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Opel Karl: Das kostet der neue Kleinstwagen

Karl der Kleine

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Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

14. Jan. 2015 um 12:49 Uhr

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Bei der Enthüllung von Opels kleinstem Modell sorgten zwei Dinge für Aufsehen: Zum einen der ungewöhnliche Name Karl. Zum anderen das Versprechen, der Karl werde bei unter 10.000 Euro starten. Nun rückt die Marke mit dem Grundpreis des im Juni 2015 startenden Stadtflitzers heraus.

Noch kompakter
Doch betrachten wir zunächst andere Fakten. Der Opel Karl löst den Agila ab. Gegenüber diesem ist der Karl um sechs Zentimeter kürzer (3,68 Meter) und um elf Zentimeter niedriger (1,48 Meter). Allerdings gibt es mit 2,38 Meter gut zwei Zentimeter mehr Radstand, um ähnliche Raumverhältnisse zu schaffen. Der stets fünftürige Karl wiegt 939 Kilogramm, bei Beladung bis zum Dach passen 940 Liter Gepäck ins Heck. Allerdings ist erst in der Topausstattung eine 60:40 umklappende Rückbank Serie.

Mit Drei dabei
Einziger Motor im Programm ist der Einliter-Benziner mit drei Zylindern und 75 PS. Dieses Saugaggregat ist ein Ableger der Turbo-Maschinen mit 90 und 115 PS im Adam und Corsa. Beim Karl wird die Leistung über ein Fünfgang-Schaltgetriebe weitergeleitet. Optional ist für 250 Euro Aufpreis ein Eco-Paket mit aerodynamisch optimierter Frontspoilerlippe und Dachspoiler erhältlich. Mit dabei sind auch rollwiderstandsarme Reifen. Insgesamt soll damit der Verbrauch auf 4,3 Liter sinken.

Für gehobene Ansprüche
Drei Ausstattungen stehen für die Freunde von Karl bereit: Selection, Edition und Exclusiv. Der Karl Selection startet bei 9.500 Euro, allerdings ohne Klimaanlage. Im Paket mit einem Radio werden hierfür 850 Euro fällig. Serienmäßig hat der Selecton eine Berganfahrhilfe an Bord. In der Edition-Version sind ein leichtgängiger City-Modus für die Servolenkung sowie ein Tempomat mit Geschwindigkeitswarner im Preis inbegriffen. Noch mehr Luxus bietet der ,Exklusiv". Hier findet der Kunde ab Werk ein Radio mit sechs Lautsprechern, USB-Stecker und Bluetooth-Einrichtung und das sogenannte Funktions-Paket vor. Es beinhaltet einen Spur-Assistenten und Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht. Ansonsten werden 325 Euro aufgerufen. Generell sind die Aufpreise für Extras moderat: Für 250 Euro gibt es Parkpiepser hinten, mit 395 Euro schlägt die Kombination aus Sitz- und Lenkradheizung zu Buche. Wie ein Opel-Sprecher auf Nachfrage mitteilte, wird es für den Karl Selection nur eine begrenzte Auswahl an Optionen geben, für den Edition ist hingegen fast alles erhältlich. Der Exclusiv komme nahe an eine Vollausstattung heran. Opel sei es wichtig, dass der Karl ein für Kunden wie Händler einfaches Aufpreissystem habe.

Klima? Fehlanzeige!
Wo steht die Konkurrenz? Eines vorweg: Alle Basismodelle in der Karl-Klasse verzichten auf eine Klimaanlage. Umso heftiger sind die 11.855 Euro für einen fünftürigen VW Up mit 75 PS. 9.690 Euro ruft Suzuki für den neuen Celerio mit 68 PS auf, ein PS weniger hat der Hyundai i10. Er beginnt bei 9.950 Euro. Etwas schwächer als der Opel Karl ist auch der 69 PS starke Fiat Panda. Er kostet mit 9.490 Euro fast gleich viel, wird aber häufig als noch billigeres Sondermodell mit Klimaanlage angeboten. Preiswerter als der Agila (in der Basis auch ohne Klima) ist der Karl hingegen schon, nämlich 1.285 Euro.

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