Update vom 24. Mai 2024: Jetzt hat Hyundai bekanntgegeben, was der überarbeitete Tucson auf dem deutschen Markt kosten wird. Los geht es bei 34.990 Euro für den 160-PS-Benziner. Aber auch Freunde von Diesel und Hybrid kommen auf ihre Kosten. Hier sind alle Preise in der praktischen Übersicht:

Hyundai Tucson (2024) Select Trend Prime N-Line
1.6 T-GDI 6MT 2WD (160 PS) 34.990 Euro - - -
1.6 T-GDI 48V-Hybrid 7DCT 2WD (160 PS) 37.500 Euro 40.510 Euro 44.890 Euro 44.890 Euro
1.6 T-GDI 48V-Hybrid 7DCT 4WD (160 PS) - 42.610 Euro 46.990 Euro 46.990 Euro
1.6 CRDi 48V-Hybrid 7DCT 2WD (136 PS) 38.850 Euro 41.860 Euro 46.240 Euro -
1.6 CRDi 48V-Hybrid 7DCT 4WD (136 PS) - 43.960 Euro 48.340 Euro  
1.6 T-GDI Hybrid 6AT 2WD (215 PS) 40.240 Euro 43.250 Euro 47.500 Euro 47.500 Euro
1.6 T-GDI Hybrid 6AT 4WD (215 PS) - 45.350 Euro 49.600 Euro 49.600 Euro

An Bord des Basismodells "Select" sind bereits die digitale 12,3-Zoll-Instrumentenanzeige, das Infotainmentsystem mit Navigation, 12,3-Zoll-Touchscreen, Amazon Music Streaming, Digitalradio (DAB+), Bluelink-Connect inklusive Over-the-Air-Updates sowie kabellosem Apple CarPlay und Android Auto, eine kabellose Ladefunktion für Smartphones, USB-C-Ladeanschlüsse, ein Smart-Key-System mit Start/Stopp-Knopf, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik und eine Einparkhilfe vorne und hinten mitsamt Rückfahrkamera.

Auch die neuen Assistenzsysteme wie Seitenwindassistent, Spurfolgeassistent, intelligente Verkehrszeichenerkennung, Ausstiegswarner sowie Voll-LED-Scheinwerfer sind serienmäßig.

Bildergalerie: Hyundai Tucson Facelift (2024)

Als Hyundai im September 2020 die vierte Generation seines Tucson vorstellte, sorgte das für ordentlich Wirbel. Vor allen Dingen wegen der Optik des Kompakt-SUVs. Schräg, mutig, unkonventionell, abgespaced? Nennen Sie es wie Sie wollen - der Erfolg gibt den Designers absolut Recht. In den bisherigen gut dreieinhalb Jahren Bauzeit wurden etwa 750.000 Exemplare produziert.

Deutschland gehört neben Spanien und Großbritannien zu den wichtigsten europäischen Märkten für dieses Modell. 2023 wurden mehr als 158.000 Einheiten des Tucson in Europa abgesetzt. Da Hyundai offensichtlich Interesse daran hat, das dies so bleibt, gibt es jetzt ein ungewöhnlich umfangreiches Facelift. 

Interieur

Wir hatten im November letzten Jahres bereits darüber berichtet. Damals wurde die Modellpflege in Südkorea schon mal ein wenig angeteasert. Man beschränkte sich seinerzeit allerdings hauptsächlich auf die Veränderungen im Interieur. Diese sind zugegebenermaßen gewaltig. Im Prinzip erhält der Tucson mit der Überarbeitung einen komplett neuen Innenraum inklusive neu gestaltetem Armaturenbrett und zweier 12,3-Zoll-Displays im Stile des Ioniq 5.

