BMWs neuer Elektro-M3 wird wie sein Verbrenner-Pendant heißen
Der M-Chef weist Gerüchte über den Namen iM3 zurück
Seit BMW angekündigt hat, einen elektrischen M3 zu bauen, überschlugen sich im Internet die Berichte, wonach das Auto das Kürzel iM3 tragen würde. Doch genau das wird nicht der Fall sein. Wenn im nächsten Jahr die Serienversion des M Concept Neue Klasse erscheint, übernimmt sie den Namen der benzinbetriebenen Sportlimousine, die das Unternehmen seit 1986 verkauft.
Ja, zum Missfallen mancher Puristen wird der elektrische M3 ganz einfach … M3 heißen.
Bildergalerie: BMW M Concept Neue Klasse (2026)
Die Bestätigung kommt von niemand Geringerem als dem Mann an der Spitze von BMW M. In einem Interview mit Bimmer Today beim Goodwood Festival of Speed am vergangenen Wochenende stellte Frank van Meel klar:
"Natürlich heißt er M3. Ich habe nie etwas anderes gesagt, aber ich finde es immer interessant, wie die Leute vom iM3 sprechen. Ein M3 war immer ein M3. Ob Vierzylinder, Sechszylinder, V8 oder mit M xDrive – es stand einfach M3 darauf. Das ändert sich auch dann nicht, wenn er elektrisch ist."
Kein Ersatz, sondern eine Ergänzung
Keine Sorge: Das Hochleistungs-Elektroauto wird das Modell mit Verbrennungsmotor nicht ersetzen. BMW entwickelt bereits eine weitere Generation des M3 mit Reihensechszylinder, die jedoch voraussichtlich erst später im Jahr 2028 auf den Markt kommt. Damit könnte die elektrische Version für ungefähr ein Jahr der einzige M3 im Angebot sein. Der aktuelle G80 verabschiedet sich irgendwann im nächsten Jahr, während der G84 wohl erst im darauffolgenden Jahr auf die Straße kommt.
Im selben Interview bestätigte Frank van Meel außerdem, dass auch die nächste 3er-Generation wieder eine M Performance-Variante mit Verbrennungsmotor erhalten wird. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um den M350 xDrive für das Jahr 2027, der Anfang des Jahres versehentlich auf der Website von BMW USA auftauchte. Ähnlich wie der "volle" M3 soll auch diese nicht ganz so extreme M-Variante alle sechs Zylinder behalten, allerdings mit dem B58 statt dem im Topmodell eingesetzten, von M entwickelten S58.
BMW M350 im Teaser von 2027
Es gibt zudem eine gute Chance, dass BMW eine vierte 3er-Variante mit M-Emblem anbietet, indem ein elektrischer M-Performance-i3 eingeführt wird. Naheliegend wäre die Bezeichnung i3 M60 xDrive; das Modell würde sich zwischen dem bereits vorgestellten i3 50 xDrive und dem kommenden elektrischen M3 positionieren. Eine so große Auswahl an Varianten dürfte eine breite Käuferschicht ansprechen, die eine sportliche Limousine sucht – ganz gleich, ob mit Verbrenner oder Elektromotoren.
Da ein weiterer 3er Touring auf dem Weg ist, könnte auch für Kombi-Fans etwas Spannendes am Horizont auftauchen. Auf M-Versionen des langgestreckten Modells will sich das Unternehmen derzeit jedoch noch nicht festlegen.
BMW M Concept Neue Klasse (2026)
BMW scheint von den Fähigkeiten des elektrischen M3 überzeugt zu sein, wenn man sich entschieden hat, den traditionsreichen Namen zu verwenden, der vor vier Jahrzehnten mit dem Homologationsmodell des E30 eingeführt wurde. Die Superlimousine mit vier Motoren hat zweifellos große Fußstapfen zu füllen, und sie wird es schwer haben, traditionelle Enthusiasten vom Wechsel zu überzeugen.
Andererseits muss sie Käufer nicht zwingend zum Umstieg vom Verbrenner auf ein Elektroauto bewegen. Der sechszylindrige M3 wird weiterhin Kunden bedienen, die dem Benziner treu bleiben wollen, und hoffentlich auch den klassischen Heckantrieb sowie das manuelle Getriebe noch für eine weitere Generation am Leben erhalten.
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