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Neuzulassungen in Deutschland: Die Top 10 im Mai 2026

Elektroautos können um fast 40 Prozent zulegen, Diesel verlieren um 13 Prozent

VW Passat Variant
Bild von: Hersteller

Der deutsche Automobilmarkt verzeichnete im Juni 2026 deutliche Zuwächse bei den reinen Stromern, während klassische Verbrenner herbe Rückgänge hinnehmen mussten. Offenbar treiben die derzeit hohen Spritpreise und die anlaufende staatliche Kaufprämie die Kunden massiv in die Arme der Elektromobilität. Insgesamt zeigte sich der Gesamtmarkt im Juni extrem dynamisch mit 296.378 neu zugelassenen Personenkraftwagen und einem kräftigen Plus von 15,7 Prozent.

Privatkunden kurbelten das Geschäft im Juni kräftig an. Die privaten Neuzulassungen schossen um 28,6 Prozent nach oben und erreichten einen Marktanteil von 36,6 Prozent. Das gewerbliche Geschäft, das traditionell eine tragende Säule für Verbrenner bildet, legte im Vergleich dazu um moderatere 9,4 Prozent zu und beanspruchte einen Anteil von 63,4 Prozent am Gesamtmarkt.

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Besonders deutlich wird die Verschiebung beim klassischen Benzinantrieb, der im Juni 2026 erhebliche Verluste hinnehmen musste. Nur noch 60.757 Neuwagen waren mit einem reinen Ottomotor ausgestattet, was einem Rückgang von 16,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Der Marktanteil von reinen Benzinern sank damit auf 20,5 Prozent. Noch deutlicher zeigt sich die anhaltende Schwächephase beim Diesel: Mit 33.862 Neuzulassungen schrumpfte das Segment der Selbstzünder um weitere 5,1 Prozent und kam nur noch auf einen Marktanteil von 11,4 Prozent.

Verbrenner-Anteil bleibt stabil

Doch Vorsicht: Jeder Benziner und Diesel mit Mildhybrid wird vom Kraftfahrt-Bundesamt unter der Kategorie "Hybrid" gelistet, was die Statistik verzerrt. 115.527 Neuwagen verfügten im Juni 2026 über einen hybriden Antrieb und bewirkten einen Anteil von 39,0 Prozent, darunter Plug-in-Hybride mit 32.212 Einheiten und einem Marktanteil von 10,9 Prozent. Rechnet man hier die Benziner und Diesel mit 48V-Technik heraus, bleibt der Verbrenneranteil recht stabil.

Sensationelle 84.057 Pkw waren mit einem Elektroantrieb (BEV) ausgestattet. Das war ein gewaltiges Plus von 78,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ihr Anteil an allen Neuzulassungen betrug damit 28,4 Prozent, womit reine Elektroautos erstmals die stärkste reine Antriebsart auf dem Markt bildeten und sich vor den reinen Benzinern und Dieseln platzierten.

Alternative fossile Antriebe spielten im Berichtsmonat überhaupt keine Rolle mehr, da kein einziges Erdgas-Fahrzeug (CNG) neu zugelassen wurde; lediglich flüssiggasbetriebene Pkw verzeichneten mit einer kleinen Stückzahl Zulassungen, verbleiben mit 0,1 Prozent Marktanteil jedoch in einer absoluten Nische. Durch diesen anhaltenden Rückgang der reinen klassischen Verbrenner sank auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen um deutliche 13,6 Prozent auf 92,6 g/km.

Bei den etablierten deutschen Marken gab es im Juni überwiegend positive Entwicklungen. Bei der Volumenmarke Volkswagen sowie bei Mercedes gingen die Pkw-Neuzulassungen um jeweils 5,9 Prozent nach oben. BMW verzeichnete ein starkes Plus von 18,6 Prozent, und bei Audi stiegen die Zahlen um 17,1 Prozent. Auch Ford legte mit einem Zuwachs von 7,5 Prozent zu, während Porsche mit minus 3,6 Prozent leicht verlor.

Skoda im Plus, Opel im Minus

Zweistellig zulegen konnte auch Mini mit einem kräftigen Plus von 59,7 Prozent, während Opel mit einem Rückgang von 14,8 Prozent zu den Verlierern des Monats gehörte. VW behauptete trotz veränderter Marktanteile mit einer Quote von 17,2 Prozent souverän die Marktführerschaft in Deutschland.

Auch bei den Importmarken spiegelte sich die Verschiebung zugunsten alternativer Antriebe wider. Etablierte Volumenhersteller mit traditionell hohem Verbrenner-Anteil mussten teils kämpfen, während reine Elektro-Herausforderer extreme Zuwächse verbuchten. Allen voran Tesla, deren Neuzulassungen um sensationelle 317,6 Prozent nach oben schnellten.

Deutliche Zuwächse verzeichnete auch Seat mit einem Plus von 31,0 Prozent. Skoda hielt sich mit einem starken Zuwachs von 23,5 Prozent im Markt und blieb mit einem Marktanteil von 8,4 Prozent die mit Abstand stärkste Importmarke in Deutschland, während Hyundai spürbar einbüßte.

Sehen wir uns die Top 10 der beliebtesten Modelle an:

Marke/Modell Neuzulassungen im Juni 2026
VW Golf 8.117
VW T-Roc 6.808
Tesla Model Y 6.023
VW Tiguan 5.511
BMW X1 5.388
Mercedes GLC 4.716
Skoda Octavia 4.713
BMW X3 4.516
Opel Corsa 4.233
VW T-Cross 3.991