Obwohl der 1. April vor der Tür steht, ist der RooBadge ziemlich real. Während moderne Markenembleme vorne am Auto alle Arten von Radar und Sensoren enthalten (und deshalb inzwischen zweidimensional sind), ist dieses Volkswagen-Logo anders. Es hat eingebaute Richtungslautsprecher, die einen sorgfältig ausgewählten Schallstrahl aussenden, um Kängurus fernzuhalten.

Es dient als akustische Abschreckung und wird für alle Fahrzeuge entwickelt, nicht nur für Volkswagen. Wie Sie vielleicht schon erraten haben, wurde das RooBadge ("Roo" ist die Kurzform von "Känguru" im australischen Englisch) in Down Under entwickelt. Schließlich gibt es in der Lüneburger Heide eher selten Kängurus.

Volkswagen RooBadge

VW hat sich mit Känguru-Verhaltensforschern der Universität Melbourne zusammengetan, um mehr über das niedliche Säugetier aus der Familie der Beuteltiere zu erfahren. Die australische Tierrettungsorganisation Wires hilft mit Echtzeitdaten über den Aufenthaltsort von Kängurus auf dem gesamten australischen Kontinent.

Neben dem Emblem selbst arbeitet VW Australien auch an einer separaten Nummernschildhalterung, in die das RooBadge integriert ist. Die neue Technologie ist hier an einem Amarok zu sehen, aber das Kennzeichen wird universell kompatibel sein. Beide Produkte sind derzeit noch nicht im Handel erhältlich, da noch Tests durchgeführt werden müssen, um den Klang aus den kleinen Lautsprechern zu perfektionieren.

Zunächst wird der RooBadge das Östliche Graue Känguru abschrecken, aber spätere Töne sollen auch das Westliche Graue Känguru und das Rote Känguru fernhalten. Andere Tiere werden in Betracht gezogen, um das Risiko eines Zusammenstoßes mit Wildtieren weiter zu verringern. In der ersten Phase testete VW die Geräusche an Kängurus, die auf Golfplätzen leben, und entwickelte dann eine Mischung aus natürlichen und synthetischen Geräuschen.

Danach wurden Amarok Pick-ups, die mit Richtlautsprechern, 360-Grad-Kameras und Bewegungssensoren ausgestattet waren, sechs Monate lang strategisch an Orten platziert, an denen Kängurus wandern. VW beobachtete die Reaktionen der Kängurus und bestätigte, dass der RooBadge wirksam ist.

Nachdem die Technologie mit stationären Fahrzeugen getestet worden war, erhielt das Unternehmen vom Amt für Forschungsethik die Genehmigung, die Hardware mit fahrenden Amaroks zu testen, die mit geringer Geschwindigkeit fahren.

Das in drei Jahren entwickelte RooBadge wird mit einer speziellen App im Fahrzeug arbeiten, die GPS- und Telemetriedaten nutzt. Es wird automatisch Töne an Känguru-Kollisionspunkten ausgeben. Für den Amarok wird es als Plug-and-Play-Lösung & angeboten, bei der die Originalplakette durch das Hightech-VW-Logo ersetzt wird.

Trotz des schlechten Timings scheint das Ganze zu ausgeklügelt, um nur ein Scherz zu sein. VW sagt, dass man bereits mit Partnern aus Europa und den Vereinigten Staaten spricht, um RooBadge zu einem Abschreckungsmittel für andere, dort lebende Tiere zu machen.