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VW: Verbrenner noch nicht tot, neuer 1.5 TSI Evo2 enthüllt

Er kommt zuerst im T-Roc und kann auch alternative Kraftstoffe

VW 1.5 TSI evo2

Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

18. Jul. 2022 um 15:26 Uhr

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Seit dem Diesel-Skandal versucht der Volkswagen-Konzern sein angeschlagenes Image aufzupolieren, indem er den Großteil seiner Anstrengungen in die Entwicklung von Elektroautos steckt. Die MEB-Plattform dient als Rückgrat des Null-Emissionen-Rundumschlags, dazu wird der gehobene PPE-Unterbau ab 2023 für edle Audi- und Porsche-Elektriker sorgen. Allerdings hat man den guten alten Verbrennungsmotor noch nicht komplett begraben.  

Es mutet inzwischen schon exotisch an, wenn wir eine Pressemeldung zu einem neu entwickelten Benzinmotor in unserem Redaktionspostfach finden. Heute allerdings war es mal wieder so weit. Volkswagen stellt uns seinen neuen 1.5 TSI evo2 vor, eine Evolution des Konzern-Vierzylinders mit 1,5 Liter Hubraum und VTG-Turboaufladung (Variable Turbinengeometrie). 

Laut Volkswagen soll die optimierte Ausbaustufe effizienter und emissionsärmer sein als bisher. Bei der jüngsten Evolutionsstufe des Motors hat man den Dreiwegekatalysator und den Ottopartikelfilter in einem Modul (MAR = motornahe Abgasreinigung) nahe an den Motor herangerückt. Das soll die Wirkung der Abgasreinigung verbessern. VW verspricht einen reduzierten Einsatz von Edelmetallen in der Herstellung und die Schaffung einer Basis für künftige Abgasnormen.

Des Weiteren kommt im 1.5 TSI evo2 eine weiterentwickelte Zylinderabschaltung zum Einsatz, die ein besseres Ab- und Zuschalten der beiden Zylinder und einen gleichmäßigeren Motorlauf gewährleisten soll. Die Entwickler wollen das Brennverfahren im Zweizylinder-Betrieb optimiert haben, was den Einsatzbereich der aktiven Zylinderabschaltung erweitern soll. 

Die TSI-evo2-Motoren sind laut Volkswagen auf den Betrieb mit Kraftstoffen ausgelegt, die regenerativ hergestellte Anteile enthalten. Das soll zusätzlich deren Zukunftsfähigkeit sichern.

Als erste Modelle kommen der T-Roc und das T-Roc Cabriolet in den Genuss der neuen 1,5er-Ausbaustufe. Zudem betont das Unternehmen die Eignung der Maschine für verschiedene Hybridisierungsstufen. Bei einem Plug-in-Konzept seien bis zu 200 kW (272 PS) Systemleistung möglich. Die nächste Generation des VW Passat und des Skoda Superb könnten diesen PHEV erhalten. Ihr Debüt ist im Laufe des Jahres 2023 geplant.

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Aber auch wenn Volkswagen einen neuen Verbrenner vorstellt, erinnert man uns doch daran, dass die eigenen E-Autos bis Ende des Jahrzehnts für 70 Prozent aller Verkäufe verantwortlich sein sollen. 

Allerdings erfolgt der komplette Umstieg auf Stromer ja nun auch nicht über Nacht. Deswegen wird man die übrig gebliebenen Verbrenner auf Euro 7 upgraden und sie in Ländern verkaufen, in denen diese Antriebsquelle noch populärer ist. 

In diesem Zusammenhang erwähnen die Wolfsburger, dass die Elektromobilität mangels Ladeinfrastruktur in vielen Regionen nur schleppend in Gang kommt. Wir können also davon ausgehen, dass Motoren wie der 1,5-Liter evo2 noch ein bisschen länger unter uns bleiben werden.  

Bildergalerie: VW 1.5 TSI evo2

VW 1.5 TSI evo2

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VW 1.5 TSI evo2 VW 1.5 TSI evo2

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