Der 2,4-Liter-Benzin-Direkteinspritzer ist nun die Top-Motorisierung

Seit Frühjahr 2003 steht der neue Toyota Avensis in den Verkaufsräumen. Bei der Markteinführung war das Mittelklasse-Modell mit einem 1,8-Liter-Benziner, einem 2,0-Liter-Benzin-Direkteinspritzer und einem 2,0-Liter-Diesel zu haben. Jetzt kommen zwei neue Triebwerke dazu: Ein D-Cat mit zwei Litern Hubraum und 116 PS und ein 2,4-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 163 PS. Wir haben den Avensis mit der neuen 163-PS-Spitzenmotorisierung bereits gefahren.

Angenehmer Innenraum
Beim Einsteigen in den Avensis ist der erste Eindruck ausgesprochen positiv. Natürlich ist der Japaner mit jeder Menge Technik ausgestattet, trotzdem können die Bedienelemente sofort zugeordnet werden. Fragen wie "Wozu ist denn der Knopf da?" stellen sich im Normalfall nicht. Auch das Lenkrad ist zwar multifunktionell, aber nicht überladen. In der Mittelkonsole dominiert Aluminium-Optik, ein schmaler Holzstreifen sorgt im Cockpit und an den Türen für einen warmen Kontrast.

Durchzugsstarker Motor
Gespannt sind wir auf den neuen 2,4-Liter-Benziner. Laut Datenblatt beschleunigt der Avensis damit in 9,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 220 km/h liegen. Das wollen wir natürlich ausprobieren. Und wir werden nicht enttäuscht: Ab 3.000 U/min geht ordentlich die Post ab und bei 3.800 Touren erreicht die Limousine spürbar ihr maximales Drehmoment von 230 Newtonmetern. Die Höchstleistung von 163 PS wird bei 5.800 Umdrehungen erreicht. Bis dahin ist ein beachtlicher Durchzug zu spüren. Dabei soll der Durchschnittsverbrauch laut Toyota bei 9,5 Litern pro 100 Kilometer liegen.

Sportlich, aber leise
Trotz aller Drehfreudigkeit sind die Motorgeräusche keineswegs unangenehm. Sportlich klingt der Motor zwar, aber auch bei hohen Drehzahlen drängt er sich nicht penetrant in die Gespräche der Insassen. Auch die sonstigen Fahrgeräusche sind nicht weiter störend. Hier machen sich die Anstrengungen der Toyota-Akustiker bezahlt. Durch konstruktive Maßnahmen und den Einsatz von leichten, aber effektiven Dämmstoffen wurde der Geräuschpegel im Innenraum gesenkt.

Fünfgang-Automatik mit kleinen Fehlern
Für die Kraftübertragung ist in Verbindung mit dem neuen Motor eine serienmäßige Fünfgang-Automatik zuständig. Die Gangwechsel gehen damit schnell und komfortabel vonstatten. Auch ein manueller Schaltmodus ist vorhanden. Allerdings schränkt das Getriebe die Macht des Fahrers auch in dieser Einstellung stark ein. Drückt man das Gaspedal bei unter 3.000 U/min durch, schaltet das Getriebe automatisch zurück. Beschleunigen aus dem Drehzahl-Keller ist dadurch ausgeschlossen. Ärgerlich ist auch, dass das Getriebe zwar zurückschaltet, dieser Gangwechsel aber im Cockpit nicht angezeigt wird. So kann man sich oft nicht sicher sein, in welchem Gang man sich befindet.

Dynamisches Fahrverhalten
Viel Spaß kann man mit dem Avensis überraschenderweise vor allem auf kurvigen Strecken haben. Das Fahrwerk lässt sich von hohen Kurvengeschwindigkeiten ebenso wenig aus der Ruhe bringen, wie von Unebenheiten auf der Fahrbahn. So ist entspanntes Cruisen ebenso möglich wie sportliches Fahren. Oder technisch ausgedrückt: Das moderne Fahrwerk mit Einzelradaufhängung an McPherson-Federbeinen an der Vorderachse und einer Doppelquerlenkerachse mit dynamischer Spurkorrektur an der Hinterachse sorgt für angenehmes und dynamisches Handling.

Vier Ausstattungsvarianten
Der Avensis ist in vier Ausstattungsvarianten zu haben: Avensis C, Avensis, Avensis Sol und Avensis Executive. Das von uns gefahrene Modell war nicht nur mit dem größten Motor, sondern auch mit der Executive-Ausstattung versehen. In dieser Kombination ergibt sich ein Preis von 27.300 Euro. Wählt man die Ausstattungsvariante Avensis C in Verbindung mit der 1,8-Liter-Motorisierung mit 129 PS, kommt man am billigsten weg. 20.400 Euro werden dann fällig. Die Ausstattung ist aber auch dann nicht popelig: Elektrische Fensterheber und Klimaanlage sind beispielsweise auch hier vorhanden.

Vergleich mit Mazda 6
Ein vergleichbarer Konkurrent für den Avensis ist beispielsweise sein Landsmann, der neue Mazda 6. Die Basisversion mit 1,8 Litern Hubraum und 120 PS kostet 19.700 Euro und damit 700 Euro weniger als das Einstiegsmodell des Avensis. Beide sind serienmäßig mit Klimaanlage, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Kopf-Airbag vorne und hinten und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer ausgestattet. Im Avensis ist außerdem ein Knie-Airbag für den Fahrer verbaut. Da der Avensis im Gegensatz zum Mazda 6 auch über eine elektronische Stabilitätskontrolle verfügt, ist der Mehrpreis gerechtfertigt.

Preisliste


Toyota Avensis 2.4 Benzindirekteinspritzer

Grundpreis: 26.100 Euro
Avensis 1,8-l-VVT-i (129 PS) 20.400
Avensis 1,8-l-VVT-i mit Viergang-Automatik (129 PS) 23.500
Avensis 2,0-l-VVT-i-Benzindirekteinspritzer (147 PS) 23.400
Avensis 2,0-l-VVT-i-Benzindirekteinspritzer mit Viergang-Automatik (147 PS) 24.800
Avensis 2,4-l-VVT-i-Benzindirekteinspritzer mit Fünfgang-Automatik (163 PS) 26.100
2,0-l-D-4D-Common-Rail-Diesel (116 PS) 21.700
2,0-l-D-CAT-Common-Rail-Diesel (116 PS) 24.200
Sonderausstattung
Glas-Schiebedach, elektrisch 750
Mica-/Metallic-Lackierung 430
Navigationssystem Multivision 2.400
Navigationssystem TNS 300 1.500
Xenon-Scheinwerfer 800

Datenblatt

Motor und Antrieb
Motorart Vierzylinder-Reihenmotor 
Hubraum in ccm 2.362 
Leistung in PS 163 
Leistung in kW 120 
bei U/min 3.800 
Drehmoment in Nm 230 
Maße und Gewichte
Länge in mm 4.630 
Breite in mm 1.760 
Höhe in mm 1.480 
Radstand in mm 2.700 
Leergewicht in kg 1.450-1.495 
Fahrleistungen / Verbrauch
Höchstgeschwindigkeit in km/h 220 
Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 9,1 
EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 9,5 
Weitere Informationen
1/moreName 520 Liter 
2/moreName 60 Liter 
3/moreName 1.895 Kilogramm 
4/moreName 500 Kilogramm 
5/moreName 1.500 Kilogramm 

Bildergalerie: Test Toyota Avensis 2.4