Neuer BMW M3 Verbrenner zeigt sich erstmals als Erlkönig
Wird die nächste Generation die Marke von 600 PS knacken?
Derzeit wissen wir mehr zum künftigen rein elektrischen M3 als über seinen Verbrenner-Bruder. Fest steht: Beide werden M3 heißen. Wie viel Leistung der elektrische M3 tatsächlich haben wird, verrät BMW-M-Chef Frank van Meel noch nicht. Er sagte jedoch, dass er den Verbrenner übertreffen werde.
Die stärkste Sportlimousine, die das Unternehmen bislang auf Basis der 3er-Reihe gebaut hat, ist der M3 CS mit 550 PS. Dass van Meel 1.000 PS klar ausschließt, spricht dafür, dass der Elektro-M3 diesem Wert nicht einmal nahekommen dürfte. Unsere Einschätzung: Er wird wohl unter 900 PS bleiben. Jetzt wurde der kommende Verbrenner erstmals bei der Erprobung erwischt.
Bildergalerie: BMW M3 Verbrenner (2027) Erlkönig
Kein Plug-in-Hybrid
Wann die Version mit Sechszylinder erscheint, sagte Frank van Meel nicht, doch mit einem Marktstart vor 2028 ist kaum damit zu rechnen. Klar ist aber: Auch der nächste M3 wird nicht zum Plug-in-Hybrid. Damit geht er einen anderen Weg als der aktuelle M5, aber auch als der Hauptkonkurrent Audi RS 5.
Der S58-Motor des aktuellen Modells wurde kürzlich mit neuer Vorkammerzündung überarbeitet, um die Euro-7-Abgasnorm zu erfüllen, seine Zukunft gilt damit als gesichert. Das bedeutet zugleich, dass auch M2 und M4 noch viele Jahre vor sich haben, da die zweitürigen Sportmodelle den gleichen Motor nutzen.
Doch zurück zum nächsten BMW M3 mit Verbrenner: Die Bilder zeigen die High-Performance-Limousine bei Abstimmungsfahrten auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings.
Spezielle Details
Trotz der aufwendigen Tarnung lassen sich bereits einige markante M-Details erkennen. Der Prototyp ist an Vorder- und Hinterachse mit gelochten Bremsscheiben und großen, M-spezifischen Bremssätteln für maximale Verzögerung ausgestattet. Zudem rollt das Fahrzeug auf M-Leichtmetallfelgen, was zeigt, dass die Ingenieure bereits intensiv am Fahrwerks- und Bremssetup feilen. Am Heck unterstreicht die charakteristische Vierfach-Auspuffanlage den sportlichen Anspruch und führt eine Designtradition fort, die bis zum legendären E46 M3 zurückreicht.
BMW i3 (2026)
BMW M Concept Neue Klasse (2026)
BMW M3 (2027) Erlkönig
An der Front zeichnet sich eine deutliche Abkehr von den aktuellen, übergroßen Riesen-Nieren ab. Stattdessen setzt BMW auf ein flacheres, horizontal gestrecktes Kühlergrill-Design, das sich an den jüngsten Modellen der Neuen Klasse sowie dem kommenden elektrischen M3 orientiert. Hier gab das M Concept Neue Klasse bereits einen Ausblick.
Der Grill wird von doppelten LED-Scheinwerfern flankiert, während die endgültige Form der Frontschürze noch unter dicken Kunststoffabdeckungen verborgen bleibt. In der Seitenansicht fallen die bündig integrierten, ausfahrbaren Türgriffe auf, während am Heck eine dezente Spoilerlippe auf der Kofferraumklappe thront. Die Rückleuchten sind derzeit noch provisorische Platzhalter.
BMW M3 (2027) Erlkönig
Unter der Haube deuten Insider-Informationen auf ein technisches Update hin. Der neue M3 mit dem internen Code G84 wird voraussichtlich auf eine Kombination aus dem bewährten 3,0-Liter-Reihensechszylinder namens S58 und einem 48-Volt-Mildhybrid-System setzen. Ein im Getriebe integrierter Elektromotor soll das Ansprechverhalten schärfen und die Effizienz steigern. Die Leistung dürfte bei etwa 525 PS starten, wobei spätere Modellvarianten bis zu 560 PS erreichen könnten. Oder fällt sogar die 600-PS-Marke?
Aus für das Schaltgetriebe
Für Puristen bringt der Generationswechsel allerdings eine schmerzhafte Veränderung mit sich: Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe wird wohl endgültig gestrichen. Der G84 soll ausschließlich mit einer Achtstufen-Automatik und dem Allradantrieb xDrive auf den Markt kommen.
Bewusst verzichtet BMW beim M3 im Gegensatz zum schwereren M5 auf einen Plug-in-Hybrid-Antrieb. Die Entwickler priorisieren konsequent das Gewicht und die Agilität des Fahrzeugs. Eine schwere Batterie würde das agile Handling und das Platzangebot beeinträchtigen. Mit dem leichteren Mildhybrid-Konzept geht BMW einen ähnlichen Weg wie Porsche beim aktuellen 911 und bewahrt die Rennsport-DNA des M3, während gleichzeitig die strengen globalen Emissionsvorschriften erfüllt werden.
Quelle: Automedia
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