Home
Aston Martin
Vanquish
News
Neuer Aston Martin Vanquish (2025): Der V12 lebt weiter
Mit seiner wunderschönen Kohlefaser-Karosserie ist er ein echter Hingucker

Bild von: Aston Martin

Von: Chris Perkins
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
2. Sep. 2024 um 22:31 Uhr
Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F731947%2Faston-martin-vanquish-2025-vorstellung%2F&text=Neuer%20Aston%20Martin%20Vanquish%20%282025%29%3A%20Der%20V12%20lebt%20weiter&via=Motor1DE)
- Kopie
Teilen
Für manche Leute ist nur ein V12 ausreichend. Es spielt keine Rolle, dass der 4,0-Liter-Twin-Turbo-V8 im DB12 680 PS leistet und hervorragend klingt - er hat einfach zu wenig Zylinder. Deshalb lässt Aston Martin einen der größten Namen der Autowelt mit einem V12 wieder aufleben: den Vanquish.
Nach sechs Jahren Abwesenheit und einem gescheiterten Versuch, einen Mittelmotor-Supersportwagen zu bauen, ist der Aston Martin Vanquish zurück und kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Es handelt sich um einen unverschämt großen, leistungsstarken und luxuriösen GT-Wagen mit einem 5,2-Liter-Biturbo-V12, der 835 PS leistet und eine Höchstgeschwindigkeit von 345 km/h erreicht.
Bildergalerie: 2025 Aston Martin Vanquish In New York

28

Quelle: Aston Martin
Der Motor hat die gleichen Grundmaße wie der bisherige Aston-V12, wurde aber im Vergleich zu seinem Vorgänger stark überarbeitet. Um sowohl die Leistung als auch das Drehmoment - monströse 1.000 Newtonmeter - zu steigern und gleichzeitig die immer strengeren Emissionsvorschriften zu erfüllen, erhält der V12 einen neuen Block, Köpfe, Anschlüsse, Nockenwellen, Pleuelstangen, Turbolader, Einspritzdüsen und verlegte Zündkerzen. Also im Grunde alles. Aston sagt, der Motor sei vom alten nicht mehr zu unterscheiden.
Wie beim alten DBS Superleggera ist der Motor mit einem hinten montierten Achtgang-Automatikgetriebe gekoppelt, aber wie der neue Vantage und der DB12 verfügt er über ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial.
Mit 160 PS pro Liter liefert dieses Triebwerk die höchste spezifische Leistung, die jemals von einem V12-Motor aus dem Hause Aston Martin erreicht wurde. Damit steht der Vanquish 2024 an der Spitze einer kontinuierlichen Evolution. Seit der Einführung des DB7 Vantage im Jahr 1999 haben sich die Leistungs- und Drehmomentwerte der V12-Flaggschiffmodelle von Aston Martin verdoppelt.

Aston Martin Vanquish_11
Aston Martin
Zu den technischen Highlights des neuen V12-Motors gehören ein verstärkter Zylinderblock und Pleuel, neu gestaltete Zylinderköpfe mit neu profilierten Nockenwellen sowie neue Ein- und Auslasskanäle. Neu positionierte Zündkerzen und neue Einspritzdüsen mit höherer Durchflussrate sorgen für eine optimierte Verbrennung und damit für klassenbeste Leistung und verbesserte Effizienz. Darüber hinaus sorgen neue Turbolader mit höherer Drehzahl und geringerem Trägheitsmoment für mehr Leistung und eine verbesserte Gasannahme.
Im Detail wurden die neuen Turbolader mit reduziertem Trägheitsmoment und höherer Drehzahl (+15 %) verbaut, um mehr Energie aus den Abgasen zu nutzen, dem Motor mehr zuzuführen und den neuen V12-Motor auf eine neue Leistungsstufe zu heben. Neue Einspritzdüsen mit einer um zehn Prozent höheren Durchflussrate ermöglichen es dem Motor, seine Spitzenleistung zu erreichen und gleichzeitig die Emissionsziele zu erfüllen.

