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Suzuki SX4 im Test: Mehrwert mittels Facelift?

Wir sind den überarbeiteten Geländegänger mit neuem Zweiliter-Diesel gefahren

Suzuki mit Feinschliff

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

25. Sep. 2009 um 11:21 Uhr

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Gut 13 Prozent macht der Suzuki SX4 an den Gesamtverkäufen der japanischen Marke aus. Jetzt bekommt der SX4 eine Modellüberarbeitung, landläufig auch ,Facelift" genannt. Wir haben das kompakte SUV mit neuen Zweiliter-Diesel getestet.

Dezente Änderungen
Zwar spricht Suzuki im Hinblick auf den SX4 von einer ,detaillierten Modellpflege", doch zumindest außen muss man schon zweimal hinsehen, um Änderungen zu entdecken. Erst im Vergleich mit dem bisherigen SX4 fällt die neue Frontschürze auf. Sie wurde im Bereich um das Nummernschild herum anders gezeichnet, zudem gibt es neue Platten für den Unterfahrschutz vorne und hinten. Außerdem verfügen jetzt alle Modelle über Scheibenbremsen hinten. Zu den Vorteilen der zarten Auffrischung zählt, dass dadurch kein SX4-Kunde ein sichtbar altes Auto fährt, was sich durchaus positiv auf die Gebrauchtpreise auswirken dürfte.

Adretter Innenraum
Erst als wir uns auf den bequemen Sitzmöbeln im Innenraum des SX4 niederlassen, werden die Veränderungen sichtbarer. Hierzu zählen verchromte Türgriffe und ein neuer Lautsprecher in der Mitte des Armaturenbretts. Für eine noble Note sorgen Aluminiumapplikationen in der Mittelkonsole, die sich tatsächlich metallisch anfühlen. Besonders gelungen sind die Bedienungselemente, welche bis auf die etwas überfrachteten Lenkstockhebel keine Rätsel aufgeben. Ganz neu sind zwei große Drehschalter für die Betätigung der Klimaregelung sowie ein Infodisplay zwischen den Instrumenten und Bedienelemente im Lenkrad. Insgesamt wirkt alles sauber durchdacht, es wird beim Fahrer kein unnötiger Spieltrieb durch überflüssige Funktionen ausgelöst.

Gutes Platzangebot
Obwohl der SX4 als Fünftürer mit einer Länge von 4,15 Meter kompakt ausfällt, bietet sich uns ein luftiger Innenraum. Dafür sorgt die niedrige Schulterlinie in Verbindung mit großen Seitenscheiben. Überrascht werden wir von dem guten Platzangebot hinten. Auch wenn ein 1,90 Meter großer Fahrer hinter dem Lenkrad Platz nimmt, bleibt hinten genügend Fußraum übrig, damit eine zweite Person gleicher Größe bequem hinter ihm sitzen kann. Eher durchschnittlich fällt der Gepäckraum aus: Bei stehenden Lehnen passen dort nur 270 Liter hinein, werden die Polster umgeklappt, reicht es für 625 Liter Inhalt.

Motoren mit mehr Leistung
Der dritte Bestandteil der SX4-Überarbeitung betrifft die Motoren. Sowohl der Benziner als auch der Diesel wurden optimiert. Beide Aggregate sind jetzt stärker und erfüllen die Euro-5-Abgasnorm. Im Fall des Ottomotors mit 1,6 Liter Hubraum arbeiten nun 120 PS statt bisheriger 107 unter der Haube. Dadurch steigt das Drehmoment, trotzdem sinken der Verbrauch und die CO2-Emissionen. Der Selbstzünder bekam sogar eine Hubraumspritze um 46 Kubikzentimeter. Das Ergebnis nennt sich 2.0 DDiS, die Common-Rail-Maschine stammt von Fiat, deren Modell Sedici baugleich mit dem SX4 ist. Ein Leistungssprung von 120 auf 135 PS ist die Folge, ebenso eine deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes um bis zu 22 Prozent. Den neuen Verbrauch beziffert Suzuki auf 5,5 Liter bei der SX4-Allradversion.

Laufruhiges Aggregat
Doch genug der nackten Zahlen, wie fährt sich der Neue? Wir nehmen das griffige Lenkrad in die Hand und geben Gas. Eine gewisse Zeit nach dem Kaltstart bleibt das Common-Rail-Aggregat im Ohr präsent, ehe es in eine gedämpfte Tonlage verfällt. Hier merkt man die umfangreichen Dämmarbeiten von Suzuki. Es geht zügig voran, präzise wechseln wir durch die sechs Gänge. Dabei können wir uns ab Stufe fünf schaltfaul bewegen, 50 km/h sind ohne Rucken möglich. Großen Verdienst daran hat das auf 320 Newtonmeter gestiegene Drehmoment, was zudem bereits bei 1.500 Umdrehungen anliegt. Schnell ist die Autobahn erreicht, auf der sich ab etwa 100 km/h ein leichter, aber nicht störender brummiger Unterton in die laufruhige Motormelodie mischt.

