Jedes Auto mit V12-Motor, das Sie 2025 noch erwerben können
Marken wie Aston Martin, Ferrari und Pagani halten den Zwölfzylinder-Traum auch 2025 am Leben
Der Zwölfzylinder ist eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Früher gab es Dutzende von Sportwagen und Luxusmaschinen mit V12-Motoren, aber aktuell vertrauen tatsächlich nur noch 11 verschiedene Fahrzeuge auf die ikonische Motorisierung.
Warum dieser Wandel? Der Grund liegt auf der Hand: Immer schärfere CO2-Regelungen machen die großen Aggregate für die Hersteller immer mehr zu dem, was sie auch für die Kundschaft sind - ein sehr teurer Luxus. Zudem werden sie aufgrund fortschreitender Antriebstechnologie auch einfach nicht mehr wirklich gebraucht. Zum Glück halten Unternehmen wie Aston Martin, Ferrari und Rolls-Royce den V12-Traum trotzdem weiter am Leben.
Dieser Traum hat natürlich seinen Preis. Der Eintritt in den V12-Club ist nicht billig: Die günstigsten Autos auf dieser Liste kosten weit über 200.000 Dollar, während die teuersten Modelle die 1-Million-Dollar-Marke überschreiten.
Aston Martin Vanquish
5,2-Liter-Biturbo-V-12
835 PS
ab 386.000 Euro
Der Vanquish mag seinen Geschwistern Vantage und DB12 halbwegs ähnlich sehen (in Wirklichkeit ist er deutlich attraktiver, sicher eines der schönsten Autos der jüngeren Vergangenheit), aber er unterscheidet sich in einem ganz wichtigen Punkt: Er hat vier zusätzliche Zylinder. Unter der nicht enden wollenden Motorhaube des Aston-Flaggschiffs befindet sich ein V12 mit Biturboaufladung, der 835 PS und 1.000 Nm Drehmoment leistet und damit zu den stärksten auf dieser Liste gehört.
Ferrari 12Cilindri
6,5-Liter-V12
830 PS
ab 395.000 Euro
Wie könnte man einem Motor besser Tribut zollen, als ein ganzes Auto nach ihm zu benennen? Genau das hat Ferrari mit dem 12Cilindri getan. Der 12Cilindri ist der neueste Super-Grand-Tourer des Unternehmens. Mit Frontmotor und einem sagenhaften Retro-Design, das an den legendären 365 GTB/4 Daytona erinnert.
Sein Herzstück ist das Kronjuwel von Ferrari: Ein 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit einer Leistung von 830 PS und einem Drehmoment von 678 Nm. Die Drehzahlgrenze liegt bei stratosphärischen 9.500 U/min. Es mag teurere Ferraris geben (nicht, dass der 12Cilindri ausgesprochen günstig wäre), aber wenn es um den Klang geht, reicht ihm keiner das Wasser.
Ferrari Purosangue
6,5-Liter-V12
725 PS
ab 390.000 Euro
Der 12Cilindri ist nicht der einzige Ferrari mit V12, den Sie aktuell kaufen können. Es gibt auch den Purosangue. Er ist das erste SUV von Ferrari (auch wenn Sie dieses Wort niemals vor einem Ferrari-Offiziellen verwenden sollten) und vermutlich gibt es kein anderes SU ... äh keinen anderen Crossover, der mehr Fahrvergnügen bietet. Der Purosangue verfügt über eine 715-PS-Version des 6,5-Liter-Saugmotors mit 617 Nm Drehmoment, das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sitzt im Heck.
Obwohl der Purosangue wie ein Crossover aussieht, fährt er sich eher wie die beste Sportlimousine der Welt, einfach weil: Ferrari. Abgesehen von dem horrenden Preis ist der einzige wirkliche Nachteil die lästige berührungsempfindliche Infotainment-Steuerung. Hier geht es zu unserem Test des Purosangue.
Gordon Murray Automotive T.33
3,9-Liter-V12
615 PS
ca. 1,6 Millionen Euro plus Steuern
Obwohl der T.33 das günstigste Angebot von GMA ist, ist er alles andere als ordinär. Er leiht sich den phänomenalen 3,9-Liter-V12-Sauger vom teureren T.50, hier allerdings gedrosselt auf 615 PS und eine Drehzahl von "nur" 11.100 U/min.
Einzige Getriebeoption ist hüben wie drüben ein Sechsgang-Schaltgetriebe von Xtrac. Ursprünglich wollte Gordon Murray auch ein Doppelkupplungsgetriebe anbieten, aber so wenige Leute wollten eines, dass er die Option wieder von der To-do-Liste strich. Das manuelle Getriebe lebt und ist gesund, Leute.
Gordon Murray Automotive T.50
3,9-Liter-V12
673 PS
ca. 2,8 Millionen Euro plus Steuern
Betrachten Sie den GMA T.50 als eine moderne Interpretation des legendären McLaren F1. Er wurde von Gordon Murray, dem Konstrukteur des F1, entworfen und verwendet das gleiche Grundlayout: V12-Saugmotor, Sechsgang-Schaltgetriebe, Schmetterlingstüren und drei Sitze, wobei der Fahrer in der Mitte platziert ist.
Der V12 stammt von Cosworth, hat 3,9 Liter Hubraum, leistet 673 PS und dreht schwer zu fassende 12.100 Touren. Lediglich 100 Exemplare sollen entstehen, der Preis liegt bei etwa 2,8 Millionen Euro plus Steuern. Damit ist der T.50 das seltenste und teuerste Auto auf dieser Liste.
