Porsche 964 im Retro-Look: Hier kommt der deutsche Singer

Die Firma dp motorsport im rheinischen Overath hat in den letzten fünf Jahren bereits einige unübersehbare Porsche-964-Classic-Umbauten auf die Straße gebracht. Nahezu weltbekannt wurde dp motorsport in den 1980er-Jahren unter anderem durch die Realisierung einer ausgefallenen (weil undenkbar scheinenden) Eigenkreation: eine „Kombivariante“ des Porsche 944 namens Cargo. Von den acht gebauten Exemplaren wurden rund die Hälfte nach Skandinavien verkauft.

Nun hat man sich dem Restomod-Business verschrieben. Ähnlich wie bei Singer kann man Porsche 911 neueren Datums auf nostalgisch trimmen lassen. Der Kundschaft steht mittlerweile eine überaus große „Backdating“-Variantenvielfalt zur Verfügung, aus der es auszuwählen gilt: Von schlichten, schmalen F-Modell-Replikaten mit zirka 280 PS bis hin zu absoluten Leichtbau-Rennmaschinen im Look des legendären RSR mit Entenbürzel und 325 PS. Entweder, man bringt seinen eigenen Porsche 964 zum Umbau nach Overath, oder man ordert ein Komplettpaket mit einem von Grund auf überholten Basisfahrzeug.

Die neueste Kreation von dp motorsport ist ein 964 Carrera 2 in Irisch-Grün, bei dem die Karosserie gegenüber der Ausgangsbasis pro Seite um ca. 25 mm verbreitert und schwungvoll-muskulös übermodelliert wurde. Der Karosseriekit wurde aus CFK-Kunststoff gefertigt und trägt die interne Bezeichnung „964 Classic Carrera Widebody“.

Das Fahrwerk blieb bei diesem Fahrzeug selbstverständlich auch nicht verschont. Die KW-Clubsport-Federbeine mit Unibal-Domlagern, sowie die PU-Buchsen an den Vorderachslenkern und die Unibal-Lagerungen an der Hinterachse tragen zur sportlichen Abstimmung bei. In den Radläufen „arbeiten“ geschmiedete Fuchsfelgen in 8x17 mit Michelin Pilot Sport in 225/45-17 an der VA bzw. in 9x17 mit 255/40-17 an der HA. Der 3,8-Liter-Boxermotor stellt 325 PS zur Verfügung, das Getriebe ist ein G50 mit fünf Gängen und RS-Differentialsperre.

Mit großem Aufwand bis ins Detail wurde auch die Innenausstattung umgestaltet. Neben den Sportsitzen von Recaro mit braunem Porsche-Leder und Pepita-Stoff erfreuen auch der komplette Teppich in beigefarbenem Bouclé und ein Prototipo-Lenkrad von Momo das Auge. Das Armaturenbrett, der Mitteltunnel und diverse weitere Details sind mit Alcantara bezogen. Der Schaltknauf besteht aus mehrschicht-verleimtem Holz und ein Porsche-Classic-Navi-Radio mit USB und Bluetooth weist den Weg. Der Preis für den schnellen Iren beträgt 198.000 Euro inklusive den Wert des Basisfahrzeugs.

Bildergalerie: Porsche 964 "Speedy Irishman" by DP Motorsport