Harmonisches Fahrwerk
Das Fahrwerk erweist sich als gut abgestimmt, einzig bei schnell genommenen Querfugen wird das Ergebnis spürbar weitergereicht. Als gut durchdacht erweist sich der 1.500 Euro teure Allradantrieb. Über eine Taste in der Mittelkonsole kann der Fahrer auch unterwegs zwischen Zweiradantrieb oder einer automatischen Allrad-Regelung wählen. Als dritten Modus gibt es die ,4WD-Lock"-Möglichkeit. Hier wird das Antriebsmoment im festen Verhältnis von 50:50 zwischen den Achsen verteilt. Das soll bis zu einem Tempo von 60 km/h für eine sichere Traktion auf rutschigem Untergrund sorgen. Die Bodenfreiheit der Offroadvariante beträgt 19 Zentimeter und reicht für leichte bis mittlere Geländeaufgaben. Der Diesel ist nur in dieser Ausführung zu haben, während es den Benziner auch als tiefer liegenden ,Streetline" gibt.

Preiswert im wahren Wortsinne
Den Durchschnittsverbrauch des neuen Diesel im SX4 gibt Suzuki mit durchschnittlich 5,5 Liter für die Allradversion an, wir kamen bei flotter Fahrweise laut Bordcomputer auf einen Liter mehr. Besondere Pluspunkte holt sich der Japaner im Bereich der Ausstattung. Die Topvariante namens Comfort beinhaltet schon serienmäßig alles, was man zum Leben braucht. Dazu gehören eine Klimaautomatik, ein Tempomat, eine Sitzheizung und ein CD-Radio mit neun Lautsprechern. Das alles gibt es für 21.400 Euro, 400 Euro weniger als beim alten Selbstzünder. Konkurrenz für den SX4 ist schwer zu finden: Der baugleiche Bruder Fiat Sedici kostet mit vergleichbarer Ausstattung 23.810 Euro. Skoda ruft für den etwas längeren Yeti in der ab November 2009 erhältlichen Basisversion mit 110-PS-Diesel 22.690 Euro auf.

Wertung

Preisliste

Suzuki SX4 2.0 DDiS Comfort i-AWD

Grundpreis: 21.400 Euro

Modell Preis in Euro Club 20.100

Ausstattungen Preis in Euro ABS Serie ESP Serie ASR Serie Airbag Fahrer Serie Airbag Beifahrer Serie Seitenairbags vorn Serie Kopfairbags vorn Serie Kopfairbags hinten Serie elektr. Fensterheber vorn Serie elektr. Fensterheber hinten Serie elektr. verstellbare Außenspiegel Serie (inklusive Heizung) Klimaautomatik Serie Zentralverriegelung mit Fernbed. Serie CD-Radio Serie MP3 Serie Metalliclackierung 400 Leichtmetallfelgen Serie (16 Zoll) Sitzhöheneinstellung Serie (Fahrer) Tempomat Serie Nebelscheinwerfer Serie

Sitzheizung vorne Serie

Datenblatt

Motor und Antrieb Motorart Diesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung  Zylinder 4  Ventile 4  Hubraum in ccm 1.956  Leistung in PS 135  Leistung in kW 99  bei U/min 1.500  Drehmoment in Nm 320  Antrieb Allradantrieb  Gänge 6  Getriebe Schaltgetriebe  Fahrwerk Spurweite vorn in mm 1.500  Spurweite hinten in mm 1.495  Radaufhängung vorn Einzelradaufhängung  Radaufhängung hinten Verbundlenkerachse  Bremsen vorn Scheiben innenbelüftet  Bremsen hinten Scheiben  Wendekreis in m 10,6  Räder, Reifen vorn 205/60 R 16  Räder, Reifen hinten 205/60 R 16  Lenkung Zahnstangenlenkung, servounterstützt  Geländekompetenz Böschungswinkel vorn in Grad 18,4  Böschungswinkel hinten in Grad 30,6  Rampenwinkel in Grad 18,1  Bodenfreiheit in mm 190  Maße und Gewichte Länge in mm 4.150  Breite in mm 1.755  Höhe in mm 1.620  Radstand in mm 2.500  Leergewicht in kg 1.475  Zuladung in kg 335  Kofferraumvolumen in Liter 270  Kofferraumvolumen, variabel in Liter 1.045  Anhängelast, gebremst in kg 1.200  Dachlast in kg 50  Tankinhalt in Liter 50  Kraftstoffart Diesel  Fahrleistungen / Verbrauch Höchstgeschwindigkeit in km/h 180  Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 11,2  EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 5,5  EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 7,0  EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km 4,6  CO2-Emission in g/km 143  Schadstoffklasse Euro 5 mit Partikelfilter  Fixkosten Garantie 3 Jahre oder 100.000 Kilometer 

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