Grenzwert soll bis 2030 auf 57 Gramm sinken

Die CO2-Emissionen von Neuwagen sollen nach dem Willen des EU-Parlaments weiter deutlich sinken. Seit einigen Jahren wird für jeden Hersteller ein sogenannter Flottenverbrauch errechnet, das heißt ein durchschnittlicher Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge. Seit 2015 gilt dafür der Grenzwert von 130 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer, ab 2020 wird der Wert nur noch 95 Gramm betragen. Derzeit diskutiert die EU, wo der Grenzwert im Jahr 2030 liegen soll. Das Europäische Parlament hat sich nun für eine Absenkung um weitere 40 Prozent (gegenüber den 95 Gramm) ausgesprochen. Das heißt, der Grenzwert soll ab 2030 bei nur noch 57 Gramm liegen.

Beschlossen ist der neue Grenzwert damit noch nicht, er stellt lediglich die Position des Parlaments für die Verhandlungen mit der EU-Kommission und den Mitgliedsländern dar. Die Kommission hatte sich für eine Reduktion von 30 Prozent ausgesprochen. Dieser Forderung hatte sich jüngst auch die Bundesregierung angeschlossen. Zu erwarten ist daher, dass der Grenzwert wohl irgendwo dazwischen liegen wird.

Hintergrund für die Verschärfung der CO2-Grenzwerte ist, dass sich die Europäische Union dazu verpflichtet hat, den gesamten CO2-Ausstoß (also nicht nur den verkehrsbedingten) bis 2030 um 40 Prozent (gegenüber dem Jahr 1990) zu reduzieren. Die Bundesregierung hat im Jahr 2007 beschlossen, dass Deutschland seine Emissionen schon bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent verringern soll. Bis 2014 wurde laut Umweltbundesamt zwar immerhin eine Emissionsminderung um 28 Prozent erreicht, beim Verkehr war aber nur eine Verminderung um drei Prozent zu verzeichnen. Seither stiegen die CO2-Emissionen im Verkehr wieder an. Grund ist, dass zwar die Emissionen pro gefahrenem Kilometer sinken, dieser Fortschritt aber durch den immer stärker werdenden Verkehr wieder aufgefressen werden.