Den Autoherstellern gehen die Plätze für Bildschirme im Auto aus, aber der deutsche Automobilzulieferer ZF hat bereits eine Lösung gefunden. Dort hat die Abteilung für passive Sicherheit herausgefunden, wie man ein Display in das Lenkrad der Zukunft einbauen kann. Das Design von ZF Lifetec behält natürlich den Airbag bei, aber er wird nicht mehr in der Mitte des Lenkrads ausgelöst. Stattdessen bläst er sich am oberen Rand auf.

Dadurch wird in der Mitte des Lenkrads Platz frei, der laut ZF Lifetec für eine "Smartphone-ähnliche Schnittstelle" genutzt werden kann. Das Unternehmen denkt über einen zentralen Bildschirm oder mehrere Touch-Displays nach. Dies gibt den Autoherstellern mehr Freiheit bei der Gestaltung eines Lenkrads, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.

Das Team, das hinter diesem Projekt steht, erklärt, dass es sich nicht unbedingt um ein reines Bildschirm-Layout handeln muss, da es sich auch um eine hybride Anordnung handeln könnte, die einen Drehschalter mit taktilen Oberflächen kombiniert. Wenn die Ingenieure mehr Spielraum in der Mitte des Lenkrads hätten, könnten sie zusätzliche Sensoren in Autos mit teilautonomen Fahrsystemen einbauen. Diese praktische Erkennung, die dem Auto mitteilt, dass man immer noch auf die Straße achtet, würde die Sicherheit erhöhen, sagt ZF Lifetec.

Wir haben uns mit dem Unternehmen in Verbindung gesetzt, um herauszufinden, ob es möglich ist, ein rundes Lenkrad mit dieser Technologie herzustellen, oder ob es eine flache Oberseite haben muss. Wenigstens ist es kein Joch wie bei Tesla.

Und was noch wichtiger ist: Was passiert, wenn das Auto in einen Unfall verwickelt wird, während sich die Hände des Fahrers in der 12-Uhr-Position befinden? Idealerweise sollten sich die Zeiger auf 9 und 3 oder 10 und 2 befinden, je nachdem, wen man fragt. Wir hoffen, dass ZF unsere Anfrage beantworten wird, denn wir haben schon viele Fahrer gesehen, die beide Hände am oberen Rand hatten.

1989 Pontiac Bonneville

Wenn man nicht gerade ein Formel-1-Fahrer ist, der während eines Rennens viele Einstellungen vornehmen muss, braucht man wirklich keinen Bildschirm im Lenkrad. Einige würden argumentieren, dass es andere Bereiche gibt, auf die sich die Ingenieure konzentrieren sollten, anstatt zu versuchen, das (Lenk-)Rad neu zu erfinden. Wenn die Autohersteller diesen Weg einschlagen, wie wäre es, wenn sie stattdessen physische Tasten einbauen würden? So wie es beim Pontiac Bonneville der Fall war.

Mit einem digitalen Kombiinstrument, einem Infotainment-System, einem zusätzlichen Display nur für den Beifahrer und einem Head-up-Display haben wir schon genug Bildschirme. Es ist an der Zeit, echte Knöpfe zurückzubringen oder zumindest zu vermeiden, dass alles nur über Bildschirme zugänglich ist.