Aston Martin
Der Motor verfügt außerdem über eine neue Funktion namens Boost Reserve, mit der der Ladedruck über das bei Teilgas erforderliche Maß hinaus erhöht werden kann, so dass der Fahrer, wenn er mehr Leistung benötigt, bereits über Ladedruck verfügt. Dies geschieht durch eine sorgfältige Abstimmung zwischen der Drosselklappe und dem elektronisch gesteuerten Wastegate. Aston Martin sagt, dass die Endübersetzung so gewählt wurde, dass eine hohe Höchstgeschwindigkeit möglich ist, aber die Beschleunigung ist immer noch stark - von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden.
Wie alle modernen Astons hat der Vanquish ein Monocoque-Chassis aus geklebtem und stranggepresstem Aluminium, aber im Gegensatz zum DB12 und Vantage besteht die Karosserie größtenteils aus Kohlefaser. Aston gibt ein Trockengewicht von 1.774 kg in an an. Bei den Reifen handelt es sich um einen maßgeschneiderten Satz Pirelli P-Zero in den Größen 275/35 vorne und 325/30 hinten. Zur Standardausstattung gehören auch Schmiederäder und Karbon-Keramik-Bremsen, die die ungefederten Massen in Schach halten.



Aston Martin
Außerdem gibt es jede Menge ausgefeilter Fahrwerkstechnik. Der Vanquish verwendet Bilstein DTX-Dämpfer wie der neue Vantage und der DB12 und verfügt außerdem über eine sechsachsige Trägheitsmesseinheit, die eine präzisere Steuerung der Dämpfer, des E-Diffs und der Traktions-/Stabilitätskontrollsysteme ermöglicht. Außerdem gibt es ein neues System namens Corner Braking, das die Stabilität des Hecks beim Anbremsen einer Kurve sicherstellt.
Im Innenraum ähnelt der Vanquish anderen aktuellen Aston Martin-Modellen, mit einer neuen Mittelkonsole voller physischer Bedienelemente und einem maßgeschneiderten Infotainment-System. Einer der Hauptkritikpunkte an älteren Aston Martin-Modellen war ihr glanzloses Interieur, und die Kabine des Vanquish scheint alles andere als das zu sein.

Aston Martin

Im Vergleich zum DB12 ist der Vanquish länger, breiter und niedriger. Sein Radstand ist knapp acht Zentimeter länger, die Gesamtlänge hat um 16,5 cm zugenommen und er ist gut sechs Zentimeter breiter. Aber durch die Verringerung der Höhe ist niedriger. Er sieht definitiv wie ein Aston aus, wenn auch mit einer skulpturhafteren Motorhaube vorne und größeren Ausbuchtungen am Heck.
Das abrupt endende Kamm-Heck ist einzigartig unter den neuen Astons und wurde von einer Reihe von Autos inspiriert, mit denen das Unternehmen in den 1960er-Jahren in Le Mans antrat: dem DP212, DP214 und DP215. Auch das Profil und das Heck haben etwas vom limitierten Valour, der seinerseits auf die stämmigen GTs von Aston aus den 1970er Jahren verweist. Es ist erst das dritte Mal, dass Aston Martin den Namen Vanquish verwendet.
Auch hier gibt es noch V12:
Ferrari 12Cilindri (2024): Retro-Optik und 830 PS
Pagani Utopia im Fahrbericht: Der Stoff, aus dem die Träume sind
Aston Martin hat die Preise für den neuen Vanquish noch nicht bekannt gegeben, aber es ist davon auszugehen, dass er mindestens 250.000 bis 300.000 Euro kosten wird. Die Preiserhöhung im Vergleich zu allen anderen Modellen der Baureihe ist auch durch die begrenzte Produktion gerechtfertigt, denn das Unternehmen plant, nur 1.000 Exemplare pro Jahr herzustellen. Die ersten Auslieferungen werden schon ab Oktober 2024 erwartet.
Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F731947%2Faston-martin-vanquish-2025-vorstellung%2F&text=Neuer%20Aston%20Martin%20Vanquish%20%282025%29%3A%20Der%20V12%20lebt%20weiter&via=Motor1DE)
- Kopie
Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro? 20 Okt. - Campingmobile
- Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn? 20 Okt. - Einzeltests
- Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ... 20 Okt. - Designstudien
- Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland 20 Okt. - Auto News
- Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen 20 Okt. - Historie und Oldtimer
- ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch 20 Okt. - Ratgeber
- BMW F 450 RR (2027): Rennstrecken-Feeling für Einsteiger 20 Okt. - Motorrad
Auch interessant

Aston Martin verschiebt erstes E-Auto: V8 und V12 bis 2035

Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...

Aston Martin DBX GT (2026): 727 PS im dezenten Gewand

Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen

Aston Martins erstes Straßenmotorrad schockt bei Preis und Design

ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch

Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland