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SAIC verklagt die EU wegen "unfairer" Zölle auf Elektromodelle

MG Motor vermeidet die Auswirkungen des Strafzolls vorerst nur im Nicht-Mehr-EU-Land Großbritannien

MG4 Electric (Modelljahr 2023)

Von: Anthony Karr

Übersetzt von: Roland Hildebrandt

4. Nov. 2024 um 14:01 Uhr

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Die Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) kündigte an, dass sie die Europäische Kommission verklagen werde. Der chinesische Automobilriese behauptet, dass die jüngste Antisubventionsuntersuchung der EU ein Sammelsurium von schlecht aufbereiteten Informationen, sachlichen Fehlern und, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, eine Missachtung der vorgelegten Beweise sei.

SAIC zufolge zielte die EU-Untersuchung nicht nur unfairerweise auf seine Geschäfte ab, sondern enthüllte auch vertrauliche Geschäftsdaten, was den Autohersteller schwächt und wütend macht.

MG4

Die Kontroverse dreht sich um die Elektrofahrzeuge von SAIC, die die EU mit einer Strafzoll von insgesamt Steuer von 45,3 Prozent belegt hat. Zehn Prozent waren es bereits bislang, nun kommen noch 35,3 Prozent hinzu. Diese Maßnahme soll der EU ermöglichen, hart gegen die ihrer Meinung nach staatlich subventionierten Preisstrategien chinesischer Elektroautos vorzugehen.

Für SAIC ist es jedoch wahrscheinlich, dass diese Maßnahme die Preise für Elektrofahrzeuge für die europäischen Verbraucher erhöhen und den Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge erschweren wird. "Unsere Verteidigungsargumente sind in der endgültigen Entscheidung nicht enthalten", beschwerte sich SAIC in einer Stellungnahme und bezeichnete das Ermittlungsverfahren als "einseitiges Gespräch". Sie bereitet sich nun darauf vor, die Ergebnisse vor dem Europäischen Gerichtshof anzufechten.

Bildergalerie: MG ZS Hybrid (2025) im Test

MG ZS Hybrid (2025) im Test

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Quelle: MG Motor

Trotz SAICs "Theaterdonner" vor Gericht kam seine Tochtergesellschaft MG zumindest vorerst ungeschoren davon. Der britische Zweig des Unternehmens, der vor allem für seine erschwinglichen Elektrofahrzeuge wie den MG4 bekannt ist, geriet nicht ins Kreuzfeuer der Tarife, zumindest nicht in Großbritannien. Kein Wunder, ist doch das Vereinigte Königreich seit dem Brexit nicht mehr Teil der EU.

"Die elektrischen MG-Modelle sind von diesen Tarifen nicht betroffen", versicherte das Unternehmen seinen britischen Kunden und deutete damit an, dass MG seine beliebten Elektrofahrzeuge in Großbritannien weiterhin zu günstigen Preisen verkaufen würde. Während SAIC also den Anwalt spielt, bereitet sich MG in Großbritannien darauf vor, die steigende Nachfrage nach erschwinglichen Elektrofahrzeugen zu befriedigen, ohne von den Auswirkungen der Zölle betroffen zu sein.

Ebenfalls nicht von den Strafzöllen betroffen sind die Verbrennermodelle von MG, darunter die neu aufgelegten Baureihen ZS und HS, aber auch der kleine 3.

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In der Zwischenzeit stoßen SAICs Ambitionen in Indien auf ihre eigenen Hindernisse. JSW MG Motors India, ein Gemeinschaftsunternehmen von SAIC und der indischen JSW-Gruppe, wird durch eine andere Art von Untersuchung blockiert.

Die indische Regierung prüft den Vorschlag des Unternehmens für ausländische Investitionen genau, um sicherzustellen, dass er mit der "Pressenotiz 3" übereinstimmt, einer Richtlinie, die Investitionen aus Nachbarländern regelt. Die Prüfung des Vorschlags, die vom indischen Innenminister geleitet wird, führt dazu, dass das Joint Venture mit Spannung auf grünes Licht wartet, um von den produktionsbezogenen Anreizen (PLI) Indiens profitieren zu können.

Quelle: SAIC, Euronews.com

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