So könnte der kleine Fiat für 15.000 Euro aussehen, der 2028 kommt
Der wahre Erbe des ersten Panda? Der kleine Elektro-Fiat dürfte in Paris als Studie debütieren. So könnte er aussehen
Der Projektname lautet E-Car, doch hinter der auf den ersten Blick etwas nüchternen Bezeichnung verbirgt sich eine der wichtigsten Fahrzeug-Entwicklungen im Stellantis-Konzern. Wir reden hier vom wirklichen spirituellen Nachfolger des Fiat Panda, von der Neuauflage des Citroën 2CV sowie von einem drittes, bislang noch nicht enthüllten Modell. Sie sehen schon - kleine Autos, große Fußstapfen.
Das "E" in E-Car steht laut Stellantis übrigens für europäisch, emotional, elektrisch und umweltfreundlich (ecological). Dahinter steckt nicht nur Marketing, sondern auch eine industriepolitische Botschaft: Entwickelt und gebaut werden sollen die Fahrzeuge in Europa – für europäische Kunden. Die EU-Kommission unterstützt entsprechende Projekte bereits seit einiger Zeit, weil sie eine Chance sehen, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze innerhalb Europas zu sichern.
Die Winz-Stromer, wichtige Säulen des Stellantis-Strategieplans „FaSTLAne 2030“, sollen ab 2028 in Pomigliano d'Arco bei Neapel im Werk Gianbattista Vico vom Band laufen. Dort wird seit Jahren der Fiat Panda gebaut, heute als Fiat Pandina.
Wie das neue Auto, das sich optisch näher am Ur-Panda der 80er Jahre orientieren dürfte, aussehen könnte, haben wir in einigen Renderings für Sie zusammengestellt. Dazu sagen wir Ihnen, was wir bisher zum künftigen Mini-Fiat wissen und was die Gerüchteküche bisher so liefert.
Schlichtes und kostengünstiges Design
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Formensprache des kleinen Elektro-Fiat. Er könnte gegebenenfalls Pandina, Pandina Elettrica oder Quattrolino heißen und auf gut 3,70 Meter Länge das Erbe der legendären kleinen Fiat-Modelle antreten – vom ersten Fiat 500 „Topolino“ über den Fiat Nuova 500 bis hin zum legendären Fiat Panda von 1980, gezeichnet von Giugiaro.
Kleiner elektrischer Fiat für 15.000 Euro (2028), das Rendering von Motor1.com
Auffällig sind die Parallelen zum angekündigten Dacia Hipster. Auch dort geht es um ein kleines, günstiges Elektroauto mit reduziertem Konzept und klarer Ausrichtung auf urbane Mobilität. Um die Produktionskosten und damit auch den Listenpreis niedrig zu halten, könnte das Modell tatsächlich nur drei Türen haben – ganz wie der erste Panda. Denkbar sind klare, kantige Linien, ähnlich wie beim IPPO-Konzept, mit dem die ISIA Roma Design den FIAT-Wettbewerb „Think Inside the Box / Think Outside the Box“ zum Auto der Zukunft gewann.
Die großen seitlichen Türen sollen den Ein- und Ausstieg erleichtern, während die einfach und geradlinig gestalteten Karosseriebleche ebenfalls auf geringe Produktionskosten ausgelegt sind. Die hervorstehenden Frontscheinwerfer mit LED-Technik wirken fast wie ein Revival des Klappscheinwerfers. Der Coolness-Faktor wäre gigantisch. Ähnliches sieht man übrigens im offiziellen Teaser des vom historischen 2CV inspirierten Citroën-Konzepts, das auf dem Pariser Autosalon vorgestellt werden soll.
Der Teaser des neuen Citroen 2CV
Mögliche Premiere in Paris im Herbst
Ebenfalls auf dem Mondial de l'Auto in Paris (12.–18. Oktober 2026) soll voraussichtlich eine erste Studie des künftigen elektrischen Fiat debütieren. Der Markstart wird aber erst 2028 erfolgen. Im Herbst wird sich dann zeigen, wie Recht wir mit unserem Rendering des „Pandina Elettrica“ hatten.
Preis wohl bei rund 15.000 Euro
Die wenigen weiteren verfügbaren Informationen zum Fiat E-Car, das noch einige Jahre parallel zum Pandina Hybrid gebaut werden soll, betreffen vor allem den Preis. Dieser werde „bei rund 15.000 Euro“ liegen, wie Emanuele Cappellano, Europa-Chef von Stellantis, beim Automotive-Roundtable des italienischen Industrieministeriums MiMIT bestätigte.
Denkbar ist daher nur eine einzige Leistungsstufe für den Elektromotor sowie eine Batterie mit maximal 30 kWh, die aber für mindestens 220 km Reichweite sorgen soll. An Bord könnten zudem nur vier Sitzplätze vorgesehen sein, um auch die Homologationskosten zu senken.
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