Das ist der neue Mercedes CLS
Viertüriges Coupé kommt mit neuem Design und S-Klasse-Technik
Designer-Interieur
Der Design-Gedanke scheint beim neuen Mercedes CLS also schon arg im Vordergrund zu stehen. Aber irgendwie muss man es der Kundschaft ja schmackhaft machen, dass sie mehr Geld für ein größeres Auto mit weniger Platz ausgibt (verglichen mit der plattformspendenden E-Klasse). Innen übrigens das gleiche Bild. Im Vergleich mit E-Klasse Limousine und Kombi wirkt der neue CLS nobler, schicker, flamboyanter irgendwie. Wir sehen einen Mix aus E-Klasse Coupé und S-Klasse. Ein wenig hauseigenes CLS-Aroma haben die Interieur-Designer aber ebenfalls mit in die Kiste gepackt. In Form neuer Sitze zum Beispiel, die extra für die neue Baureihe entwickelt wurden und je nach Ausstattung mit aufwendiger Steppung glänzen. Ebenfalls ganz neu: Die schneidigen Turbinenform-Lüftungsdüsen sind erstmals beleuchtet. Sie reagieren sogar auf die Klimasteuerung. Sprich: Wenn Sie die Temperatur wärmer stellen, leuchten sie kurz rot, stellen sie kälter, wird es blau.
Erstmals fünf Plätze
Das monumentale Kombi-Display (2x12,3 Zoll, zusammengefasst unter einem Deckglas) kennen Sie aus den diversen E- und S-Klasse-Varianten. Das volle Assistenzsysteme-Paket ist auf dem neuesten Stand der kürzlich gelifteten S-Klasse. Inklusive aller semiautonomen Fahrhilfen. Das umfasst auch den verbesserten Spurwechsel-Assistenten sowie die automatische Geschwindigkeitsanpassung vor Kreisverkehren, Ortsschildern oder anhand von Verkehrszeichen. Guthaben auf dem Praktiker-Konto sammelt der neue CLS durch 520 Liter Kofferraum, klappbare Rückenlehnen und fünf Sitzplätze (bisher gab es nicht mehr als vier).
Zum Start drei Mal Sechszylinder
Was die Motoren betrifft, setzt der 2018er CLS auf die neuesten Reihensechszylinder aus der S-Klasse. Die beiden Dreiliter-Diesel leisten 286 PS und 600 Newtonmeter (CLS 350d) sowie 340 PS und 700 Newtonmeter (CLS 400d). Einziger Benziner ist vorerst der Dreiliter-Biturbo mit EQ-Boost (neuschwäbisch für Starter-Generator) und 48-Volt-Bordnetz im CLS 450. Er bringt es auf 367 PS und 500 Newtonmeter, wobei der integrierte E-Motor kurzzeitig mit bis zu 22 PS und 250 Newtonmeter aushelfen kann. Beim Beschleunigen etwa oder beim Segeln. Allen Versionen gemein sind der 4Matic-Allrad und eine Neungang-Automatik. Die Selbstzünder gehen in 5,7 beziehungsweise in 5,0 Sekunden auf 100 km/h und verbrauchen 5,6 Liter. Der Benziner schafft die 0-100 km/h in 4,8 Sekunden und hat einen Norm-Durst von 7,5 Liter. In der offiziellen Mitteilung spricht Mercedes auch von neuen Vierzylindern, vergisst dann aber zu erwähnen, welche. Wir rechnen als Einstieg mit dem 194-PS-Diesel aus der E-Klasse. Auch der kürzlich im E-Klasse Coupé vorgestellte 350er-Benziner, ein 2,0-Liter-Turbo mit Starter-Generator, 48-Volt-Bordnetz und 299 PS (plus 14 PS Boost), dürfte zeitnah folgen.
CLS-Marktstart im März 2018
Was die Fahrwerke betrifft, hat der Kunde beim neuen CLS die Qual der Wahl. Neben einem eher komfortabel ausgelegten Standard-Stahlfahrwerk gibt es auch eine sportlichere Variante mit adaptiven Dämpfern oder ein adaptives Luftfahrwerk. Eine ausgewachsene AMG-Version dürfte es übrigens genauso wenig geben wie eine Neuauflage des CLS Shooting Brake. Den Hardcore-V8-AMG-Part übernimmt – wohl ab Mitte bis Ende 2018 – der komplett neue viertürige AMG GT. Und den kombihaften Shooting Brake wollten zuletzt einfach nicht genug Menschen haben. Marktstart für die dritte Generation des Mercedes CLS ist im März 2018. Die mittlerweile zum Inventar gehörende Edition 1 verwöhnt natürlich auch beim neuen CLS Schnellentschlossene mit einer ganzen Reihe an luxuriöser Zusatzausstattung. Dazu gehören ein AMG-Exterieur, 20-Zöller und ein speziell ausgekleideter Innenraum. Die Preise stehen noch nicht fest.
Bildergalerie: Das ist der neue Mercedes CLS
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