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Neuzulassungen in Deutschland: Die Top 10 im Mai 2026

Elektroautos können um fast 40 Prozent zulegen, Diesel verlieren um 13 Prozent

VW Passat Variant
Bild von: Hersteller

Der deutsche Automobilmarkt verzeichnete im Mai 2026 Rückgänge bei reinen Benzinern und Dieseln, hingegen ein starken Plus bei Stromern. Offenbar spielen hier die derzeit hohen Spritpreise eine Rolle. Zugleich zeigt die anlaufende Prämie für E-Autos erste Auswirkungen.  

Stabil zeigte sich der Gesamtmarkt mit 239.448 neu zugelassenen Personenkraftwagen und einem minimalen Zuwachs von 0,1 Prozent. Haupttreiber des Marktes waren im Berichtsmonat die privaten Zulassungen, die um 8,4 Prozent zulegten, während das für Verbrenner traditionell wichtige gewerbliche Geschäft um 4,0 Prozent zurückging und einen Anteil von 64,4 Prozent an den Neuzulassungen ausmachte.

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Besonders deutlich wird der Abwärtstrend beim klassischen Benzinantrieb, der im Mai 2026 erhebliche Verluste hinnehmen musste. Nur noch 51.806 Neuwagen waren mit einem reinen Ottomotor ausgestattet, was einem drastischen Rückgang von 23,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Der Marktanteil von reinen Benzinern sank damit auf 21,6 Prozent. Noch deutlicher zeigt sich die anhaltende Schwächephase beim Diesel: Mit 30.547 Neuzulassungen schrumpfte das Segment der Selbstzünder um weitere 13,0 Prozent und kam nur noch auf einen Marktanteil von 12,8 Prozent.

Verbrenner-Anteil bleibt stabil

Doch Vorsicht: Jeder Benziner und Diesel mit Mildhybrid wird vom Kraftfahrt-Bundesamt unter der Kategorie "Hybrid" gelistet, was die Statistik verzerrt. 95.466 Neuwagen verfügten im Mai 2026 über einen hybriden Antrieb und bewirkten einen Anteil von 39,9 Prozent (+3,6 %), darunter 27.921 Plug-in-Hybride (+10,9 %/11,7 %). Rechnet man hier die Benziner und Diesel mit 48V-Technik heraus, bleibt der Verbrenneranteil recht stabil.

59.969 Pkw waren mit einem Elektroantrieb (BEV) ausgestattet. Das war ein Plus von 39,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ihr Anteil betrug 25,0 Prozent.

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Alternative fossile Antriebe wie Erdgas (CNG) spielten im Berichtsmonat überhaupt keine Rolle mehr, da kein einziges Fahrzeug dieser Art neu zugelassen wurde; lediglich flüssiggasbetriebene Pkw verzeichneten mit 1.641 Einheiten ein Plus, verbleiben mit 0,7 Prozent Marktanteil jedoch in einer absoluten Nische. Durch diesen anhaltenden Rückgang der reinen Verbrenner sank auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen um 10,8 Prozent auf 97,2 g/km.

Fast alle etablierten deutschen Marken mussten im Mai spürbare Einbußen hinnehmen. Bei der Volumenmarke Volkswagen sowie bei Mercedes gingen die Pkw-Neuzulassungen um jeweils 8,9 Prozent zurück. BMW verzeichnete ein Minus von 3,4 Prozent, und bei Audi sanken die Zahlen um 2,7 Prozent. Noch deutlicher traf es Ford mit einem Rückgang von 21,7 Prozent und Porsche mit minus 14,4 Prozent.

Opel im Plus, Hyundai im Minus

Einzig Opel (+9,9 %) und Mini (+37,7 %) konnten sich diesem Trend entziehen, während die rein elektrische Marke Smart zwar um 140,2 Prozent zulegte, mit einem Marktanteil von 0,3 Prozent volumenmäßig jedoch kaum ins Gewicht fiel. VW behauptete trotz der Verluste mit einem Anteil von 19,0 Prozent die Marktführerschaft.

Auch bei den Importmarken spiegelte sich die Verschiebung zulasten konventioneller Antriebe wider. Etablierte Volumenhersteller mit traditionell hohem Verbrenner- oder klassischen Hybrid-Anteil mussten erhebliche Rückschläge verkraften. Allen voran Toyota, deren Neuzulassungen um 322,4 Prozent einbrachen – eine Entwicklung, die im krassen Gegensatz zu den extremen Zuwächsen reiner Elektro-Herausforderer wie Tesla (+322,4 %) steht.

Auch Hyundai (-16,9 %), Volvo (-5,0 %) und Seat (-4,6 %) büßten spürbar ein. Skoda hielt sich mit einem minimalen Rückgang von 0,8 Prozent stabil und blieb mit einem Marktanteil von 8,2 Prozent die stärkste Importmarke in Deutschland. 

Sehen wir uns die Top 10 der beliebtesten Modelle an:

Marke/Modell Neuzulassungen im Mai 2026
VW Golf 7.183
VW T-Roc 6.397
VW Tiguan 4.542
Opel Corsa 4.482
BMW X1 3.781
Skoda Octavia 3.455
BMW X3 3.410
VW T-Cross 3.362
VW Passat 3.304
Mercedes GLC 3.204