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Vergessene Studien
Als Yamaha (fast) einen Sportwagen baute
Der MX-5-Konkurrent, der leider nie in Serie ging


Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Roland Hildebrandt
12. Jun. 2024 um 13:38 Uhr
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Die Marke Yamaha hat für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen. Manche denken an Motorräder, andere sehen das Unternehmen als einen der wichtigsten Hersteller von Musikinstrumenten und Audiogeräten. Von Golfkarts und ATVs bis hin zu Generatoren und Swimmingpools - Yamaha hat eine vielfältige Produktpalette. Das Engagement des Unternehmens im Automobilbereich ist weniger bekannt.
Allerdings half das Unternehmen Toyota in den 1960er-Jahren bei der Entwicklung des 2000 GT. Darüber hinaus entwickelte und baute Yamaha den V6 SHO und den V8 SHO von Ford. Und nicht nur das: Yamaha arbeitete auch mit Lexus zusammen, um den V10 des hochdrehenden Supersportwagens LFA zu entwickeln. Das Unternehmen arbeitete an einem V8, der in einigen Volvo-Modellen zum Einsatz kam. Es gab auch Vierzylinder, die den Celica, den MR2 und den Lotus Elise antrieben.
Bildergalerie: 2015 Yamaha Sports Ride Concept

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Yamaha spielte ab und zu auch mit dem Gedanken, ein eigenes Auto zu bauen. Der OX99-11 von 1992 sollte 1994 mit einem V12 in Produktion gehen. Doch die Rezession Anfang der 1990er-Jahre machte das, was ein F1-Auto für die Straße gewesen wäre, zunichte. Das japanische Unternehmen griff die Idee, ein Auto zu bauen, 2013 mit dem winzigen Motiv wieder auf. Auch dieses Modell wurde nicht realisiert. Ein paar Jahre später wurde der Sports Ride auf der Tokyo Motor Show als potenzieller Mazda-MX-5-Konkurrent vorgestellt.
Das zierliche zweisitzige Coupé, das auf dem iStream-Chassis von Gordon Murray Design aufgebaut war, wog bemerkenswert geringe 750 Kilogramm. Damit war es deutlich leichter als der MX-5 der ND-Generation, der 2015 auf den Markt kam. Der heckgetriebene Sportwagen von Yamaha war nur 3,90 Meter lang, 1,72 Meter breit und 1,17 Meter hoch, also ungefähr ähnliche Proportionen wie ein Miata.
Die Präsentation des Konzepts auf der Tokyo Motor Show 2015 war noch nicht das Ende der Geschichte. Spätere Patentbilder eines anderen Designs, vermutlich einer seriennahen Version, tauchten als Teil eines IP-Antrags im Jahr 2018 auf. Es hatte ein abgeschwächtes, Lotus-ähnliches Design und die Endrohre waren verschwunden. Das ließ vermuten, dass sich der Sports Ride in ein Elektrofahrzeug verwandelt hatte.

2018 Yamaha Sportwagen Trademark

2018 Yamaha Sportwagen Trademark
Die Markenanmeldung auf der Website des Amts für geistiges Eigentum der Europäischen Union weist Gordon Murray als einen der Designer aus. Interessanterweise haben wir ein von Yamaha veröffentlichtes Video gefunden, in dem das aktualisierte Auto bei Tests im Jahr 2017 zu sehen ist. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits der T40. Es hatte eindeutig immer noch einen Verbrennungsmotor.
Yamaha hat die Identität des Motors nie bekannt gegeben, aber es wurde gesagt, dass die Scheinwerfer des Sports Ride denen der YZF-R1 nachempfunden sind. Das Sportmotorrad hatte einen 1,0-Liter-Vierzylinder, der 200 PS leistete und bis zu 14.000 U/min drehte. Man stelle sich diesen Motor in einem Coupé vor, das praktisch nichts wiegt. Er hätte dem Miata das Wasser reichen können.
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Die Tatsache, dass das Auto mit einem seriennahen Design getestet wurde, lässt vermuten, dass Yamaha es mit dem Verkauf ernst meinte. Leider wurden alle Entwicklungspläne im Jahr 2019 aufgegeben, so dass der Subaru BRZ/Toyota GR86-Konkurrent nie verwirklicht wurde. Zarte Ähnlichkeiten gibt es aber zum Gordon Murray T.33 und dem Lotus Emira.
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