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Neuer Elektro-M3 von BMW zeigt sich als Serienversion (Update)

Spätestens Anfang 2027 soll der Strom-Sportler auf den Markt kommen

BMW M3 (2027) Erlkönig
Bild von: Automedia

Update vom 26. Juni 2025: Breite Radhäuser und eine tiefe Straßenlage - der künftige Elektro-M3 von BMW zeigt sich in seiner Serienoptik, wenngleich noch gut getarnt. Es soll zwar auch wieder einen Verbrenner-M3 mit neuartigem Motor geben, doch der Super-Stromer auf Basis der Neue-Klasse-Plattform dürfte deutlich stärker sein. Im Raum stehen 650 PS und mehr.

Einen Ausblick auf die Technik des künftigen M3 gab kürzlich der BMW Vision Driving Experience: Ein Hochleistungs-Testfahrzeug ohne Serienbezug, das BMW als rollendes Labor für Optimierung der Antriebs- und Fahrdynamikregelung Heart of Joy konstruiert hat. "Der BMW Vision Driving Experience zeigt mit dem Heart of Joy eines der vier Superhirne, die speziell für unsere softwaredefinierten Modelle der Neuen Klasse entwickelt wurden", sagte damals Jochen Goller, Vorstand der BMW AG für Kunde, Marken und Vertrieb.

Bildergalerie: BMW M3 (2027) Erlkönig

"Das Heart of Joy bringt jeden Aspekt der puren Fahrfreude auf ein neues Level. Ab der Einführung des ersten Modells der Neuen Klasse wird dieses Herz in allen vollelektrischen BMW Modellen schlagen.", so Goller weiter. Als "schnellster Prüfstand der Welt" bringt der BMW Vision Driving Experience das Heart of Joy und die BMW Dynamic Performance Control an die absoluten Grenzen. Mit maximal 18.000 Newtonmetern Drehmoment und aktiver Aerodynamik entwickelt er 1,2 Tonnen Anpressdruck und Querkräfte von bis zu 3G – eine Dimension, die auf Formel-1-Niveau liegt und weit über den Anforderungen an herkömmliche Fahrzeuge im Straßenverkehr. 

Die vier Superhirne bündeln die Rechenleistung für die wichtigsten Kundenfunktionen Infotainment, automatisiertes Fahren, Basisfunktionen und Fahrdynamik. In dieser neuen, zonalen Elektronikarchitektur ist das Heart of Joy für Antrieb, Bremsen, Laden, Rekuperation und Teilfunktionen der Lenkung zuständig.

Im Zusammenspiel mit der Software BMW Dynamic Performance Control berechnet das vollständig inhouse entwickelte System alle Funktionen zur Fahrdynamik. Es verarbeitet Informationen zehnmal schneller als bisherige Systeme und erreicht Latenzen im Millisekundenbereich. Für Verbrenner und Hybride wird es Steuergeräte mit vergleichbaren Funktionen geben. Bleibt nur zu hoffen, dass BMW beim Elektro-M3 nicht auf einen künstlichen Verbrenner-Klang setzt wie Mercedes-AMG beim GT XX Concept.


Sakrileg oder wichtiger Schritt in die Zukunft? Auf Basis der Neue-Klasse-Plattform arbeitet BMW an einem rein elektrischen M3. Zwar soll die Verbrennerversion ähnlich wie beim künftigen 3er/i3 friedlich koexistieren. Doch bei in der Wolle gefärbten M-Fans dürfte der Gedanke auf Skepsis stoßen. Um diese Zweifel zu beseitigen, erprobt BMW dem E-M3 auf der Nordschleife des Nürburgrings, wie ein frischer Erlkönig zeigt.  

Diese ersten Bilder des Wagens auf der Rennstrecke erlauben uns einen Blick auf einige Details, die bisher nicht zu sehen waren. Denn auch wenn das Aussehen etwas anderes vermuten lässt, ist die Karosserie des Prototyps nicht ganz serienmäßig: Der neue M3 hat breitere Radkästen, wobei die hier gezeigten noch nicht die endgültigen sind.

Bildergalerie: BMW M3 Elektro (2026) Erlkönig

Dafür haben die Bremsen zwei riesige Scheiben, die den gesamten Durchmesser der Leichtmetallfelgen einnehmen und an beiden Achsen gelocht sind, um die Wärme schneller abzuführen.

Die Türgriffe sind bündig und nicht wie bei den letzten BMW-Modellen (5er und Co.) ausgeführt. Hinzu kommt eine neuartige Unterbrechung in der Abdeckung der Batterieladebuchse auf, die sich weiterhin hinten rechts befindet. Ein Detail sticht jedoch ins Auge: der Knick in den hinteren Türen, der nichts mit dem Hofmeister-Knick zu tun hat, der immer noch in der hinteren Säule versteckt ist.

Die Heckpartie zeigt fast weniger grafische Informationen als der Rest dieses zukünftigen elektrischen BMW M3, und lassen Sie sich nicht von dem Bildschirm hinter dem Beifahrerfenster täuschen. Das ist der Laptop vor dem Beifahrersitz mit einer Navigationskarte der Umgebung. Der Innenraum der Sportlimousine ist bereits zu sehen, inklusive eines Head-up-Displays der nächsten Generation am unteren Rand der Windschutzscheibe. Hier dürfte man auf das Anfang 2025 vorgestellte neue Cockpit für die Neue Klasse zurückgreifen.

BMW Panoramic Display

BMW Panoramic Display

Bild von: BMW

Genauso technisch wie die komplexe Fahrwerkstechnik im Inneren, die mit dem Antriebsstrang verbunden ist, denn die vier Motoren, einer pro Rad, sorgen nicht nur für den Vortrieb, sondern auch für die Traktion, je nach Situation Allrad- oder Hinterradantrieb. BMW hat bestätigt, dass es auch einen M3 mit Verbrennungsmotor geben wird, der aber bei weitem nicht so schnell sein wird wie dieser, dessen maximale Leistung zwischen 600 und 650 PS liegen wird.

Wir werden uns noch bis Ende 2026 gedulden müssen, um den neuen M3 im Scheinwerferlicht zu sehen, und bis zu den ersten Monaten des Jahres 2027, um ihn bei den Händlern anfassen zu können. Weitere Details zum kommenden M3 finden Sie hier auf unserer dezidierten Elektro-Schwesterseite InsideEVs.