Hätten Sie's gewusst? Audi verkauft seit über einem Jahr einen Q6. Vielleicht haben Sie noch nichts von ihm gehört, weil er nur in China erhältlich ist. Aber es gibt ihn. Lustigerweise nur mit Verbrennungsmotoren. Gänzlich anders sieht es da bei einem weiteren Q6 aus, der 2024 auf den Markt kommen wird. Die Rede ist natürlich vom Q6 e-tron.

Das vollelektrische SUV, das auf der mit Porsche entwickelten PPE-Plattform basiert, wurde nun quasi ohne Tarnung gesichtet. Lediglich ein bisschen Schutzfolie hat man noch dran gelassen.

Bildergalerie: Audi Q6 e-tron (2024) und Audi Q6 e-tron Sportback (2024) Erlkönigfotos

Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie erkennen, dass es sich hier eigentlich um zwei verschiedene Prototypen handelt. Der eine ist ein konventionell gestylter Q6 e-tron, der andere ein Q6 e-tron Sportback, die Coupé-iger gestylte Variante mit abfallender Dachlinie. Die beiden Prototypen sehen ziemlich serienreif aus.

So gut wie fertig ist auch das Schwestermodell des Q6 e-tron. Der rein elektrische Porsche Macan wird ebenfalls 2024 zu den Händlern rollen. Aber zurück zum Modell aus Ingolstadt.

Audi scheut hier offensichtlich jegliches Designrisiko. Sieht aus wie ein aufgeblasener Q4 e-tron? Irgendwie schon, oder? Ein bisschen schade ist das allemal. Mit dem e-tron GT haben die Audianer doch eines der derzeit schönsten Autos auf dem Markt. Und auch die Studie A6 Avant e-tron ist ein echter Hingucker.

Der Q6 e-tron hingegen sieht für uns ein wenig belanglos aus. Zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass er immerhin etwas besser proportioniert wirkt als der Q4, aber jedem das Seine.

Bildergalerie: Audi Q6 e-tron: Das Cockpit

Dass die Auto-Paparazzi uns keinen Blick ins Innere gewähren können, ist halb so wild. Audi hat bereits zur IAA 2023 in München das Cockpit enthüllt. Die beiden Q6 teilen sich ein Bildschirm-lastiges Interieur mit einem 11,9-Zoll-OLED-Fahrerdisplay, einem 14,5-Zoll-Infotainment- und einem 10,9-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer. Natürlich werden die beiden E-Fahrzeuge geräumiger sein als die kleineren Q4-Modelle, die auf der weniger anspruchsvollen MEB-Architektur basieren.

Bei einer ersten Prototypen-Fahrt im Juli gab Audi bekannt, dass es auch Q6- und SQ6-Varianten mit zwei E-Motoren und einem 100-kWh-Batteriepaket geben wird. Das reguläre Modell wird um die 375 PS haben, eine schärfere Version kommt auf 483 PS - mit temporärem Boost auf 510 PS. Der SQ6 wird weniger als viereinhalb Sekunden brauchen, um aus dem Stand auf 100 km/h zu kommen.

Laut Audi werden die neuen Q6-Modelle in etwa die gleichen Abmessungen haben wie der kommende neue Q5 mit Verbrennungsmotor, aber mit kürzeren Überhängen und einem längeren Radstand.

Eine adaptive Luftfederung wurde ebenso bestätigt wie eine elektrische 800-Volt-Hardware. Die Elektroautos wurden für eine maximale Ladeleistung von 270 kW entwickelt. In diesem Fall wird es etwa eine halbe Stunde dauern, um die Batterie von 10 auf 80 Prozent aufzuladen.

Zu den Konkurrenten des Audi Q6 e-tron zählen das Mercedes EQE SUV, das Tesla Model Y sowie der Polestar 3 und der Maserati Grecale Folgore.