Porsche hat den neuen 911 GT3 R vorgestellt, der Anfang nächsten Jahres sein Renndebüt geben wird. Die Entwicklung des auf der 992-Generation basierenden Kundenrennwagens begann 2019. Der Hersteller konzentrierte sich darauf, die Fahrbarkeit zu verbessern, das Handling zu straffen und die Betriebskosten zu senken.

Viele der Verbesserungen, die Porsche vorgenommen hat, zielen darauf ab, den Rennwagen auch der etwas weniger erfahrenen Kundschaft zugänglich zu machen. Dazu gehört ein neues Fahrwerk, das die Lenkung präziser machen soll und den Verschleiß der Hinterreifen reduziert. Die KW-Stoßdämpfer bieten fünf Einstellmöglichkeiten.

Bildergalerie: Porsche 911 GT3 R (2022)

Die Aufhängung mit Doppelquerlenkern an der Vorderachse und der Mehrlenkerachse hinten ermöglicht außerdem einen erhöhten Unterboden, der den Luftstrom zum Heckdiffusor verbessert, ohne den Luftwiderstand wesentlich zu erhöhen. Der Heckflügel ist jetzt mit einem Schwanenhals versehen, was die Aerodynamik des Fahrzeugs weiter verbessert. Der verlängerte Radstand wirkt sich positiv auf das Handling aus. Ja, Porsche hat die Hinterräder des 911 weiter nach hinten versetzt und den Radstand von 2.459 Millimeter auf 2.507 Millimeter verlängert.

Angetrieben wird der neue Porsche 911 GT3 R von einem 4,2-Liter-Saugmotor. Der Boxer leistet bis zu 565 PS, die über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe mit Schaltwippen übertragen werden, das Porsche aus dem 911 GT3 Cup-Rennwagen übernommen hat.

Die Zuffenhausener haben den Motor um 5,5 Grad nach vorne geneigt, um genügend Platz für den Unterboden-Diffusor zu schaffen, wodurch man gezwungen war, einige Nebenaggregate des Motors zu verlagern. Dadurch konnte die Gewichtsbalance des Fahrzeugs verbessert werden.

Im Innenraum erfüllt Porsche die neu entwickelten Aufprallschutzvorgaben der FIA, indem die Sitze näher zur Fahrzeugmitte gerückt wurden. Dies ermöglichte es außerdem, den Überrollkäfig des Rennwagens zu verbessern. Die feste Sitzposition wird durch verstellbare Pedale und ein verstellbares Lenkrad ausgeglichen. Verbesserte Verschlüsse für den Sechspunktgurt sollen beim Fahrerwechsel rund eine Sekunde einsparen helfen.

Porsche 911 GT3 R (2022)

Der Porsche 911 GT3 R wird zu Beginn der nächstjährigen GT3-Saison einsatzbereit sein. Und ab 2024 darf er als GT3-Rennwagen sogar bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gehen. Das Modell wird 511.000 Euro kosten. Die Mehrwertsteuer muss allerdings noch addiert werden.