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Einzel-Gänger: VW Amarok Single Cab im Test

Einzel-Gänger

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

19. Mär. 2012 um 10:49 Uhr

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Weniger ist mehr: Für kaum eine andere Fahrzeugkategorie gilt das so wie für Pick-ups. Kein Wunder also, dass die Nutzfahrzeugsparte von VW sich auf ihren Namen besonnen hat und dem viertürigen Amarok Double Cab nach gut anderthalb Jahren nun eine Single-Cab-Variante zur Seite stellt.

Kein Lametta
Denn eines ist klar: Handwerker brauchen keine großen Leichtmetallfelgen oder chromglänzenden Anbauteile. Hier interessieren nur harte Fakten: Was passt drauf, wie schwer darf es sein, was zieht der weg? Genau für diese Klientel ist der Amarok Single Cab gemacht und das sieht man ihm auch an. Zum Verzicht auf die hinteren Türen gesellen sich unlackierte schwarze Stoßfänger und 16-Zoll-Stahlfelgen. Die rustikale Optik steht dem Amarok sehr gut und wirkt absolut stimmig. Wer es auf die Spitze treiben will, sollte zusätzlich die leicht zu reinigenden Sitze aus Kunstleder (60 Euro) und die um 180 Grad klappbare Heckklappe samt Verzicht auf den hinteren Stoßfänger (kostet nichts) nehmen. Weitere Ausstattungslinien wie Trendline oder Highline gibt es beim Amarok Single Cab nicht, auch das unterstreicht seinen hemdsärmeligen Charakter.

Maximal-Transport
Kommen wir daher zu den wirklich wichtigen Dingen. Der VW Amarok Single Cab ist 5,25 Meter lang und weist einen Radstand von 3,10 Meter auf. Leer wiegt er samt Fahrer 1.906 Kilogramm, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 3.040 Kilogramm. Mehr als eine Tonne Material kann also auf der 2,20 Meter langen Ladefläche transportiert werden. Außerdem können laut VW zwei Euro-Paletten hintereinander transportiert werden, dann bleibt immer noch 60 Zentimeter Platz nach hinten. Insgesamt beträgt das Volumen der Ladefläche 3,57 Quadratmeter. Die Durchladebreite zwischen den beiden Radkästen misst wie beim Double Cab 1,22 Meter. Mit den serienmäßigen sechs Verzurrösen lassen sich große und sperrige Güter rutschsicher befördern. Wer öfters viel an den Haken nimmt, freut sich über die maximale Anhängelast von drei Tonnen.

Klein, aber fein
Motorenseitig stehen zwei Zweiliter-Diesel mit 122 respektive 163 PS zur Auswahl. Bereits der kleine Selbstzünder ist empfehlenswert, denn er legt sich mächtig ins Zeug: Ab 1.750 Umdrehungen steht das maximale Drehmoment von 340 Newtonmeter bereit. Der Griff zum großen Motor empfiehlt sich allenfalls beim Wunsch nach flotter Fortbewegung. Mit einer Beschleunigung von 13,2 Sekunden auf Tempo 100 und einer Spitze von 162 km/h lässt es der Basis-Diesel eher locker angehen. Geschaltet wird stets per manuellen Sechsgang-Getriebe, lediglich für den 180 PS starken Selbstzünder im Amarok Double Cab ist nun eine Achtstufen-Automatik erhältlich.

Vier gewinnt?
Optional kann der ab Werk hinterradgetriebene Amarok Single Cab auch mit einem zuschaltbaren Allradantrieb bestellt werden. Damit klettert und wühlt sich der Pick-up sehr manierlich durchs Gelände. Doch die knapp 2.000 Euro Aufpreis wollen wohl kalkuliert sein: Je nach Wohnort dürfte die mechanische Differenzialsperre an der Hinterachse für 678 Euro Aufpreis reichen.

Bezahlbares Blech
Damit wären wir beim Thema Kosten: Der VW Amarok Single Cab 2.0 TDI startet bei 23.205 Euro. Inklusive ist hier außer einem Radio und sechs Airbags nicht viel, Stichwort gewerblicher Einsatz. Sinnvolle Extras sind die Klimaanlage für 1.309 Euro und das so genannte ,Comfort/Function"-Paket mit elektrischen Fensterhebern, elektrisch verstellbaren Außenspiegeln und einer Zentralverriegelung mit Fernbedienung für 690 Euro. Auch die Differenzialsperre hinten kommt mit an Bord, macht summa summarum 25.883 Euro. Zum Vergleich: Der nagelneue Ford Ranger liegt als Einzelkabine mit 125-PS-Diesel und vergleichbarer Ausstattung bei 26.168 Euro.

Wertung

Preisliste

VW Amarok 2.0 TDI Single Cab

Grundpreis: 23.205 Euro

Modell Preis in Euro VW Amarok 2.0 TDI Single Cab 4Motion 25.127

Ausstattungen Preis in Euro ABS Serie ESP Serie Airbag Fahrer Serie Airbag Beifahrer Serie Seitenairbags vorn Serie Kopfairbags vorn Serie elektr. Fensterheber vorn 690 (im Paket) elektr. verstellbare Außenspiegel 690 (im Paket) Klimaanlage 1.309 Zentralverriegelung mit Fernbed. 690 (im Paket) Bildschirmnavigation 839 CD-Radio Serie MP3 Serie Metalliclackierung 696 Leichtmetallfelgen 595 (16 Zoll, im Paket) Sitzhöheneinstellung Serie (Fahrer und Beifahrer) Tempomat 238 Lederausstattung 60 (Kunstleder) Anhängevorrichtung 357

Sitzheizung vorne 458 mechanische Differenzialsperre hinten 678

Datenblatt

Motor und Antrieb Motorart Diesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung  Zylinder 4  Ventile 4  Hubraum in ccm 1.968  Leistung in PS 122  Leistung in kW 90  bei U/min 1.750 - 2.250  Drehmoment in Nm 340  Antrieb Hinterradantrieb  Gänge 6  Getriebe Schaltgetriebe  Fahrwerk Radaufhängung vorn Einzelradaufhängung  Radaufhängung hinten Starrachse mit Blattfedern  Bremsen vorn Scheiben innenbelüftet  Bremsen hinten Trommeln  Wendekreis in m 12,9  Räder, Reifen vorn 205 R 16 C 110/108 T  Räder, Reifen hinten 205 R 16 C 110/108 T  Geländekompetenz Böschungswinkel vorn in Grad 28  Böschungswinkel hinten in Grad 23,6  Wattiefe in mm 500  Bodenfreiheit in mm 230  Maße und Gewichte Länge in mm 5.254  Breite in mm 1.944  Höhe in mm 1.820  Radstand in mm 3.095  Leergewicht in kg 1.906  Zuladung in kg 1.134  Kofferraumvolumen in Liter 3,57 (Volumen in qm)  Anhängelast, gebremst in kg 3.000  Tankinhalt in Liter 80  Kraftstoffart Diesel  Fahrleistungen / Verbrauch Höchstgeschwindigkeit in km/h 162  Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 13,2  EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 7,2  EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 9,0  EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km 6,3  CO2-Emission in g/km 189  Schadstoffklasse Euro 5 

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