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Für eine persönlichere Erfahrung

Neuer Porsche 911 GT4 R für den weltweiten Kundensport

Der Rennwagen ersetzt den bisherigen Cayman GT4

Porsche 911 GT4 R (2026)
Bild von: Porsche

Porsche AG bringt erstmals einen Rennwagen für den weltweiten GT4-Sport auf Basis der 911-Plattform auf den Markt. Bislang setzte man dort den Cayman ein. Der neue Porsche 911 GT4 R schließt die Lücke im oberen Leistungsbereich des Kundensports und wird ab der Motorsport-Saison 2027 eingesetzt. 

Strategische Neuausrichtung im GT4-Segment

Mit dem neuen Modell reagiert Porsche auf das anhaltende Wachstum der internationalen GT4-Kategorie. Rennserien wie die ADAC GT4 Germany oder die GT4 European Series haben sich global von einer Einstiegsklasse zu einer hochkompetitiven Plattform entwickelt, die zudem als wichtiges Fundament für den Aufstieg in den GT3-Spitzensport dient.

Bildergalerie: Porsche 911 GT4 R (2026)

Der 911 GT4 R ergänzt das bestehende Kundensport-Programm parallel zu den bisherigen Clubsport-Modellen auf Basis des 718 Cayman, von denen Porsche seit 2016 mehr als 1.500 Einheiten produziert hat. Ziel ist es, ambitionierten Teams eine leistungsstärkere Option mit der ikonischen DNA des Porsche 911 zu bieten. Dass die Marke im Segment etabliert ist, unterstreicht der aktuelle dritte Platz im internationalen SRO-Hersteller-Ranking Stand Juni 2026.

Antrieb und Leistungsdaten

Als technisches Fundament dient die aktuelle Cup-Version des Typs 911 der Generation 992.2. Der hochdrehende 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor leistet in der Spitze bis zu 382 kW (520 PS) und liefert ein maximales Drehmoment von 470 Nm. Da die Leistungsdaten im GT4-Sport über die Balance of Performance (BoP) angeglichen werden, liefert Porsche das Fahrzeug werksseitig mit 53,7-Millimeter-Luftmengen-Restriktoren aus, die eine Reduktion der Leistung auf bis zu 316 kW (430 PS) ermöglichen.

Porsche 911 GT4 R (2026)

Porsche 911 GT4 R (2026)

Bild von: Porsche

Die Motorleistung wird über ein sequenzielles Sechsgang-Klauengetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad und eine Vierscheiben-Rennkupplung an die Hinterachse geleitet.

Fahrwerk und Aerodynamik

Im Vergleich zu den Clubsport-Modellen auf Cayman-Basis verfügt der 911 GT4 R über größere Spurweiten sowie eine modifizierte Fahrwerkskinematik, was die Rundenzeiten, die Fahrbarkeit und die Standfestigkeit optimiert. Reglementbedingt unterscheidet sich das Fahrwerk jedoch in einigen Punkten von der reinen Cup-Version, denn die Räder sind um einen Zoll schmaler und werden über eine seriennahe Fünf-Loch-Anbindung anstelle eines Zentralverschlusses befestigt.

Für die Abstimmung auf der Rennstrecke stehen den Teams zweifach einstellbare Dämpfer sowie drei wählbare Federraten zur Verfügung. Die Aerodynamik des Fahrzeugs wird maßgeblich durch einen manuell in elf Positionen verstellbaren Heckflügel definiert.

Nachhaltige Werkstoffe und Cockpit-Technologie

Ein zentrales technologisches Merkmal des neuen Rennwagens ist der verstärkte Einsatz von Naturfaser-verstärktem Kunststoff (NFK) in Verbindung mit Epoxidharz. Aus diesem Leichtbaumaterial gefertigt sind unter anderem die Fahrzeugtüren, die Motorabdeckung, diverse Aerodynamikkomponenten sowie Teile der Cockpit-Verkleidung. Im Innenraum ist der Arbeitsplatz des Fahrers mit einem 10,3-Zoll-Farbdisplay ausgestattet.

Porsche 911 GT4 R (2026)

Porsche 911 GT4 R (2026)

Bild von: Porsche

Die Datenanalyse im Rennbetrieb wird durch einen integrierten Datenlogger sowie ein hochpräzises GPS-System unterstützt. Um das Fahrzeug flexibel an die jeweiligen Gewichtsvorgaben der unterschiedlichen Rennserien anzupassen, sind zudem spezielle Vorrichtungen für zusätzliche Ballast-Komponenten integriert.

Der Verkaufspreis beträgt 265.000 Euro zuzüglich der länderspezifischen Mehrwertsteuer.