Mansory baut sehr türkises, sehr zweitüriges G-Klasse Cabrio
Mansory dreht beim G 63 mal wieder komplett durch, inklusive 820 PS, 24 Zöllern und irrsinnig viel Farbe
Heute beginnt die Messe „Top Marques Monaco“. Da geben sich Menschen, die in erster Linie sehr viel Geld haben, die Klinke in die Hand. Mansory beglückt die glitzerige Schau seit Jahren und fährt auch heuer wieder groß auf. Einer der Eyecatcher ist dieser Zweitürer-Cabrio-Umbau auf Basis eines Mercedes-AMG G 63.
Warum wir diese spektakuläre Verwandlung so sachlich behandeln? Nun, es ist nicht die erste Tür-Stutzung und Dach-Entfernung des Edel-Tuners aus Franken. Bereits im Juni 2025 präsentierte man uns einen derart aufwendig zurechtgeflexten G-Benz. Damals sogar im Popart-Monopoly-Design des Künstlers Alec Monopoly.
Die neueste G-Klasse aus dem Hause Mansory hört auf den Namen "Azura" und passt damit perfekt auf die Messe im Fürstentum. Wie wir es uns schon fast gedacht haben, gehört der G laut Mansory "außer dem Lamborghini Urus und dem Rolls-Royce Cullinan zu den am stärksten nachgefragten Basisfahrzeugen für Komplett-Umbauten in der High-End-Fahrzeug-Individualisierung". Deswegen hat man jetzt gleich acht verschiedene G-Derivate im Programm, zwei davon offen.
Bildergalerie: Mansory Azura (2026) auf Basis Mercedes G-Klasse
Um den als Basis dienenden Mansory Speranza (ein viertüriges G-Cabrio) in ein 2-türiges Cabriolet
umzubauen, sind - wenig überraschend - "sehr umfangreiche Karosserie-Modifikationen nötig". Bedeutet vereinfacht: Verlängerung und Umbau der Türen zu sogenannten "Suicide"-Türen (hinten an der B-Säule angeschlagene Türen) = sehr schwierig.
Da auch das nun nicht mehr vorhandene Fahrzeugdach ein tragender Teil der Karosserie ist, muss die gesamte Fahrzeugstruktur umfassend angepasst werden. So kommen diverse Karosserie-
verstärkungen (im Rahmen- und Schwellerbereich) zum Einsatz. Das Verdeck des Azura (verfügbar in mehreren Stoff-Farben) öffnet und schließt vollelektrisch, ist gefüttert und damit ganzjahrestauglich.
Aber nicht nur außen, auch innen erfordert der Cabrio-Wunsch sehr viel Arbeit. Laut Mansory wurden zahllose Verkleidungsteile, diverse Dichtungen und die Fahrzeugelektrik verändert.
Unter der Haube spendiert man dem 4,0-Liter-Biturbo-V8 des serienmäßig 585 PS starken G 63 ein Upgrade mit größeren Turbos, einer neuen Abgasanlage und einer angepassten Motorelektronik. Das Ergebnis sind 820 PS und eine Steigerung des maximalen Drehmoments von 850 auf 1.150 Nm. Der Tuner verspricht eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 4,0 Sekunden und eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Der Verbrauch soll bei 15,1 Liter liegen.
Im Azura kommen 10x24-Zoll-Räder zum Einsatz. Die Reifengröße beträgt 295/30R24. Beim ausgestellten Messefahrzeug sind die Felgen mit einer Zweifarben-Lackierung versehen.
Innen gibt es wie gewohnt nichts, was es nicht gibt. Das betrifft Farbgebung, die Art des verbauten Leders, die Steppung der Lederflächen und das Design der Carbonteile. Im Fond des offenen G befindet sich eine Einzelsitzanlage, die mit einer individuell konfigurierbaren Mittelkonsole kombiniert wird.
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