0-100 km/h in unter 1 Sekunde? Machbar, sagt Rimac-Ingenieur
Und nur um das klarzustellen: Wir reden hier über Serienautos
Heutige Beschleunigungszeiten sind verrückt. Nicht nur bei Supersportlern, wo 0-100 km/h in unter drei Sekunden fast schon zum guten Ton gehören. Selbst das ein oder andere SUV geht inzwischen in unter vier Sekunden auf Landstraßentempo. Und das ist alles nichts, wenn man bedenkt, was künftig bei rein elektrischen Hypercars auf uns zu kommt.
Da passiert der Standardsprint in einigen Serienfahrzeugen ja jetzt schon in knapp zwei Sekunden. Sie finden, da muss noch mehr gehen? Nun, Sie scheinen Glück zu haben, denn die Grenzen der Beschleunigung scheinen noch längst nicht erreicht zu sein. Zumindest nach Aussage eines Ingenieurs von Rimac.
Rimac, Sie werden es mitbekommen haben, ist ein kroatischer Hypercar-Hersteller, der enge Beziehungen zu Bugatti unterhält. Der Nevera, das neueste Produkt des Unternehmens, schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 1,97 Sekunden. Einer der führenden Ingenieure von Rimac glaubt allerdings, dass Serienfahrzeuge diese Beschleunigung in weniger als einer Sekunde schaffen können.
Als The Drive Matija Renic, den leitenden Programmingenieur des Rimac Nevera, fragte, ob die Beschleunigung von 0 auf 60 mph (0-96 km/h) in einer Sekunde oder weniger möglich sei, sagte er einfach: "Unter einer Sekunde."
Per Definition ist eine Sekunde das 9.192.631.770-fache der Periodendauer der Strahlung, die dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des Nuklids 133Cs entspricht. Um diese Zahl in die richtige Perspektive zu rücken: Die schnellsten menschlichen Sprinter legen bei voller Geschwindigkeit gerade einmal 10 Meter in einer Sekunde zurück.
Wohlgemerkt, wir sprechen hier von Serienfahrzeugen. Dedizierte Drag-Racing-Fahrzeuge können dies auf der Rennstrecke mit Slicks erreichen. Aber natürlich ist die Traktion auf der Straße mit Serienreifen eine ganz andere und letztlich auch der entscheidende Faktor. Das Elektro-Hypercar Nevera kommt dem Fabelwert schon relativ nahe, aber Renic sagt, dass das Fahrzeug natürlich nicht nur mit Blick auf die Beschleunigung gebaut wurde.
"Das Auto ist ehrlich gesagt sehr schnell", sagte Renic gegenüber The Drive. "Auf die Zahlen sind wir sehr stolz, aber das Auto ist mehr als das. Es ist kein One-Trick-Pony, kein Dragster, mit dem man auf der Rennstrecke Bestzeiten erzielt, und das war's. Das Auto ist tatsächlich sehr, sehr komplex und zeigt, was die Automobiltechnologie der Zukunft leisten kann. Und es ist auch sehr benutzerfreundlich und gutmütig dem Fahrer gegenüber."
Bildergalerie: Rimac Nevera 2023 erster Fahrbericht
Quelle: The Drive
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