Der De Tomaso Pantera ist einer der kultigsten Sportwagen der 1970er-Jahre. Das mit Ferrari und Lamborghini konkurrierende Fahrzeug wurde von 1971 bis 1993 in über 7.000 Exemplaren hergestellt. Seine Linienführung als typischer Mittelmotor-Performance-Wagen ist ikonisch geblieben, aber nur wenige wissen von seinen Verbindungen zu einem japanischen Konzept.

Obwohl es nie bestätigt wurde, scheint es nämlich, dass das Design des Pantera auf dem Isuzu Bellett MX1600 basiert.

Europäischer Einfluss

Der 1969 auf der Tokyo Motor Show vorgestellte MX1600 erinnert stark an den Pantera. Das Aussehen des exotischen Sportwagens scheint den europäischen Modellen jener Zeit viel näher zu sein als den japanischen. Und das ist nicht nur ein Eindruck, denn der Wagen wurde von Tom Tjaarda entworfen, der in den Jahren zuvor mehrere Autos für Pininfarina gezeichnet hatte, darunter den Ferrari 330 GT 2+2.

Isuzu Bellett MX1600 Concept (1969)

Isuzu Bellett MX1600 Concept (1969)

De Tomaso Pantera

De Tomaso Pantera

Unter diesem Gesichtspunkt sind die "europäischen Wurzeln" von Isuzu also nicht so überraschend. Tatsächlich erregte der Wagen auf der Messe im fernen Osten so viel Aufmerksamkeit, dass das japanische Unternehmen beschloss, ein zweites Konzept zu bauen, das den Namen MX1600 II erhielt. Die Unterschiede zwischen den beiden Prototypen sind minimal und betreffen hauptsächlich die Frontpartie. 

Leistung nicht im Übermaß

Trotz der sportlichen Ästhetik steckt unter der Motorhaube des Isuzu kein V8-Motor wie im De Tomaso Pantera. Der zweisitzige MX1600 mit Hinterradantrieb wird von einem 1,6-Liter-Motor mit vier Zylindern und 122 PS angetrieben. Und damit dem gleichen Aggregat, das auch der damals auf den Markt gebrachte Bellett GT-R hatte.

Leider erblickte der MX1600 nie das Licht der Welt als Serienmodell. Für den japanischen Hersteller blieb der Isuzu daher nur eine extravagante Designübung.

Bildergalerie: Isuzu Bellett MX1600 Concept (1969)