Mate Rimac: 0-100 km/h in einer Sekunde machbar, aber mit Haken
Dafür braucht man eine Menge Leistung und sehr wenig Gewicht, auch die technischen Hürden sind enorm
Tesla-CEO Elon Musk hat Anfang dieser Woche eine radikale Behauptung über den kommenden Roadster-Supersportwagen aufgestellt. Er sagte, das Unternehmen strebe eine Zeit von 0 auf 100 km/h von weniger als einer Sekunde an. Während viele diese Behauptung inzwischen zurückgewiesen haben, hat er in Mate Rimac, dem CEO von Bugatti-Rimac, einen Verbündeten - sozusagen.
Auf die Frage auf seiner Facebook-Seite, ob er die Behauptung von unter einer Sekunde für glaubwürdig halte, antwortete Rimac mit einem überraschenden Ja. "Es ist möglich mit Schubdüsen (thrusters)", sagt er in dem Facebook-Kommentar. "Wir haben die Simulation durchgeführt."
Bildergalerie: Tesla Roadster (2020) Live
Aber es gibt eine wichtige Bedingung, die mit dieser Bestätigung einhergeht.
"Das Problem ist, dass man die Luft in zwei bis drei Sekunden freisetzt und dann eine Menge totes Gewicht mit sich herumschleppt (Tanks, Kompressor, Ventile, Düsen usw.)", so Rimac weiter. "Das Gleiche gilt für Mantelstromtriebwerke (fans) - sie sorgen für mehr Grip, aber man braucht etwa 30.000 Newtonmeter an den Rädern, um unter einer Sekunde von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, was bedeutet, dass man riesige Motoren, Umrichter, Getriebe, Antriebswellen usw. braucht."
Rimac weist auch darauf hin, dass das Auto "superleicht" sein muss, was bei batteriebetriebenen Autos normalerweise nicht der Standard ist. Sogar sein Hypercar Rimac Nevera - das in weniger als 2,0 Sekunden auf 100 km/h kommt - wiegt fast 2,3 Tonnen.
"Also sind Schubdüsen wirklich die einzige Möglichkeit", sagt er. "Aber sie bringen auch viele Nachteile mit sich."
Tesla-CEO Elon Musk schlug 2018 vor, dass der Roadster "10 kleine Raketentriebwerke haben soll, die nahtlos um das Auto herum angeordnet sind." Theoretisch wäre das die Art von Schub, die der Roadster braucht, um eine 0-60-Zeit von unter einer Sekunde zu erreichen. Es ist allerdings unklar, wie das bei der NHTSA ankommen würde.
Wir müssen abwarten und sehen, ob Elons Behauptungen wahr werden. Der neue Tesla Roadster wird Berichten zufolge später in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Unterdessen hat Rimac als aktueller Eigentümer von Bugatti einen neuen V16-Verbrennungsmotor vorgestellt, der als Hybrid den Nachfolger des Chiron antreiben soll. Auch dieses Fahrzeug wird 2024 präsentiert. Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wettrennen mit dem Tesla Roadster ...
Quelle: Mate Rimac / Facebook
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