VW ID.2 (2026): Serienversion tarnt sich als Polo
Kommt der Elektro-Kleinwagen für 25.000 Euro auf den Markt?
Der Renault 5 macht es vor, immer mehr Hersteller ziehen nach und bringen Elektro-Kleinwagen auf den Markt. Damit nähern sich auch die Preise denen von Verbrennern an, wie Untersuchungen zeigen. Ein wichtiger Schritt dürfte zur IAA 2025 erfolgen, wenn VW die Serienversion des ID.2 präsentiert, die 2026 auf den Markt kommen soll.
Denn wie auch bei den Verbrennern dominiert VW auch in Sachen Elektro den deutschen Neuwagenmarkt: Sowohl vom ID.3 als auch vom ID.7 wurden im Mai 2025 rund 3.000 Einheiten zugelassen. Gute Aussichten also für den ID.2, der langfristig den Polo ablösen soll. Als Startpreis stellt VW rund 25.000 Euro in den Raum. Noch günstiger soll der ID.1 ab 2027 werden.
Bildergalerie: VW ID.2 (2026) Serienversion als Erlkönig (Fotos: Automedia)
Der jetzt fotografierte Erlkönig tarnt sich zwar noch üppig als Polo. Doch denkt man sich die zahlreichen Beklebungen weg, steht die Studie ID.2all von 2023 vor einem: Schmale LED-Leuchten vorne wie hinten, die hinteren Türgriffe nach Renault-Art an den Fenstern. Jedoch sind Parallelen zum aktuellen Polo durchaus gewollt. Schließlich hat man die derzeitige Polo-Kundschaft im Visier und will sie nicht mit ungewohnter Optik wie beim ID.3 verschrecken.
Langfristig könnte der Polo zugunsten des ID.2 verschwinden. Ob der ID.2 überhaupt so heißen wird, ist noch offen. Auszuschließen wäre "ID.Polo" auch nicht.
Der ID.2all ist 4,05 Meter lang, 1,81 Meter breit und 1,53 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,60 Meter. Im Gegensatz dazu der VW Polo des Modelljahres 2023: 4,07 Meter Länge, 1,75 Meter Breite, gut 1,45 Meter Höhe plus 2,56 Meter Radstand. Recht nahe dran also, jedoch bietet das Elektroauto durch seine Bauweise sowie etwas mehr Höhe und Breite ein luftigeres Platzangebot.
VW ID.2all (2023)
Die 490 bis 1.330 Liter Kofferraum des ID.2all übertrumpfen nicht nur den Polo (351 bis 1.125 Liter) locker, sondern sogar den aktuellen Golf (374 bis 1.237 Liter). Innen setzte die Studie auf einfache Bedienung, physische Knöpfe kehren zurück. Besonders dieser Punkt sorgt beim Golf 8 und ID.3 für Kritik, da dort vieles per Touch-Slider geregelt wird. VW verspricht klare Besserung beim ID.2.
Die Batteriekapazität des ID.2 wird voraussichtlich zwischen 40 und 55 kWh betragen. Dies soll ähnlich wie beim elektrischen Renault 5 (mit dem der VW nichts gemeinsam hat) eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer ermöglichen. Ein etwas robusterer ID.2 X wird den T-Cross im Jahr 2026 oder 2027 ablösen.
Quelle: Automedia
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