Jemand hat den Suzuki Jimny in ein 1990er US-SUV verwandelt
Der Japaner erhielt eckige Scheinwerfer, einen neuen Kühlergrill und Stoßfänger sowie eine Tieferlegung um satte 2,5 Zentimeter
Bei uns ist der Jimny schon lange Geschichte und in Japan wird er zur US-Kultkarre mit hartem 1990er Vibe. Die Welt ist manchmal echt fies. Dabei war der kleine Suzuki Jimny Nomade ja nicht gerade unkantig. Jetzt wird noch einmal um einiges (mar)kantiger.
Denn ein in Hiroshima ansässiger Tuner, C.L.Link, hat sich mit der Japaner Ryo Ishikawa zusammengetan, um den kleinen Kletterkünstler komplett auf Links zu drehen. Vorgestellt wurde das Projekt bereits am 6. Oktober 2026. Die vollständige Enthüllung ist für Anfang kommenden Jahres geplant. Suzuki hat sich zu dem Aftermarket-Umbau nicht geäußert; offiziell ist das Projekt nicht.
Ein ziemlich bekanntes Gesicht
Im Mittelpunkt steht der Umbau auf eckige Scheinwerfer, kombiniert mit einem eigenen Kühlergrill und einem speziell für dieses Kit entwickelten Frontstoßfänger. Zusammen lassen sie die serienmäßigen runden Scheinwerfer des Nomade verschwinden. Inklusive des "UMC"-Logos wirkt der Jimny jetzt fast wie ein geschrumpfter GMC Typhoon, ein Performance-SUV der frühen 1990er-Jahre auf Basis des GMC Jimmy.
Nach dem Blick auf ein originales Pressefoto des GMC Typhoon wird die Hommage von C.L.Link an das amerikanische Oldschool-SUV ziemlich deutlich: Das eigene Pressebild des Nomade übernimmt Hintergrund und Lichtstimmung der Typhoon-Aufnahme nahezu exakt.
Am Heck montiert C.L.Link ein in Wagenfarbe lackiertes Panel, das den Abschluss glättet. Dazu kommen ein eigenes Emblem, abgedunkelte Rückleuchten und rote Reflektor-Linsen. Ein C.L.Link-Endschalldämpfer vom Typ 1 sorgt dafür, dass auch der Klang zum optischen Umbau an der Front passt.
Das Fahrwerk wird um 25 Millimeter tiefergelegt, mit Eibach-Federn in Kombination mit Bilstein-Dämpfern. Die Abstimmung soll das Fahrverhalten straffen, ohne die bekannten Offroad-Eigenschaften des Jimny zu ruinieren.
Auch die Räder werden aufgefrischt: C.L.Links eigene Union Rim TX in 16 Zoll sind mit Toyo Open Country H/T II in der Dimension 215/70 R16 bestückt.
1992-93 GMC Typhoon
C.L.Link hat sich mit Teilen für den Suzuki Jimny und den Toyota Land Cruiser einen Namen gemacht. Dieses Projekt stützt sich daher auf den bestehenden Katalog, statt eine komplett neue Teilelinie einzuführen. Das 1990er-Jahre-Thema ist dabei alles andere als subtil: Eckige Leuchten und eine tiefergelegte Haltung prägten viele amerikanische Trucks, bevor runde Scheinwerfer und größere Bodenfreiheit wieder in Mode kamen.
Debüt auf dem Tokyo Auto Salon 2027 und Bestellstart
Der individualisierte Nomade wird auf dem Tokyo Auto Salon 2027 gezeigt, der von Freitag, 15. Januar, bis Sonntag, 17. Januar 2027, in der Makuhari Messe in Chiba, Japan, stattfindet. Die Messe gilt seit Langem als Japans wichtigste Bühne für Tuning-Umbauten – und damit als passende Plattform für ein optisch derart auffälliges Projekt.
Die Bestellphase soll parallel zu den Terminen des Tokyo Auto Salon starten. Damit hat C.L.Link eine klare Frist, um das Teilepaket vor dem Verkaufsbeginn fertigzustellen. Ob die Bestellungen über Händler, im Direktvertrieb oder im Rahmen einer limitierten Serie laufen, wurde bislang nicht näher erläutert. Spätestens am Tag der vollständigen Enthüllung dürfte der Look mit eckigen Scheinwerfern das deutlichste Zeichen dafür sein, wie weit Aftermarket-Anbieter Suzukis kleinstes SUV optisch treiben wollen.
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