200 PS im Dacia Bigster? Laut dem CEO durchaus machbar
Mehr als die bisherigen 150 PS der Spitzenmotorisierung seien möglich, so Denis Le Vot
In Kürze rollt der neue Dacia Bigster zu den deutschen Händlern. Das 4,60 Meter lange SUV ist das bislang größte Modell der rumänischen Preisbrecher-Marke. Los geht es bei 23.990 Euro, die stärkste Motorisierung in Gestalt des Hybrid 155 kostet mindestens 28.590 Euro. Doch laut Konzernchef Denis Le Vot könnte der Bigster noch stärker werden.
Man wolle mit dem Bigster nicht nur bisherige Dacia-Fahrer, sondern mehr noch Kunden anderer Marken ansprechen. Dacia-Chef Denis Le Vot sagte im Interview in der neuesten Print-Ausgabe der Kollegen von "auto motor und sport", er sehe großes Potential für den Bigster vor allem bei den Autofahrern, die sich "bei ihrer bisherigen Marke keinen Neuwagen mehr leisten können. Denn die kaufen bei uns dann meist ein Auto in Vollausstattung."
Bildergalerie: Dacia Bigster Hybrid 155 (2025) im Test
Die aktuell teuersten Ausstattungen würden deshalb am meisten bestellt. "Über unser gesamtes Angebot betrachtet, verkaufen wir zu rund 70 Prozent die jeweils höchste Ausstattungslinie. Die restlichen 30 Prozent entfallen auf die Basisversion, in der Mitte ist praktisch nichts." In der Tat liegt der Bigster gut 10.000 Euro unter einem etwas kürzeren VW Tiguan.
Vom Bigster erwartet sich Le Vot einen erheblichen Zugewinn von Kunden fremder Marken. 500.000 der 700.000 im vergangenen Jahr verkauften Dacia seien bereits von Kunden anderer Marken erworben worden. "Das macht uns stolz. Der Bigster knüpft genau da an", so Le Vot gegenüber der "ams". Und das neue Modell könnte dadurch auch für höhere Umsätze sorgen.
Deshalb kann sich der Dacia-Chef vorstellen, auch stärkere und noch besser ausgestattete und damit teurere Varianten des Bigster anzubieten. "Sag niemals nie!", so Le Vot. Da sei "noch mehr möglich", wird er zitiert. "Wir haben ja alles im Konzern. Einen Hybridantrieb mit 200 PS zum Beispiel. Der würde auch in den Bigster passen."
Dacia Bigster TCe 130 4x4 Extreme mit Sleep Pack (2025)
Gemeint ist der Hybrid aus Modellen wie dem Renault Austral oder Espace. Nun würde sich manch Bigster-Interessent wohl auch einen Diesel wünschen. Doch darauf muss man wohl vergeblich hoffen. Selbstzünder gibt es auch in den Renault-Cousins des Bigster nicht mehr. Schade drum, denn ein kräftiges und günstiges Zugfahrzeug würde sicherlich seine Freunde finden. Aktuell darf der Bigster maximal 1.500 Kilogramm ziehen.
Aber es werden weitere Modelle im Segment des Bigster folgen. Ende Januar 2025 verkündete Dacia folgendes: "Der Bigster bietet einen beispiellosen Mix aus Größe, Features und Preis-Leistungs-Verhältnis und wird Dacia zusammen mit zwei weiteren C-Segment-Modellen, die in den kommenden Jahren folgen, einen weiteren kräftigen Schub verleihen."
Ergo werden wir zwei weitere Modelle im Bereich bis 4,60 Meter sehen. Was das genau sein wird, ist noch offen. In der Mittelklasse wären genügend Lücken für ein günstiges Angebot vorhanden.
Quelle: auto, motor und sport
Auch interessant
Dacia Bigster Hybrid-G 150 4x4 (2026) im Test: Gemütlicher Brummbär
Citroen Saxo VTS: Der kleine Landstraßen-König wird 30
Kein Van, trotzdem Camper: Dacia Bigster mit squiq-Box
Letzte Chance für Verbrenner-Macan: Porsche stockt Bestand vor Produktionsende auf
Dacia Bigster als Camper: 33.000-Euro-Alternative zum California
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Der Dacia Bigster kann jetzt auch zum Taxi werden