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VW baut ein neues Stufenheck in einer SUV-Welt
Der Lavida Pro zeigt, dass Limousinen in China immer noch eine große Sache sind

Bild von: MIIT

Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
23. Apr. 2025 um 08:55 Uhr
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Volkswagen mag das Auto des Volkes sein, aber es ist ein wenig verwirrend, dass die Marke in Europa keine Verbrenner-Limousine mehr anbietet. Also im Sinne eines klassisches Stufenhecks. Nun gut, Derby, Santana, Jetta, Vento, Bora und zuletzt die Passat Limousine hatten es immer schwer.
Das soll nicht heißen, dass die traditionelle Karosserieform völlig aus dem weltweiten VW-Angebot verschwunden ist. Der Jetta ist in den Vereinigten Staaten nach wie vor erhältlich, und der kleinere Virtus auf Polo-Basis richtet sich an Käufer in Südamerika. In China bleibt das Limousinen-Portfolio der Marke jedoch stark und umfasst mehrere Segmente.
Bildergalerie: Volkswagen Passat Pro (2024) - China

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Quelle: Volkswagen
Während der neue Passat in Europa nur als Kombi erhältlich ist, gibt es in China den Passat Pro als Limousine. Zu groß? Hier kommt der Lavida Pro, eine kompakte Limousine, die vor kurzem die Zulassung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) durchlaufen hat.
Ehrlich gesagt sieht der Lavida Pro aus wie eine VW-Limousine aus den 2000er-Jahren, die eine Auffrischung im Stil von 2025 erhalten hat: bündige Türgriffe, ein LED-Rücklichtbalken, glänzend schwarze Zierleisten und schlanke Scheinwerfer.

Bild von: MIIT
Dieser Stufenheck-VW wird durch das Joint Venture zwischen SAIC und VW zum Leben erweckt. Also dort, wo einst der enorm erfolgreiche Santana fast 38 Jahre lang vom Band rollte.
Um es freundlich auszudrücken: Es ist nicht die aufregendste Limousine, die wir je gesehen haben, aber hey, wenigstens ist es nicht der x-te SUV. Abgesehen davon erinnert die auffallend große Bodenfreiheit an den Volvo S60 Cross Country. Der Lavida Pro hält sich an die gleiche bewährte Formel wie sein beliebter Vorgänger ohne das Kürzel "Pro": eine nüchterne Familienlimousine.
Die Kraft kommt von einem 1,5-Liter-Turbobenziner, der bescheidene 110 PS leistet. Diese werden über ein Automatikgetriebe auf die Vorderräder übertragen. Mit einer Länge von 4,72 Meter ist er ungefähr so groß wie der Jetta. Aufgebaut auf einer Variante der allgegenwärtigen MQB-Plattform, bringt er 1.320 Kilogramm auf die Waage. Aus den MIIT-Dokumenten geht hervor, dass VW die Ausstattung einfach hält sowie 15- und 16-Zoll-Räder anbietet.

Bild von: MIIT
Würde ein solches Auto in Europa Sinn machen? Wahrscheinlich nicht, denn der VW-Konzern hat das Segment mit dem beliebten Skoda Octavia bereits gut abgedeckt. Wahrscheinlich ist es am besten, wenn China den Lavida Pro für sich behält, obwohl wir uns wünschen würden, dass Wolfsburg den Käufern etwas anbietet, das die Lücke füllt, die durch die Einstellung der Passat Limousine und ihres nobleren Arteon-Bruders entstanden ist. Ja, es gibt den ID.7, aber Elektroautos sind nicht jedermanns Sache.
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Quelle: Ministry of Industry and Information Technology (MIIT)
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