Zum Hauptinhalt springen

Land Rover Defender (2026): Der Innenraum des Facelift im Detail

Für 2026 erhält der Defender ein überarbeitetes Infotainment und weiteren Feinschliff

Land Rover Defender, interni e bagagliaio
Bild von: Land Rover

Der Land Rover Defender tanzt inzwischen auf zwei Hochzeiten. Er will die robuste Geländewagen-Seele seiner Vorfahren beibehalten, im Innenraum aber gleichzeitig den Komfort eines Premium-SUVs bieten. Diesen Tanz auf Messers Schneide bekommt die aktuelle Generation ganz gut hin, die seit 2020 im Einsatz ist.

Wohl auch deshalb ist das aktuelle Facelift des Land Rover Defender eher zaghaft ausgefallen. Ein paar Neuerungen im Innenraum gibt es nach fünf Jahren Marktpräsenz aber natürlich schon, weshalb es sich lohnt, mal genauer reinzuschauen.

 

Das Armaturenbrett

Zuallererst wäre da der neue 13,1-Zoll fassende Infotainment-Bildschirm. Das Betriebssystem soll nun etwas intuitiver in seiner Bedienung ausfallen und reicher an Funktionen sein. Das galt zuvor in seiner 12,3 Zoll großen Version als "recht umständlich", wie Kollege Chris im Test des V8 feststellte.

Der höher platzierte Schalthebel war zwar auch schon im Vorfacelift-Defender genau hier, erleichtert aber immer noch griffbereit das Manövrieren, was somit weiterhin Platz auf der überarbeiteten Mittelkonsole schafft. Die sorgt mit geschlossenen Fächern, tiefen Ablagebereichen und neuen abnehmbaren Seitentaschen mit Kabeldurchführungen für ein aufgeräumtes, übersichtliches Flair.

Land Rover Defender, Innenraum und Kofferraum

Land Rover Defender, das neue Infotainmentsystem PiviPro

Bild von: Land Rover

Auf Wunsch kann ein vorderer "Jump"-Sitz geordert werden, der den nötigen Platz für eine dritte Person in der ersten Sitzreihe einräumt. Alles andere bleibt erhalten: das horizontale Ablagefach, die integrierten Haltegriffe und die erhöhte Position der Klimaanlagensteuerung.

Materialien und Oberflächen

Neben den digitalen Features und dem Komfort will der Land Rover Defender auch im Innenraum dem Hang zum Groben weiter frönen. Deshalb streut er immer wieder kleine Gimmicks wie die sichtbaren Schraubenköpfe ein. Ansonsten zeugen Soft-Touch-Oberflächen kombiniert mit Leder und Holz vom Premiumanspruch.

Land Rover Defender, Innenraum und Kofferraum

Land Rover Defender, ein Detail der Türen

Bild von: Land Rover

Zwar findet sich auch Hartplastik in den unteren Bereichen des Innenraums, zum Beispiel an den unteren Enden der Türen oder an der Mittelkonsole, jedoch sollen diese Materialien die Reinigung nach einem ausgiebigen Tag im Gelände mit Schlammbad erleichtern. Ansonsten bietet das Interieur viele praktische Ablagemöglichkeiten, USB-Anschlüsse und eine induktive Ladefunktion.

Raumangebot und Kofferraum

Der Defender ist in drei Karosserievarianten verfügbar, die verschiedene Bedürfnisse stillen sollen.

Der kompakte Defender 90 eignet sich für diejenigen, die Wendigkeit bevorzugen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Die Maße gehen jedoch auf Kosten des Ladeabteils. Das startet nämlich bei mageren 297 Litern.

Land Rover Defender, Innenraum und Kofferraum

Land Rover Defender, der Kofferraum der Version 130

Bild von: Land Rover

Der Defender 110 könnte für Familien interessant sein. Zwar ist hier der Komfort auf dem mittleren Platz der zweiten Sitzreihe etwas eingeschränkt, auf den restlichen Plätzen sitzt es sich jedoch äußerst komfortabel. Zudem werden Mitreisende mit ordentlich angeordneten Luftdüsen und USB-C-Anschlüssen auch hinten optimal versorgt.

Der Defender 130 kann mit seiner zusätzlichen Länge bequem bis zu 8 Passagiere aufnehmen. Werden die zweite und dritte Sitzreihe umgeklappt, bietet er zudem bis zu 2.078 Liter Ladevolumen. Wer es also möglichst variabel braucht, greift zum Längsten.