Lamborghini Revuelto
6,5-Liter-V12-Hybrid
1.015 PS
ab 502.000 Euro
Lamborghini hat in seinen Flaggschiff-Supersportwagen schon immer Zwölfzylinder-Motoren verwendet. Dass jetzt im Ober-Lambo erstmals Hybrid-Technologie zum Einsatz kommt, ändert daran glücklicherweise nichts. Die drei Elektromotoren mögen beim Revuelto die große Neuigkeit sein, aber der wahre Star ist ein 6,5-Liter-Saugmotor mit 12 Zylindern, der es allein auf 825 PS bringt. In Kombination mit den E-Motoren überschreitet der Revuelto die 1.000-PS-Marke.
Die atemberaubende Leistung wird nur noch durch den heroischen Klang des Motors übertroffen, wenn er sich in den astronomisch hoch angesetzten roten Bereich (9.250 U/min) schraubt.
Mercedes-Maybach S680
6,0-Liter-Biturbo-V12
612 PS
ab 217.000 Euro
Es spricht für den Zwölfzylinder, dass er sowohl in exotischen Hochdrehzahl-Supersportlern, als auch in den luxuriösesten, komfortabelsten Nobel-Limousinen zu Hause ist. Der Mercedes-Maybach S 680 ist ein hervorragendes Beispiel für Kategorie Zwei.
Traurigerweise ist er das letzte Auto des Sterns, das einen Zwölfzylinder unter der Haube trägt und die unübertroffene Opulenz eines solchen Triebwerks erlebbar macht. Gewiss gibt es bei der kleineren, deutlich günstigeren Maybach-S-Klasse mit 530-PS-Achtzylinder auf der Straße kaum Einbußen, aber nichts geht über den seidenweichen Leerlauf und die mühelose Beschleunigung eines richtigen V12. Hier finden Sie unseren Test der Mercedes-Maybach S-Klasse.
Pagani Utopia
6,0-Liter-Biturbo-V12
864 PS
2,56 Millionen Euro
Der Maybach S 680 ist nicht das einzige Auto, das einen von Mercedes gebauten V12 verwendet. Pagani, in Italien ansässiger Kreateur edelster Kleinserien-Supersportwagen (manche würden sicher behaupten, bei Horacio Paganis Werken verschmelzen Automobilbau und Kunst), bezieht seine Motoren seit der Gründung des Unternehmens in den 1990er Jahren von AMG.
Wie alle Autos von Pagani verfügt auch der Utopia über einen Zwölfzylinder, der wie im Huayra über Biturbo-Aufladung verfügt. Der Motor dreht nur 6.700 Touren, aber er leistet 864 PS - so viel wie kein anderer Motor hier. Und wie die meisten anderen Motoren hier, klingt er absolut göttlich. Hier geht es zum Test des Utopia.
Rolls-Royce Cullinan
6,7-Liter-V12
571 und 600 PS
ab circa 330.000 Euro
Bentley hat kürzlich seinen langjährigen Flaggschiff-Motor W12 zugunsten eines V8-Hybrid-Aggregats in den Ruhestand versetzt. Hauptkonkurrent Rolls-Royce geht einen anderen Weg - zumindest vorerst. Abgesehen von seinem einzigen Elektroauto, dem Spectre, verwenden alle Modelle weiterhin V12-Motoren.
Der Cullinan verwöhnt mit einer 6,7-Liter-Biturbo-Maschine. In der Standard-Ausführung leistet sie 571 PS. Im sportlicheren Black Badge sind es 600 PS. Anders als der Purosangue, der klar die Fahrdynamik in den Vordergrund stellt, nutzt das Rolls-SUV seinen Zwölfzylinder für ultimativ ruhiges, komfortables Autofahren.
Rolls-Royce Ghost
6,7-Liter-Biturbo-V12
571 und 600 PS
ab circa 330.000 Euro
Obwohl der Ghost das "Einstiegs"-Modell von Rolls-Royce ist, nutzt er den gleichen Biturbo-V12 wie der Cullinan. Ebenfalls in zwei Leistungsstufen mit 571 PS oder 600 PS in der Black Badge-Variante. Für gewöhnlich pfeift Rolls auf Fahrleistungen. Sie kennen dazu bestimmt den Standard-Terminus "ausreichend". Hier jedoch gibt es einen 0-100-km/h-Beschleunigungswert von 4,6 Sekunden. In Anbetracht des Gewichts sicher mehr als "ausreichend".
Auch wenn das Handling beim Ghost keine Priorität hat, tragen die 50/50-Gewichtsverteilung, die Allradlenkung und die adaptive Aufhängung zu einer sehr vernünftigen Fahrdynamik bei.
Rolls-Royce Phantom
6,7-Liter-Biturbo-V-12
571 PS
ab circa 500.000 Euro
Der Rolls-Royce Phantom ist sicher das Nonplusultra, wenn es um kompromisslosen Luxus geht. Für viele ist er die komfortabelste, opulenteste und entspannendste Maschine auf vier Rädern. Für den Phantom ist nur das Beste gut genug, da kann es freilich auch nichts anderes als ein V12 sein.
Wie der Cullinan und der Ghost setzt auch der Phantom auf das hauseigene 6,7-Liter-Aggregat mit 571 PS. Während der Fahrt werden Sie das allerdings kaum wahrnehmen, denn die vielen Schalldämpfer und all die Dämmung verschleiern jeden Hauch von Motor-/Auspuffgeräuschen.
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