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Mercedes: Neue Transporter elektrisch und mit Verbrenner

Vorbild für die Antriebsvielfalt bei V-Klasse und Co. ist der neue CLA

Mercedes-Benz erweitert die modulare und skalierbare Van Architektur
Bild von: Mercedes-Benz

Doppelt gemoppelt hält besser. Nach diesem Motto verfährt BMW schon lange: 5er und i5 zum Beispiel haben andere Antriebe, sehen aber fast identisch aus. Auch Mercedes schwenkt nun auf diesen Weg um. Und zwar nicht nur beim kommenden CLA und dessen Ablegern, sondern auch bei seinen leichten Nutzfahrzeugen.

Um flexibel die Anforderungen der Kunden zu erfüllen, wird Mercedes-Benz Vans künftig auf einer Architektur neben Elektrofahrzeugen auch Vans mit hochmodernen Verbrennungsmotoren anbieten.

Bildergalerie: Mercedes VAN.EA Erlkönige (2024) offizielle Bilder

Alle neu entwickelten Fahrzeuge basieren künftig auf der modularen, flexiblen und skalierbaren Mercedes‑Benz Van Architecture. Ab 2026 werden die vollelektrischen Modelle der Van Electric Architecture (VAN.EA) eingeführt. Mit der zweiten Ausprägung der Van Architektur, der Van Combustion Architecture (VAN.CA), folgen hochmoderne Verbrenner-Vans.

Interessant ist der optische Ausblick auf dem oben gezeigten Teaserbild: Mittig offenbar der Nachfolger von V-Klasse und Vito, ganz links ein neues Fahrzeug im Sprinter-Format. Die kantige Optik der neuen V-Klasse weckt bei uns Retro-Gefühle. Genauer gesagt: An den legendären Mercedes T 1 von 1977, landläufig auch als "Bremer Transporter" bekannt.

Der erste Mercedes Marco Polo auf Basis des MB 209 D

Der erste Mercedes Marco Polo auf Basis des MB 209 D

Bei dem Modell ganz rechts könnte es sich um den Nachfolger von T-Klasse und Citan handeln. Beide werden noch in Kooperation mit Renault hergestellt. Dort hat man erst kürzlich drei komplett neue Elektro-Transporter präsentiert.   

Unabhängig von der Antriebsart erlaubt die neue Fahrzeugarchitektur eine klare Differenzierung zwischen privat positionierten Vans im Luxussegment und gewerblichen Transportern im Premiumsegment. Beide Ausprägungen, VAN.EA und VAN.CA, haben rund 70 Prozent Gleichteile und werden auf derselben Linie produziert. Damit stehe die neue Van Architektur für maximale Synergien und Skaleneffekte, so der Hersteller. Mit seinem flexibel aufgestellten Produktportfolio will sich Mercedes‑Benz Vans auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Marktposition sichern.

Angeführt wird die neue Welle von Vans von einem seriennahen Konzept, das eine „luxuriöse, hoch elegante und geräumige Limousine“ darstellen soll. Sie wird in diesem Frühjahr vorgestellt. Mercedes hat bereits ein 800-Volt-Ladesystem, ein 22-kW-Wechselstrom-Ladegerät und die neueste Version seines Infotainmentsystems (MB.OS) bestätigt.

Sofern das Showcar rein elektrisch ist, könnte es einen Ausblick auf einen verspäteten Konkurrenten für den Volvo EM90 geben. Sollte eine Benziner-Version geplant sein, würde sie gegen den Lexus LM antreten. Beide werden in China verkauft.