Hier lesen Sie alles zum geänderten Innenleben des Tucson Facelift. Der Bildvergleich zeigt das Ausmaß der Änderungen:

Hyundai Tucson 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid (2021)

Links das Tucson-Cockpit vor dem Facelift

Hyundai Tucson (2024)

Rechts das Tucson-Cockpit nach dem Facelift

Exterieur

Von außen erkennen Sie das aufgefrischte Hyundai-SUV an neu gestalteten Stoßfängern, die "nahtlos" in den ebenfalls neuen Unterfahrschutz übergehen, was selbstverständlich für "mehr Dynamik und Präsenz" sorgt. Außerdem wird der Kühlergrill künftig von größeren Tagfahrleuchten eingerahmt.

Hyundai Tucson 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid (2021)

Die Front des Tucson vor dem Facelift

Hyundai Tucson (2024)

Hier die überarbeitete Front des Facelift-Tucson

Wie es sich für ein Facelift gehört, gibt es einige neue Leichtmetallfelgen und vier neue Lackierungen, die auf die Namen Cypress Green Mineraleffekt, Ecotronic Grey Mineraleffekt, Ultimate Red Metallic und Sailing Blue Mineraleffekt hören.

Wer sich für die sportliche Ausstattungsvariante N Line entscheidet, kriegt aggressiver gezeichnete Schürzen, einen eigenständigen Kühlergrill, spezielle 19-Zöller sowie Radkästen und seitliche Zierleisten in Wagenfarbe. 

Hyundai Tucson (2024)

Der neue Tucson als N Line

Antriebe

Nach wie vor gibt es für den Tucson nahezu die komplette Palette an Motor-Optionen, sprich: Sie kriegen ihn auch weiterhin als Benziner (mit und ohne 48-Volt-Mildhybridsystem), Hybrid oder Plug-in-Hybrid. Basis ist immer ein 1,6-Liter-Turbo-Benziner. Es bleibt bei den Ausbaustufen mit 150 PS und 180 PS. Der Hybrid kommt auf 230 PS Systemleistung, der Plug-in-Hybrid auf 265 PS. 

Eine kleine Überraschung über die sich vor allem Freunde des Selbstzünders freuen werden: Hyundai bringt tatsächlich den Diesel zurück. Der 1.6 CRDi 48-Volt-Mildhybrid war ja im Oktober 2023 aus dem Programm genommen worden, jetzt feiert das 136-PS-Aggregat Wiederauferstehung.

Als weitere neue Variante folgt im Laufe des Jahres der PHEV mit Vorderradantrieb. Bisher gab es den aufladbaren Tucson nur als Allradler. Der Vierradantrieb ist überdies auch für die Verbrenner und den Vollhybrid verfügbar. 

Konnektivität und Assistenzsysteme

Neben dem neuen 12,3-Zoll-Bildschirm-Doppel kriegt der geliftete Tucson auch ein neues Head-up-Display. Außerdem hat er jetzt "diverse" USB-C-Anschlüsse, kann Over-the-Air-Updates und ist bereit für Features on Demand, was so viel bedeutet wie: In Zukunft können Sie sich irgendwann Ausstattungen temporär dazubuchen. 

Neu ist auch der Digital Key 2.0, der im späteren Jahresverlauf eingeführt wird. Die digitale Technik verwandelt das Smartphone in einen Fahrzeugschlüssel, mit dem sich der Tucson dann ver- und entriegeln sowie starten lässt – und das ohne das Smartphone an den Türgriff halten oder in der kabellosen Ladeschale platzieren zu müssen.

Neu bei den Fahrhilfen sind der Seitenwindassistent und ein radarbasierter Insassenalarm, der verhindern soll, dass Kinder oder Haustiere im Auto vergessen werden. Außerdem gibt es neue Matrix-LED-Scheinwerfer. 

Preise und Marktstart

Der überarbeitete Hyundai Tucson rollt "im späten Frühjahr" zu den Händlern, was wohl so viel bedeutet wie: in den nächsten Wochen. Zu den Preisen hat sich der Hersteller noch nicht geäußert