Der Verbrennungsmotor ist erstaunlich, wenn man bedenkt, wie komplex die Mechanik ist, die ein Fahrzeug auf der Autobahn mit 120 km/h oder noch mehr antreibt. Wenn jedoch mit all diesen beweglichen Teilen etwas schief geht, kann das katastrophale Folgen haben. Sehen Sie sich zum Beispiel diesen Ford EcoBoost 3,5-Liter-V6-Motor mit Turbolader an, bei dem ein Kolben explodiert ist. 

Dieser Motor stammt aus einem 2012er Ford F-150 mit über 200.000 Meilen (ca. 320.000 km, zugegeben eine sehr hohe Laufleistung). Der Besitzer kaufte den Wagen bei einer Auktion und bemerkte später ein tickendes Geräusch aus dem Triebwerk. Er versuchte, es zu reparieren, aber die Reparatur hat offenbar nicht funktioniert, weil der Kolben explodiert ist.

Engine Destruction Teardown

Der Schaden ist sofort ersichtlich, da der Motorblock große Löcher aufweist. Die Öffnung auf einer Seite ist groß genug, um eine Hand hineinzustecken. Das Ford-Aggregat springt nicht einmal gut an. Beim Herausnehmen der Zündkerzen zeigt sich, dass die Elektrode einer Zündkerze defekt ist.

Beim Abnehmen des Ansaugdeckels werden noch mehr Schäden sichtbar. Das Ventil für einen der Zylinder hat seine Führung freigelegt, was man nicht sehen sollte. Außerdem liegt ein Stück Kolben am Boden des Motors, wenn der Steuergehäusedeckel abgenommen wird. Wenn man die Ölwanne abnimmt, bietet sich ein spektakulärer Blick auf das Gemetzel. Darin befinden sich handtellergroße Stücke des Kolbens und der Pleuelstange sowie jede Menge feinere Metallstücke.

Schließlich erfahren wir, dass nicht nur der Kolben katastrophal versagt hat, sondern auch die Pleuelstange von der Kurbelwelle abgeschert ist. Durch die vielen umherfliegenden Teile wurde die Seitenwand eines weiteren Kolbens beschädigt. Angesichts des Gemetzels ist es nicht verwunderlich, dass viele Ventile stark verbogen sind.

Was hat diesen epischen Motorschaden verursacht? Eric vom YouTube-Kanal I Do Cars ist sich nicht sicher. Er glaubt nicht, dass es sich um ein Ölmangelproblem handelt, und Zündaussetzer ergeben keinen Sinn, da der Großteil des Schadens nicht an einem einzelnen Zylinder entstanden ist.