher und Co-Autor des 5. IPCC-Berichts, sprach der Konzernchef nun über den Klimawandel. Der Konzern hat nur Auszüge daraus als Video veröffentlicht.

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PSA sei gerade dabei, einen Langzeitplan für den Konzern festzulegen, so Tavares. Dabei wurden sieben Trends identifiziert, darunter den Klimawandel. Die Geschwindigkeit, mit der der Autoindustrie  Elektroautos auf den Markt bringen soll, passt laut Tavares nicht zu den Preiserwartungen der Käufer. In dem Video werden in einer Einblendung die weltweit wichtigsten CO2-Produzenten genannt: Energie (25%), Landwirtschaft (23%) und Industrie (21%), der Tansportsektor steht mit 15 Prozent erst auf Platz vier. Die Veränderungen müssen daher "weit über den automobilen Sektor hinausgehen", meint Tavares. „Der gesamte Lebensstil der westlichen Gesellschaft muss sich ändern."

Im Jahr 2017 stießen Neuwagen in der EU durchschnittlich 119 Gramm pro Kilometer aus. Für 2021 hat die EU einen Flottengrenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer festgelegt, bis 2030 soll dieser Wert dann nochmals sinken, möglicherweise auf 57 Gramm. Dieser Wert wird als Durchschnitt über die gesamten Verkäufe eines Konzerns ermittelt. Es hilft also nichts, nur viele emissionsarme Fahrzeuge anzubieten, sie müssen auch verkauft werden. Der Verkauf von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden (bis 50 Gramm CO2 pro Kilometer) wird durch die so genannten Super-Credits besonders positiv gewichtet. Im Jahr 2020 wird ein E-Fahrzeug doppelt gezählt. Das geht so: Wird ein Fahrzeug mit einer Emission von 160 Gramm pro Kilometer und ein reines Elektroauto verkauft, so ergibt sich ein Durchschnittswert von 53 Gramm (einmal 160 Gramm plus zweimal null Gramm, geteils durch drei). Der Faktor sinkt allerdings bis 2023 auf eins.

Was passiert, wenn ein Hersteller den Flottengrenzwert von 95 Gramm nicht einhält? Er bezahlt Strafe, und zwar 95 Euro für jedes Gramm zuviel. Beispiel: Ein Auto mit einer CO2-Emission von 160 Gramm pro Kilometer liegt 65 Gramm über dem Grenzwert, pro verkauftem Auto zahlt der Hersteller in diesem Fall 6.175 Euro.

 

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